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Apples neues MacBook Air : Die Luft wird dünner bei Apple

Das neue MacBook Air Bild: Hersteller

„Back to the mac“: Steve Jobs präsentiert das neue Apple-Betriebssystem Mac OS X „Lion“ ebenso wie das rundum erneuerte MacBook Air. Es sei wieder mal „das dünnste Notebook“. Und Apple-Chef Jobs hatte noch mehr im Gepäck.

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          Vor knapp drei Jahren stellte Steve Jobs mit dem MacBook Air das „dünnste Notebook der Welt“ vor. An diesem Mittwochabend präsentiert der Apple-Chef nun „das dünnste Notebook, das Apple jemals gemacht hat“. Es ist das neue MacBook Air. Eine neue Version dieses Apple-Notebooks war längst fällig. Denn seit jener Zeit geht bei vielen Herstellern der Trend zu kleinen, leichten Notebooks. Netbooks haben sich etabliert im Bereich der mobilen Computer. Es gibt viele davon und sie sind schon ab 300 Euro zu haben. Vielleicht wurde deshalb das MacBook Air bisher nicht zu Apples Verkaufsschlager: zu teuer und zu viele Alternativen.

          Steve Jobs sprach in seiner Keynote bei der Veranstaltung „Back to the mac“, als er das neue MacBook Air präsentierte, von einer Kreuzung aus MacBook und iPad. Apple habe das beste aus den beiden erfolgreichen Produkten verschmelzen wollen. Herausgekommen ist ein rundum erneuertes MacBook Air, das zugeklappt an der dicksten Stelle 17 und an der dünnsten Stelle knapp 3 Millimeter misst. Es wiegt lediglich 1,3 Kilogramm. Das Unibody-Gehäuse aus Alu wirkt nun noch stärker als schmaler, silberner Keil, weil die Kanten nicht so stark abgerundet sind wie bei seinem Vorgänger. Und: Das Gerät hat jetzt zwei USB-Anschlüsse.

          Das MacBook Air gibt es nun in zwei Varianten: „Der größere Bruder“ (32,5 Zentimeter x 22,7 Zentimeter) hat ein 13,3-Zoll-Display in einer Auflösung von 1440 x 900 Pixel, im Innern arbeitet ein Intel Core 2 Duo-Prozessor und für die Grafik ein Nvidia GeForce 320m. Das Trackpad aus Glas versteht Gesten mit bis zu vier Fingern. Eine Kamera ist abermals eingebaut. Die bisherige, sehr teure Option, das MacBook Air mit einem Flash-Speicher zu betreiben, ist jetzt Standard und er ist zudem anders im Inneren verstaut. Der Akku, der ziemlich viel Platz im Gehäuse einnimmt, soll im Stand-by 30 Tage und im „Wireless Web“-Betrieb 7 Stunden halten. Das ist im Vergleich zu anderen Notebooks sehr lange, aber diese Akkuleistung ist nicht einsame Spitze.

          Das MacBook Air kommt als kleiner und großer Bruder
          Das MacBook Air kommt als kleiner und großer Bruder : Bild: AFP

          „Der kleine Bruder“ (30 x 19 Zentimeter) des MacBook Air hat eine Display-Größe von 11,6 Zoll und wiegt dadurch nur ein Kilogramm. Die Auflösung ist etwas schwächer: 1366 x 768 Pixel. Ebenso der Akku: Er hält 5 Stunden im aktiven Betrieb durch. Das kleine MacBook Air ist logischerweise das günstigere. Für 999 Euro (mit 64 Gigabyte) ist es ab sofort zu haben. Der größere Bruder kostet 1299 Euro (mit 128 Gigabyte). Für 150 beziehungsweise dreihundert Euro mehr gibt es bei den beiden Modellen jeweils doppelt so viel Speicherplatz. Eigentlich ist es der kleinere Bruder, der somit in Konkurrenz zu den Netbooks tritt. Allerdings nicht im Preis: Die meisten Netbooks kosten gerade mal die Hälfte.

          Zurück zum Mac

          Das neue MacBook Air war Steve Jobs' „one more thing“. Zuvor stellte der Apple-Chef Neuheiten hinsichtlich der Software vor. Die wichtigste Weiterentwicklung wird man allerdings erst im Sommer 2011 im breiten Einsatz sehen können. Dann wird nach den letzten Mac OS X-Versionen Panther, Tiger, Leopard und Snow Leopard „Lion“, also Mac OS X 10.7, zu kaufen sein. Weder Name noch Nachricht sind überraschend. Schließlich verriet das Logo zum „Back to the mac“-Event, dass so etwas kommen musste. Hinter dem Apple-Zeichen war ein Löwe zu erkennen.

          Neu an „Lion“ ist die Verschmelzung von Mac OS X und iOS, dem Betriebssystem von iPad und iPhone. Deswegen sei das Motto „Back to the mac“ gewesen, sagte Jobs. Die Innovationen vom iPad, etwa die Bedienung durch Apps, würden zu Mac OS X zurückgeführt. Jobs zeigte, wie sich mit Multi-Touch-Gesten das Mac-Betriebssystem noch einfacher und übersichtlich bedienen lässt. Ein weiteres Beispiel: Der erfolgreiche App Store wird in den nächsten drei Monaten auch für den Mac zur Verfügung stehen. So können etwa Mac-Programme als Apps heruntergeladen werden.

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