https://www.faz.net/-gy9-9hidy
Bildbeschreibung einblenden

Bargeldloses Bezahlen : Apple Pay startet in Deutschland

Ein Mann bezahlt im Oktober 2016 in Moskau mit dem Bezahldienst Apple Pay Bild: Reuters

Kontaktloses Bezahlen mit dem iPhone oder der Apple Watch: Bislang ging das nur im Ausland. Von diesem Dienstag an ist Apple Pay auch in Deutschland verfügbar.

          Am heutigen Dienstag startet Apple Pay in Deutschland und erlaubt damit bargeldloses Bezahlen mit der Nahfunktechnik NFC. Mit kurzem Auflegen der Kreditkarte am Supermarktterminal bezahlen, das funktioniert schon lange. Es klappt auch mit dem Smartphone oder einer Sportuhr, Stichwort: Google Pay, Garmin Pay.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          So funktioniert Apple Pay: Auf dem iPhone mit Face ID drückt man zweimal hintereinander die rechte Seitentaste, entsperrt das Gerät über die Gesichtserkennung oder den Code und hält es anschließend über das Bezahlterminal. Bei einem älteren iPhone oder iPad mit Touch ID legt man den Finger auf den Homebutton und führt dann das Gerät zum Terminal. Mit der Apple Watch wird der Bezahlvorgang ebenfalls mit zweimaligem Betätigen der Seitentaste gestartet.

          Apple Pay gibt es seit 2014 in einigen Dutzend Ländern der Welt, es gilt als sehr sicher, und es ist bislang nicht ein einziger Fall von Missbrauch oder Betrug bekannt. Vor dem Bezahlen muss in der App „Wallet“ eine virtuelle Kredit- oder Debitkarte der Bank hinterlegt sein, über welche der Vorgang abgewickelt wird.

          In der Apple-Welt kann man nur mit Apple Pay bezahlen. Denn das iPhone verfügt über einen speziellen Sicherheitschip, „Secure Enclave“, der vom Betriebssystem abgetrennt ist. Dieser Datenbereich wird von Apple nicht für Dritte freigegeben, so dass es auch keine NFC-Bezahlapps von Dritten geben kann. Im Bezahlvorgang sendet Apple mit der Nahfunktechnik NFC einen Token an das Terminal. Dieser Token ist eine nur einmal verwendete Nummer, in der die Daten der hinterlegten Bankkarte verschlüsselt eingetragen sind. Apple gibt weder die Kartennummer noch die Identität des Kunden an den Händler weiter.

          Apple speichert auch keine Daten zu Transaktionen. Das ist ein Unterschied zu Google, das sich in seinen Geschäftsbedingungen für Google Pay ausdrücklich die Auswertung der Käufe genehmigen lässt. Apple Pay kann Kunden- oder Bonuskarten berücksichtigen, dann lässt sich allerdings der Kunde vom Händler identifizieren.

          Mit Apple Pay kann man ab sofort an allen 800.000 NFC-Terminals in Deutschland bezahlen. Bloß spielen bisher nur wenige Banken mit. Die Deutsche Bank, die Hypovereinsbank, Santander und viele Smartphone-Banken wie N26 sind von Anfang an dabei - doch auch die Kreditkarten Anbieter Visa, American Express und Mastercard.

          Nach Gerüchten verlangt Apple von den Banken bei einer Transaktionssumme von 100 Euro rund 10 Cent Provision. Außerdem, so heißt es, gebe es eine Grundgebühr von einem Euro je Karte und Jahr für jede in der Wallet hinterlegten Karte. Spielt die eigene Bank nicht mit, richte man sich ein Zweitkonto etwa bei N26 oder Vimpay ein. Der Autor zahlt seit Monaten problemlos mit der Garmin-Uhr und Vimpay.

          Weitere Themen

          Mit Grüßen aus Paris nach Bayern

          DS 3 Crossback : Mit Grüßen aus Paris nach Bayern

          Der DS 3 Crossback unternimmt mit eigenständigem Design und Pariser Chic den Versuch, gegen Audi Q2 oder Mini Countryman zu punkten und die Konkurrenz zu ärgern.

          Ein guter Freund Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht : Ein guter Freund

          Der Citroen C5 Aircross ist am ehesten eine Mischung aus SUV und Minivan. Neben ein paar kleinen Mängeln überzeugt er durch seinen hohen Komfort und seine freundliche Art.

          Topmeldungen

          Neuanfang der Nationalelf : Wie soll das gehen?

          Die jungen Nationalspieler sollen frei und unbeschwert aufspielen, alle mitreißen und den schwerfälligen Tanker DFB von allem Mief befreien. Doch beim Neuanfang der Nationalelf gibt es ein gravierendes Problem.

          Kreuzfahrtschiff in Sicherheit : „We made it“

          Das vor der Küste Norwegens in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff ist sicher in einem Hafen angekommen. Viele Passagiere stehen unter Schock: „Ich musste an die Titanic denken“, sagt einer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.