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Der Kampf der iGanten : Sind Sie Apple-Fanboy oder Samsung-Anhänger?

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die Debatte geht weiter. Nach dem Bekenntnis zu Apple folgt nun das Lob auf Samsung. Und FAZ.NET will außerdem wissen: Wen finden Sie besser? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

          Apple oder Samsung, wer beherrscht den Smartphone-Markt? Wer ist cooler, technisch besser, wer gewinnt die Herzen? Rund um die Welt ziehen schicke Apple-Läden mit lässigen Verkäufern Kunden in ihren Bann. Auspacken, einschalten, geht - das gilt hier wirklich. Und falls ein Problem auftaucht, was selten der Fall ist, helfen die Mitarbeiter auch mal, ohne direkt an Gewinn zu denken. „Wir sind nicht nur hier, um Umsatz zu machen“, sagte kürzlich ein Verkäufer im Apple Store, als er unentgeltlich eine Lösung für das iPad fand.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Alles nur Fassade, eine teuer erkaufte Glitzerwelt, entgegnen die Anhänger von Samsung. Die Koreaner überschwemmen den Markt. 14 Samsung-Phones gibt es, nur drei iPhones von Apple. Acht Tablet-PC von Samsung stehen gegen drei iPads. Die F.A.Z.-Redakteure Hans-Heinrich Pardey und Michael Spehr sind in die Geräte eingetaucht. Das Ergebnis: Apple ist besser. Nein, Samsung ist besser.

          FAZ.NET will wissen: Was denken Sie, liebe Leserinnen und Leser? Was haben Sie erlebt? Schreiben Sie uns bis diesen Freitag um 12 Uhr eine E-Mail unter iganten@faz.de. Die klügsten, kreativsten, ungewöhnlichsten Zuschriften veröffentlichen wir. Und die Top 3 prämiert die Redaktion, unter Ausschluss des Rechtswegs, mit einem fröhlichen Preis - auf eine Tasse Kaffee mit Lisa Simpson.

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          Den Anfang der Debatte machte Michael Spehr mit seinem Beitrag zu Apple. Nun folgt das Bekenntnis von Hans-Heinrich Pardey zu Samsung:

          Wie lebt es sich mit einem nicht mehr taufrischen Androiden?

          Diese Verweigerung ist nichts anderes als der blanke Snobismus. Aber wenn man das weiß, lebt es sich desto ungenierter mit seinen Androiden. Nie einen Apple! Dieser Grundsatz gilt für den Verfasser seit den Zeiten der Lisa, in die sich einige Freunde vor ziemlich genau 30 Jahren verliebten. Deutlicher gesagt, ruinierten sie sich finanziell für diese Geliebte, den Vorläufer des Macintosh, bei dessen Erscheinen ihr Verhältnis zur Marke Apple nur noch mit dem Wort Hörigkeit klar beschrieben war. Warum nie Apple? Weil es mit der persönlichen Selbstachtung unvereinbar erschien, einem Anbetungsverein beizutreten - ganz egal, ob dessen goldenes Kalb nun gerade ein All-in-one-PC, ein superflaches Notebook oder ein sprechendes Taschentelefon war. Undenkbar, nach durchwachter Nacht mit einem vor lauter Glück wie besoffen wirkenden Grinsen in den Apple-Store zu stürmen, um als Early Adopter beim Herauskommen im Applaus zu baden. Gewünscht waren Funktionen, Werkzeuge und keinesfalls das Getue um den angebissenen Apfel, das bereits lange vor der iGeneration einsetzte.

          Es könnte durchaus ein anderer Hersteller als Samsung sein. Das TV-Gerät, der Kühlschrank, die Waschmaschine, der Staubsauger, die Mikrowelle - all das könnte man von Samsung bekommen - sind wie der Schreibtisch-PC und das Net-Book keine Samsungs. Doch eine Digitalkamera (unter mehreren), vor allem aber zwei Smartphones und zwei Tablets stammen von den Koreanern. Die smarten Mobilgeräte laufen mit unterschiedlichen Versionen von Android, und da wären wir schon beim ersten Punkt, den man nicht so toll finden kann: Samsung ist zögerlich darin, Geräte durch Firmware-Updates auf den neuesten Stand der Android-Entwicklung zu bringen. Die aktuellen Geräte haben den selbstverständlich, aber vom Galaxy S4 oder 5 zu hören löst keinen Haben-wollen-, geschweige einen Kauf-Reflex aus.

          Das GT-N7000, das erste Samsung Galaxy Note, das 2011 als erstes „Phablet“ - aus Phone und Tablet - für Aufsehen sorgte, läuft mittlerweile unter Android 4.1.2, und dabei wird es wohl bleiben. Samsung plant offenbar keine weiteren Updates, und der Heckmeck mit Rooten und einem Custom-ROM, das auf Android 4.3 basiert, wird sich der Benutzer auf gar keinen Fall antun. Er geht davon aus, dass das GT-N7000 bei ihm in Lebensstellung ist. Bei der im Mountainbikesattel wie bei unfreiwilligen Fallversuchen bewiesenen Robustheit des Geräts mögen noch ein paar Jährchen vergehen, bis wesentliche Komponenten ausfallen. Und wenn das passiert, wird man sich wieder umsehen.

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