https://www.faz.net/-gy9-8w2cq

Sicherheit der Daten : So finden Sie das richtige Passwort

So viel Wichtiges gibt es nicht

Diesen besagten E-Mail-Account sollte man natürlich perfekt sichern. Man kümmere sich also vorrangig um die Abschottung derjenigen Konten, die wirklich wichtig sind. Das ist der Zugang zu allen Diensten, bei denen es um Geld oder das reale Ich geht. Schnell erkennt man: So viel Wichtiges gibt es nicht, man konzentriere sich darauf, hier die bestmögliche Absicherung vorzunehmen.

Dazu gehört das gut gewählte Kennwort. Passwort-Diebe arbeiten auf unterschiedliche Weise: Simple und weit verbreitete Kennwörter lassen sich erraten, gegebenenfalls auch in Kombination mit persönlichen Daten wie Geburtsdatum, Name des Partners oder des Haustiers. Wer stets dasselbe Passwort für unterschiedliche Dienste verwendet, macht es Angreifern leicht. Sie können von einem zum anderen Dienst springen. Wörterbuch-Angriffe wiederum basieren auf frei verfügbaren Listen mit Millionen von Einträgen, auch mit umschlossenen Zahlen und Zeichen. Gute Kennwörter haben also eine gewisse Länge, bestehen nicht aus realen Worten, sie mischen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Falls die eigene Phantasie fehlt, springen Passwortgeneratoren ein. Komplizierte Phrasen lassen sich mit Akronymen gut merken, wenn man die Anfangsbuchstaben eines Satzes als Kennwörter wählt. Um unterschiedliche Kennworte zu generieren, nehme man einen Kennwortstamm und hänge je nach Dienst verschiedene Erweiterungen an.

Nur ist es mit der Wahl eines sicheren Kennworts nicht getan. Auch der Umgang erfordert gewisse Vorsichtsmaßnahmen. Ein Klebezettel mit Zugangsdaten an Monitor oder Tastatur gilt als Klischee für Sorglosigkeit, ist aber in Büros und auf Unternehmensrechnern durchaus des Öfteren zu sehen. Der Versand von Kennwörtern per E-Mail ist ebenfalls nicht angesagt. Am besten schreibt man seine Kennwörter auch nicht auf. Aber wenn man für jeden Dienst ein eigenes vergibt, mehrere E-Mail-Konten hat, gern online bei verschiedenen Anbietern einkauft und in den sozialen Netzen unterwegs ist, hat man schnell ein oder zwei Dutzend Kennwörter, die nur dann sicher sind, wenn es auch ihr Aufbewahrungsort ist.

Passwort-Manager speichern die Kombinationen mitsamt Zuordnung

Hier sollen Passwort-Manager einspringen. Sie speichern die Kombinationen mitsamt Zuordnung zum jeweiligen Dienst. Ein Generalschlüssel schützt den Zugriff. Man muss sich nur noch dieses eine Kennwort merken, lautet das Versprechen. Der Datentresor mit den Einzelinformationen sei aufwendig gegen Hacker-Angriffe gesichert und lasse sich deshalb sogar in der Cloud speichern. Nur sind viele dieser an sich empfehlenswerten Systeme schon selbst gehackt worden. Zuletzt fand eine Untersuchung erhebliche Mängel in den Apps Last Pass, Dashlane, Keeper und „1 Password“.

Für die erwähnten wichtigen Dienste kommen diese Programme nicht in Frage, wohl aber für den gesamten Rest. Indes bringen auch manche Browser einen einfachen Passwort-Manager bereits mit, etwa der Firefox oder Chrome von Google. Auch hier gilt indes: Wenn der Generalschlüssel in falsche Hände gerät, sind plötzlich die Kennwörter aller Dienste kompromittiert, man legt alle Eier in einen einzigen Korb.

Weitere Themen

Topmeldungen

Auf Tour in Berlin: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nach seinem Auftritt beim Tag der Deutschen Familienunternehmen

Bundestagswahl 2021 : CDU will Betriebe steuerlich schonen

Das Wahlprogramm der Union gewinnt erste Konturen mit einem Belastungsdeckel für Unternehmen. Offen ist, wie Mehrausgaben für Klima und Soziales zur Schuldenbremse passen.

Wahlkampf mit Euro und EU : Marine Le Pen auf dem Vormarsch

Forderungen nach einem Austritt aus dem Euro und der EU gehören nicht mehr zum Programm der polarisierenden Französin. Warum Le Pen vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr wieder Hochkonjunktur hat.
Eine Schulklasse im Ortsteil Britz in Berlin-Neukölln: Lehrer werden in der Hauptstadt seit 2004 nicht mehr verbeamtet.

Keine Verbeamtung : Warum viele Lehrer Berlin verlassen

Seit 2004 werden Lehrer in Berlin nicht mehr verbeamtet. Viele junge Lehrer suchen sich deshalb nach dem Studium einen anderen Arbeitsort. Jetzt schlagen die Schulleiter Alarm.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.