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Bilanz des Mobile World Congress 2011 : Barcelona im Zeichen der grünen Androiden

In Barcelona zeigten die Hersteller jede Menge interessanter Produkte Bild:

Auf der Mobilfunkmesse in Barcelona dreht sich alles um die „Ökosysteme“ der unterschiedlichen Betriebssystem-Plattformen. Vor allem drei spektakuläre Produkte mit Android 3.0 (Honeycomb) waren dort zu bewundern.

          6 Min.

          Keine Handy-Messe, sondern ein Wettstreit der Betriebssysteme jener mobilen Geräte, mit denen man ins Internet geht: So könnte man knapp die Ergebnisse des Mobile World Congress in Barcelona zusammenfassen. Alles dreht sich um die „Ökosysteme“ der unterschiedlichen Betriebssystem-Plattformen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Nein, Apple war natürlich nicht in Barcelona vertreten, aber an den Erfolg des iPad wollen nun alle großen Mitbewerber anknüpfen. Die erste Runde bei den Flachcomputern ging ganz klar an Apple, jetzt startet die zweite mit einem neuen Betriebssystem, das wir hier schon vorgestellt haben: Android 3.0 ist eigens auf Tablet PCs mit größerer Bildschirmfläche zugeschnitten. Es ist übersichtlicher und erlaubt vor allem die Darstellung einzelner Programme in getrennten Fenstern. Und es bietet im Gegensatz zu Apples iOS ein uneingeschränktes Multitasking.

          Drei spektakuläre Produkte mit Android 3.0, das den Beinamen Honeycomb trägt, waren in Barcelona zu bewundern. Samsung ergänzt seinen kleinen Tablet PC namens Galaxy Tab um einen großen Bruder. Er passt nun wirklich nicht mehr wie das erste Modell in die Sakkotasche, sondern hat die Standardmaße eines flachen Tablettcomputers: 25 x 17 x 1,1 Zentimeter und eine Bildschirmauflösung von 1280 x 800 Pixel. Das Galaxy Tab 10.1 setzt, wie fast alle Mitbewerber, auf einen Zweikernprozessor, der hier mit 1 Gigahertz getaktet ist. 16 oder 32 Gigabyte Speicher sind an Bord, ein Speicherkarten-Laufwerk sucht man indes vergeblich. Den Kontakt zum Internet stellen Wireless-Lan und die eingebaute Mobilfunkeinheit her, letztere ist dank des UMTS-Turbos HSDPA superschnell, maximal wird ein Tempo von bis zu 21,6 MBit/s erreicht.

          Samsung Galaxy S II

          Das Gerät ist nur 11 Millimeter dick und etwas leichter als das iPad, Samsung gibt 600 Gramm an. Im Unterschied zum iPad bringt das neue Galaxy Tab 10.1 zwei Kameras mit, die bessere löst mit 8 Megapixel auf. So gelingen dann vermutlich auch Videotelefonate, während die Sprachtelefonie über Mobilfunknetze nicht vorgesehen ist. Von April an kommt das Samsung in den Handel, der Preis steht noch nicht fest.

          Ähnliche Erfahrungen mit dem Motorola Xoom

          Wer Android 3.0 in Barcelona ausprobieren konnte, musste sich ein wenig umgewöhnen, denn im Unterschied zu Android 2.2 oder 2.3 für Smartphones fehlen liebgewonnene Hardware-Tasten, und manche virtuelle Schaltfläche findet sich nicht mehr an der gewohnten Stelle. Fast alle Journalisten nörgelten, aber noch ist das Betriebssystem nicht ganz fertig. Ähnliche Erfahrungen mit dem Motorola Xoom: Dieser Android-3.0-Bolide wurde bereits Anfang Januar in Las Vegas vorgestellt, allerdings konnte man ihn noch nicht ausprobieren. Er kommt noch in diesem Monat in den amerikanischen Handel und ist derzeit für sündhaft teure 1200 Dollar gelistet. Das mag aber ein Versehen sein, offiziell hat sich Motorola noch nicht geäußert. Hier sind zwei Versionen vorgesehen, mit und ohne UMTS.

          In Sachen Bildschirmauflösung und Prozessor folgt das Xoom den Standards (Zweikern-CPU mit 1 Gigahertz, 1280 x 800 Pixel). Auch hier darf man sich über zwei Kameras (5 und 2 Megapixel) und 32 Gigabyte Speicher freuen. Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von zehn Stunden an. Ein SD-Kartenschacht ist bereits eingebaut, aber mit der ersten Software-Version noch nicht nutzbar. Das Xoom wiegt 730 Gramm und soll im zweiten Quartal den Weg nach Europa finden. In Amerika ist es „Android pur“, während man hierzulande die umstrittene Motoblur-Erweiterung hinnehmen soll.

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