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Smartphone P20 Pro ausprobiert : Huawei holt das Triple

Huawei stellte in Paris nicht nur das P20 vor ... Bild: Dettweiler

Mit dieser Smartphone-Kamera deklassiert Huawei die Konkurrenz. Das P20 Pro schafft eine Auflösung von 40 Megapixel und einen dreifachen optischen Zoom. Auch ansonsten setzt das neue Flaggschiff Maßstäbe.

          Es war dann doch ganz clever von Huawei, ihr neuestes Smartphone auf einer Veranstaltung jenseits des Mobile World Congress (MWC) zu präsentieren. Weil Hersteller wie Samsung und Sony dort in Barcelona schon vor einem Monat ihre Flaggschiffe dem Publikum zeigten, hatten die Chinesen an diesem Dienstag in Paris die ganze Show und Aufmerksamkeit für sich. Dass man sich dabei auch etwas blamieren kann, wenn das Vorzeigeprodukt nicht mit der Konkurrenz mithalten kann, weiß natürlich Huawei-Chef Richard Yu. Deswegen musste das neue Flaggschiff, das er wie üblich mit einem breiten Grinsen auf der Bühne in der Hand hielt, der Konkurrenz aus Cupertino und Seoul mindestens ebenbürtig sein. Und das P20 Pro ist mehr als das.

          Huawei hat in Paris zwei Versionen seines High-End-Smartphones vorgestellt. Apple und Samsung fügen dem Namen der besseren und größeren Variante ein „Plus“ oder „+“ hinzu, die Chinesen haben sich für ein „Pro“ entschieden. Und das P20 Pro ist der Star, der neue Maßstäbe auf dem Markt setzt. Das fängt bei der Ausstattung an. Mit 6 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte internem Speicher spendieren sie ihrem Smartphone mehr Bytes als es die direkte Konkurrenz bei ihren Geräten tut. Das Display hat üppige 6,1 Zoll und der Akku 4000 mAh, der somit für die meisten Nutzer zwei Tage Energie liefern dürfte. Huaweis eigener Prozessor Kirin 970 ist nicht brandneu, die Chinesen haben ihn schon im Mate 10 Pro eingebaut. Die CPU kommt mit einem eigenen KI-Prozessor, dessen Dienste momentan im Wesentlichen von der Kamera genutzt werden.

          Da nahezu alle Hersteller die Kamera ihrer Smartphones in den Fokus rücken, setzt auch Huawei weiterhin auf seine Kooperation mit Leica und hat in Paris eine Weltpremiere vorgeführt: die Triple-Kamera. Schaut man auf die Rückseite wird klar, dass es eine Dual-Kamera plus dritter Linse ist. Letztere ist ausschließlich für Monochrom-Aufgaben zuständig. Huawei hält also an dieser Besonderheit fest, die das Unternehmen vor zwei Jahren mit dem P9 eingeführt hat. Der Monochrom-Sensor erreicht eine Auflösung von 20 Megapixel und hat eine Blende von f/1.6, sodass Nutzer anspruchsvolle Schwarz-weiß-Fotos gerade bei wenig Licht machen können.

          ... sondern auch das P20 Pro mit neuer Kamera und in neuer Farbe. Bilderstrecke

          Die Dual-Kamera für farbige Bilder hat es in sich: Die obere Linse ist ein Teleobjektiv mit 80 Millimeter Brennweite. Mit ihr gelingt ein dreifacher optischer Zoom. Die Auflösung ist dann auf 10 Megapixel limitiert. Die Blende von f/2.4 ist für diese Optik Standard und fängt viel, aber nicht übermäßig viel Licht ein. In dunklen Räumen sollte man das Zoomen lassen und sich auf die Fähigkeiten der zweiten Linse verlassen (die Dualkamera arbeitet letztlich als Einheit, der Nutzer kann sich nicht für eine Optik entscheiden). Der „RGB-Sensor“ schafft rekordverdächtige 40 Megapixel, die Blende von f/1.8 ist sehr lichtstark, auch wenn sie nicht ganz an die von Samsung S9+ heranreicht. Huawei verspricht einer bessere Farbwiedergabe wegen des „speziellen“ ISP-Bildprozessors und des Farbtemperatursensors. Wie sich dies im Bild zeigt, wird der ausführliche Test beweisen müssen.

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