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Datenschutzverstöße : Google zahlt Millionenstrafe

  • Aktualisiert am

Zu keinem Schuldeingeständnis bereit: Google Bild: dapd

Es ist die höchste Strafe, die die amerikanische Aufsichtsbehörde FTC je verhängt hat: Wegen Verstoßes gegen den Datenschutz muss Google 22,5 Millionen Dollar zahlen. Das Unternehmen soll gezielt Schutzmechanismen des Safari-Browsers ausgehebelt haben.

          Wegen Verstößen gegen den Datenschutz von Nutzern des Apple-Browsers Safari muss Google eine Rekordstrafe von 22,5 Millionen Dollar (rund 18,3 Millionen Euro) zahlen. Die amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) stimmte einem entsprechenden Vergleich am Donnerstag zu.

          Google wird vorgeworfen, den Schutzmechanismus im Safari-Browser von Apple ausgehebelt zu haben. Damit konnte der Google offenbar auch dann sogenannte Tracking-Cookies auf den Geräten von Nutzern abzusetzen, wenn diese das eigentlich per Einstellung untersagt hatten. Damit handelt es sich um die höchste Strafe, die die FTC jemals verhängt hat.

          Die Ermittlungen der FTC waren vor sechs Monaten ins Rollen gekommen, als ein Wissenschaftler der Universität Stanford die Praktiken von Google enthüllt hatte. Das „Wall Street Journal“ griff den Fall auf. Nachdem das Blatt den Konzern zu den Verstößen befragte, schaltete Google die Software ab.

          Ein Fehlverhalten gestand Google in der jüngsten Einigung jedoch nicht ein. Bereits im Juli hatte das Unternehmen bekräftigt, die „höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards“ zu wahren. So habe die im Safari-Browser eingesetzte Technik keine persönlichen Informationen gesammelt.

          Die Strafzahlung wurde indes nicht wegen der Datensammlung verhängt, sondern weil Google den Sachverhalt nicht richtig darstellte. Erst im Oktober 2011 hatte das Unternehmen ein 20 Jahre gültiges Abkommen unterzeichnet, das unter anderem vorsieht, Kunden nicht über Datenschutzpolitik zu täuschen. Google versicherte den Nutzern von Safari dann auf seiner Service-Webseite, dass sie nichts weiter unternehmen müssten, um sicherzustellen, dass ihre Internetaktivitäten nicht aufgezeichnet würden.

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