https://www.faz.net/-gy9-74ojs

Deutsche Digitale Bibliothek : 5,6 Millionen Datensätze gehen online

  • Aktualisiert am

Auch die Gothaer Stiftung Schloss Friedenstein hat als eine von 13 Einrichtungen ihre Bestände online zum Abruf bereit gestellt. Bild: dapd

Suchmaschinen wie Google und Yahoo helfen bei der Recherche in der unendlichen Internetwelt. Die deutschen Kultureinrichtungen starten mit der Deutschen Digitalen Bibliothek jetzt ein eigenes Portal.

          1 Min.

          Die Deutsche Digitale Bibliothek, ein gemeinsames Internetportal der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, ist am Mittwoch in einer ersten Version freigeschaltet worden. Unter der Adresse www.deutsche-digitale-bibliothek.de kann jetzt in dem öffentlichen Bestand nach Büchern, Bildern, Filmen, Noten, Musikstücken und anderen Archivalien gesucht werden.

          „Das ist eine wirkliche Demokratisierung von Kunst und Kultur“, sagte Vorstandssprecher Hermann Parzinger. Bisher sind 5,6 Millionen Datensätze von 90 Einrichtungen zugänglich. Ziel sei, alle Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen zu vernetzen und in die europäische digitale Bibliothek Europeana zu integrieren, so Parzinger. Referatsleiter Matthias Harbort sprach als Vertreter des Bundes von einem „Jahrhundertprojekt“.

          Bund, Länder und Kommunen arbeiten seit 2007 an dem Vorhaben. Für die technische Umsetzung sorgen die Fraunhofer-Gesellschaft und das Leibniz-Institut. Nach der jetzt freigeschalteten „Betaversion“ soll im kommenden Jahr der Regelbetrieb starten. Geplant ist auch die Entwicklung eines Kinder- und Jugendportals.

          Anders als Suchmaschinen wie Google oder Yahoo sei die Digitale Bibliothek nicht auf möglichst viele Klickzahlen aus, hieß es. „Unsere Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen stehen für die Qualität, Seriosität und Verlässlichkeit der Daten“, sagte Parzinger. „Hier können Sie sich auf das verlassen, was Sie finden.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nach den britischen Wahlen : Mehr Blair fürs Volk

          Boris Johnson ist mit voller Wucht gegen die „rote Mauer“ des Labour-Herzlands gefahren und hat große Teile davon zum Einsturz gebracht. Warum fühlt man sich jetzt dennoch an einen früheren Labour-Premier erinnert?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.