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Biometrische Gesichtserkennung : Mein Gesicht gehört mir nicht

Man fühlt sich unbeobachtet und wird doch fortwährend vermessen: Gesichtserkennung im Einsatz auf der amerikanischen Consumer Electronics Show im Januar in Las Vegas. Bild: JOE BUGLEWICZ/Laif

Biometrische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verspricht spektakuläre Fahndungsergebnisse. Noch schlägt sie zu häufig Alarm.

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          Supercomputer werten in Echtzeit die Live-Videos aus Hunderttausenden Kameras aus. Die Kameras sind überall. Man sieht sie an Straßen und Kreuzungen, an privaten Gebäuden, Verwaltungen, Schulen und Bahnhöfen. Die Idee: eine Komplettüberwachung des öffentlichen Raums und die Identifizierung gesuchter Personen. Zu diesem Zweck gleichen die Rechner durch Gesichtserkennung die in ihren Systemen hinterlegten Fotos mit den Echtzeitaufnahmen ab. Sobald ein Treffer vorliegt, kann die Polizei einschreiten. So funktioniert das derzeit in China aufgebaute Überwachungssystem.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Gesichtserkennung ist einer ihrer wichtigsten Bausteine, dazu kommt die digitale Sozialkontrolle mit einem Punktesystem. Die Gesichtserkennung scheint zu funktionieren, es gibt ungezählte Erfolgsmeldungen der Behörden. Die spektakulärste war im April 2017 die Verhaftung eines Mannes inmitten eines Konzerts mit 50.000 Menschen im südostchinesischen Nanchang. Als die Polizei den Verdächtigen aus der Menge zog, war er „bleich und schockiert“. Er wäre niemals zu dem Konzert gegangen, wenn er gewusst hätte, dass die Polizei ihn so einfach identifizieren könne, sagte er.

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