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Apples Macbook Air im Test : Im Flash-Speicher liegt der Unterschied

Nur 30 × 19,2 Zentimeter Grundfläche beansprucht das von uns erprobte kleine Modell Bild: Hersteller

Es ist leicht, es ist dünn und es ist verdammt schnell. Das ist die eigentliche Sensation des neuen Macbook Air von Apple. Das Notebook ist ein Objekt der Begierde, das man einfach haben muss. Ein Praxistest von Michael Spehr.

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          Man kann sich dem neuen Macbook Air der zweiten Generation auf verschiedenen Wegen nähern. Da ist bei diesem Mini-Notebook zunächst die typische Begeisterung, wie sie sich bei vielen Apple-Produkten einstellt. Der Air ist kein gewöhnlicher Notebook, kein simples Arbeitsgerät und kein technisches Produkt, das man im Labor mit anderen vergleichen könnte. Er ist eine Versuchung. Er kann einen blenden und betören. Er ruft Entzücken hervor, er ist ja so klein und leicht. Er hat trotzdem eine gute Tastatur in Normalgröße und ein hervorragendes (wenngleich spiegelndes) Display im Breitbildformat.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Im Reisegepäck fällt er kaum auf, und das Design mit klaren Linien ohne Schnörkel ist atemraubend. Da gibt es eben nicht das übliche Durcheinander von Tasten und Anschlüssen, sondern lediglich die glatte Silberhaut des robusten Aluminiumgehäuses. Der Macbook Air ist ein Traum von Notebook, ein Objekt der Begierde, das man einfach haben muss.

          Die Neuauflage kommt in zwei Varianten, wahlweise mit 11- oder 13-Zoll-Display. Nur 30 × 19,2 Zentimeter Grundfläche beansprucht das von uns erprobte kleine Modell, es ist 0,3 bis 1,7 Zentimeter dünn und wiegt gerade mal ein Kilogramm. Also ein Macbook, das quasi nur etwas breiter als ein iPad ist. Beim 13-Zöller bekommt man 300 Gramm mehr bei Maßen von 32,5 × 22,7 Zentimeter und identischer Stärke. Beide Geräte sind leichter als das erste Macbook Air (1,4 Kilo) und in Sachen Konnektivität alles andere als üppig bestückt: Zweimal USB und der Mini-Display-Port für den Anschluss eines externen Monitors sind alles. Zugegeben, man kann einen Kopfhörer anschließen, es gibt Stereolautsprecher sowie ein kleines Mikro. Aber nur der große Air kommt mit einem Laufwerk für SD-Karten.

          So schön kann der Flachmann sein
          So schön kann der Flachmann sein : Bild: Hersteller

          Ferner fehlen Firewire, Ethernet-Lan und ein optisches Laufwerk. Wireless-Lan, Bluetooth und eine Webcam sind hingegen eingebaut – eine sparsame Ausstattung unter dem Primat des Designs. Den Akku kann der Anwender nicht wechseln, und der Arbeitsspeicher der Basisversionen (2 Gigabyte) lässt sich maximal nur bis 4 Gigabyte aufstocken. Wie gehabt lässt sich der Bildschirm nur begrenzt nach hinten klappen, und es fehlt die für Apple typische Hintergrundbeleuchtung der Tastatur.

          Schöne Technik für einen scheinbar hohen Preis

          An dieser Stelle könnte man also ein erstes Fazit ziehen: Wer sich für die überarbeiteten Leichtgewichte von Apple entscheidet, bekommt in erster Linie schöne Technik für einen scheinbar hohen Preis: 1000 Euro kostet der 11-Zöller, mindestens 1300 Euro der größere. Schon hören wir die Polemik, dass man für so viel Geld doch zwei oder drei Windows-Netbooks mit mehr Schnittstellen und Funktionen bekomme, dass Apple wieder mal unverschämt teuer sei, und überhaupt. Bevor man sich auf dieses Lamento einlässt, sollte man indes einen Blick auf die inneren Werte richten.

          Zunächst das Display. Schon der 11-Zöller bietet mit 1366 × 768 Pixel fast die Auflösung des 13-Zoll-Macbook Pro mit seiner konventionellen Bauform. Also viel Inhalt auf kleiner Fläche. Und beim 13-Zoll-Air erreicht die Bildschirmauflösung genau die 1440 × 900 Pixel des 15-Zoll-Macbook-Pro, der 1750 Euro kostet. Aus dieser Perspektive können die neuen Air-Modelle ihren großen Geschwistern die Show stehlen, und das gilt sogar für die Arbeitsgeschwindigkeit. Die Prozessorleistung allein macht es bekanntlich nicht. Die neuen Flachmänner kommen mit gemütlichen Core-2- Duo-Prozessoren bis 2,13 Gigahertz und hauen einen nicht vom Hocker.

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