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Arlo Security Light im Test : Wem ein smartes Licht aufgeht

Bei Bewegung Licht: Arlo-System Bild: Hersteller

Das Security Light von Arlo hat einen Bewegungsmelder und ist mit dem Heim vernetzt. Die Leuchte ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft des smarten Heims.

          Ein Außenlicht mit Bewegungsmelder gibt es im Baumarkt für weniger als 50 Euro. Wenn Arlo ein „Security Light“ mit genau dieser Funktionalität für den stolzen Preis von 150 Euro auf den Markt bringt, fragt man sich, wo die Besonderheit liegt. Arlo war früher die Sparte für Sicherheitstechnik unter dem Dach von Netgear. Nun ist das Unternehmen eigenständig und spezialisiert sich auf das vernetzte Heim inklusive Sicherheits- und Überwachungstechnik.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das Security Light arbeitet perfekt mit den Arlo-Überwachungskameras zusammen, das ist die Finesse, und damit entstehen interessante Szenarien. Wenn zum Beispiel das Security Light einen Besucher auf dem Weg zum Haus entdeckt, kann es die Überwachungskamera vor der Haustür scharfschalten, so dass der Besucher oder Einbrecher in den Blick gelangt. Oder man schaltet mehrere Lampen in Reihe: Erkennt die erste die Annäherung einer Person, schaltet sie freundlicherweise gleich die nächste ein, damit der Besucher auch einige Meter weiter nicht im Dunkeln tappen muss.

          Wie die Arlo-Kameraaugen arbeitet auch das Security Light mit einem wechselbaren Akku, der einige Wochen durchhält. Die Lampe ist wetterfest nach Schutzklasse IP 65, die LED-Lampe erreicht bis zu 400 Lumen, der Bewegungssensor soll sieben Meter erfassen können. Beim Auspacken gibt es eine Überraschung: Eine W-Lan-Brücke, Bridge, gehört zum Paket dazu und muss zwingend eingesetzt werden. Selbst dann, wenn man für die Überwachungskameras von Arlo schon die zugehörige Basisstation verwendet. So sind also zwei Steckdosen im Haus belegt.

          Kinderleichte Einrichtung

          Die Inbetriebnahme der Lampe erfolgt mit der App und ist kinderleicht. Anschließend kann man auf dem Smartphone oder im Web-Browser diverse Einstellungen tätigen, etwa die Helligkeit festlegen, Leuchtdauer, Lichtfarbe und anderes. Das ausgefuchste Regelsystem weiß zu überzeugen. So lassen sich nach Erkennung einer Bewegung auch Aktionen ohne Licht programmieren. Wer die Arlo-Sicherheitstechnik mit Geofence nutzt, also den Alarm für Haus und Hof automatisch mit Smartphone-Ortung ein- und ausschalten lässt, kann das Security Light so einstellen, dass Bewegungserkennung und Licht auch dann aktiv sind, wenn man zu Hause ist.

          Ferner ist das Security Light im Automatisierungsdienst IFTTT nutzbar, man kann also Regeln programmieren wie diese: Wenn draußen Bewegung erkannt wird, rufe ein Handy an, schalte im Haus die Beleuchtung, die Klimaanlage oder die Heizung ein. Die betreffenden Komponenten müssen nicht von Arlo sein, es reicht aus, dass sie IFTTT unterstützen.

          Dank Akku kann man die Lampe auch dort anbringen, wo kein Stromanschluss vorhanden ist. An der Rückseite befindet sich ein ¼-Zoll-Schraubgewinde für die Befestigung an der mitgelieferten Halterung oder einer beliebigen anderen aus dem Baumarkt. Wer eine permanente Stromversorgung sicherstellen will, erwirbt ein Outdoor-Ladegerät mitsamt Kabel – oder nimmt von Arlo das 100 Euro teure Solarpanel mit Photovoltaik. Wir befestigten die Lampe ungefähr zwei Meter von einem kleinen Weg entfernt. Die kniffeligste Übung bestand darin, die Empfindlichkeit so einzustellen, dass die Lampe sich nur bei Annäherung einer Person einschaltete, aber nicht bei den sich im Wind bewegenden Ästen entlang des Weges. Man rechne mit einigem Zeitaufwand.

          Dass die Lampe heller sein könnte, sei als Kritikpunkt nicht verschwiegen. Insgesamt gesehen ist uns bei der Beschäftigung mit ihr gleich mehrfach ein Licht aufgegangen: Man merkt, dass sich aus vernetzten Systemen ein riesiges Potential ergibt. So gesehen ist die Arlo-Leuchte auch ein Vorgeschmack auf die Zukunft des smarten Heims.

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