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AR-Sticker auf Android : Und plötzlich steht ein Stormtrooper im Büro

Hier entlang! Stormtrooper zu Besuch im Büro Bild: Dettweiler

Google bringt verblüffende Augmented Reality in sein Android 8.1. Einfach die Kamera-App starten und schon kommen ein paar Bekannte aus Star Wars zu Besuch.

          Ein Video, in dem ein Stormtrooper im Flur steht und den Arm drohend Richtung Chef-Zimmer hebt, ist heutzutage nichts außergewöhnliches. Schließlich gibt es genügend solcher Kostüme. Wenn allerdings die Droiden R2-D2 und BB8 vorneweg rollen, wird es technisch aufwendig. Spätestens als der X-Wing-Fighter wie eine Drohne im Hintergrund schwebte, wird klar: Da stimmt etwas nicht. Das Video ist mit dem Pixel XL 2 von Google entstanden.

          AR-Sticker nennt sich die Funktion, die seit dem Update auf das Betriebssystem Android 8.1 in die Kamera-App integriert ist. Die „erweiterte Realität“ ist dort im Menü zu finden, wo Zeitlupe, Panorama, Porträt und anderes ausgewählt werden kann. Dann klappt am oberen Rand eine Leiste mit fünf Themen auf, von denen jedes etwa acht Sticker bereit hält.

          Mit dem Finger zieht man das digitale Objekt in die reale Umgebung, welche durch die Kameralinse und somit auf dem Bildschirm zu sehen ist. Dort landen dann Droiden, tanzende Donuts, rotierende Champagnerflaschen auf Tisch, Stuhl, Schrank oder Boden. Es lässt sich entweder ein Foto oder Video aufnehmen.

          Mit Kollege Schmidt beim Kaffeeplausch Bilderstrecke

          Anwendungen mit Augmented Reality erobern mittlerweile die Smartphones. Sony hatte auf der IFA auf seinem Xperia XZ1 eine ähnliche vorgestellt, Apple wirbt gerade in Fernsehspots für seine Animojis auf dem iPhone X und die AR-Sticker von Google gibt es seit Ende der vorherigen Woche. Bisher können sie nur Besitzer der hauseigenen Google-Smartphones einsetzen, weil die neueste Version von Android noch für andere Geräte bereitsteht.

          Die Sticker funktionieren erstaunlich gut. Ein Video mit mehreren Akteuren erfordert ein bisschen Inszenierungskunst, damit sich die einzelnen Objekte nicht über den Weg laufen, was einem die Illusion nimmt. In schlecht beleuchteten Räumen bekommt etwa BB8 eine etwas blasse Erscheinung, sodass der Droide nicht mehr ganz so echt wirkt. Wer sein Smartphone in die Hände seines Kindes gibt, bekommt es so schnell nicht zurück.

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