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Datamate Buddy : Eine schlaue Nuss

Leise und solide: Buddy von Datamate. Bild: Hersteller

Das Mainzer Unternehmen Datamate fertigt noble und leise Rechner mit Nussholz-Gehäuse. Was technische Ausstattung und Konfiguration betrifft, soll man aus dem Vollen schöpfen können.

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          Es muss nicht immer ein Notebook sein. Ein aufgeräumter Schreibtisch, auf dem sich lediglich Tastatur, Maus und Monitor befinden, hat auch seinen Charme. Desktop-Rechner erlauben nicht nur die individuelle Auswahl von Eingabegeräten und Monitor, sondern haben zudem den Pluspunkt, meist einfach erweiterbar und reparierbar zu sein. Oder sie sind ein Schmuckstück auf oder unter dem Schreibtisch wie der von uns einige Zeit erprobte Buddy des Mainzer Herstellers Datamate.

          Das Gehäuse des Buddy bestehe aus Nussholz, das wiederum aus europäischen Wäldern komme und von einem deutschen Schreinerbetrieb verarbeitet worden sei, sagt Datamate. Die Oberflächen sind mit Hartölen bearbeitet, und der Leim sei frei von Lösungsmitteln. Wer es mag, kann gegen Aufpreis seinen Namen oder ein Logo in das Gehäuse fräsen lassen.

          Der Apparat misst nur 18,5 × 16,5 × 11 Zentimeter und kann damit problemlos beispielsweise unter einem großen Monitor aufgestellt werden. Seitlich sind jeweils vier Lüftungsschlitze in das Holz eingearbeitet, man sollte die Box also nicht hochkant stellen. Die Vorderseite des 1,8 Kilogramm leichten Rechners besteht aus Aluminium, hier sind der Ein- und Ausschalter sowie zwei USB-Ports und Klinkenbuchsen für den Audioein- und -ausgang untergebracht.

          Rückseitig lässt sich der Buddy öffnen, und man findet für den Anschluss weiterer Peripherie jeweils einmal Displayport, HDMI, VGA und Ethernet vor sowie zwei herkömmliche USB-Buchsen. An der Rückseite muss man die zwei Antennen des W-Lan-Moduls anstecken. Der USB-Typ-C-Anschluss vorn unterstützt leider kein Thunderbolt, und rückseitig hätten wir gern USB-Typ-C für den Anschluss des Netzteils gesehen. Stattdessen kommt das klobige Netzteil mit einem proprietären Klinkenstecker.

          Der Apparat misst nur 18,5 × 16,5 × 11 Zentimeter und kann damit problemlos beispielsweise unter einem großen Monitor aufgestellt werden.

          Was die technische Ausstattung und Konfiguration betrifft, verspricht der Hersteller, dass man aus dem Vollen schöpfen kann. Bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und vier Terabyte SSD lassen sich im Gehäuse unterbringen, dafür gibt es zwei 2,5-Zoll-Schächte.

          Auf der Internetseite ist genau eine Konfiguration angegeben, die für 1200 Euro acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 500-Gigabyte-M2-SSD von Samsung oder Western Digital mitbringt sowie einen älteren Core-i5Prozessor der siebten Generation. Aktuell wäre ein Prozessor der zehnten Generation. Auch bei Bluetooth und W-Lan muss man auf die jüngsten Standards verzichten und bekommt Bluetooth 4.0 sowie ein W-Lan-Modul mit 802.11ac.

          In dieser Preisklasse erwartet man Windows 10 Pro, es gehört indes nur Windows 10 Home zur Standardausstattung. Jedoch war Windows auf unserem Rechner sauber aufgespielt, hier gibt es nichts zu meckern. Im Alltagseinsatz darf man sich darüber freuen, dass der Buddy so gut wie immer lautlos arbeitet. Unter Volllast ist nur ein leises Säuseln an der Rückseite zu hören und ein warmer Luftstrom zu spüren.

          Mit dem dreieinhalb Jahre alten Core i5-7500 und der Chipsatzgrafik HD 630 darf man keine Spielemaschine erwarten, aber alle Büroaufgaben erledigt der Buddy freundlich und hinreichend schnell. Ob des gedrängten Aufbaus im kleinen Gehäuse beschränken sich die Möglichkeiten der Aufrüstung oder Erweiterung auf besagte zweite SSD.

          Insgesamt gesehen, ist der Buddy ein sehr schönes Gerät mit interessanter Bauform und originellem Gehäuse. Wer sich an dem recht hohen Preis stört, sei darauf hingewiesen, dass leise oder lautlose Rechner anderer Hersteller ebenfalls eher im höheren Preissegment zu suchen sind.

          Für geräuschempfindliche Menschen lohnt sich die Investition in einen nahezu lautlosen Rechner, der in diesem Fall auch noch eine gute Figur auf dem Schreibtisch macht. Im gleichen Gehäuse bietet das Mainzer Unternehmen einen Cloud-Speicher und Webserver namens Homie an, der ohne die Dienste externer Dienstleister auskommt. Homie basiert allein auf Open-Source-Lösungen und sorgt für einen einheitlichen Datenbestand auf allen Geräten, verspricht der Hersteller. Der Rechner Benno hat ebenfalls ein Holzgehäuse und fungiert als Aufbewahrungssystem für E-Mails. Das Gerät richtet sich an Unternehmen, die eine revisionssichere Speicherung für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten suchen.

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