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Mehr Display bringt mehr : Die neue Kraft der jungen Größe

Zeit für die neue Generation: Die Apple Watch Series 7 hält einige Verbesserungen bereit. Bild: Apple

Die Apple Watch Series 7 zeigt im ersten Test: Die verbesserte Anzeige und das Schnellladen sind Pluspunkte. Aber die Software ist noch nicht perfekt.

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          Kann man das iPhone auch mal zuhause lassen? Wer die Apple Watch trägt, mag diese Frage bejahen, sofern die smarte Uhr aus Cupertino mit Mobilfunkmodul und E-Sim ausgerüstet ist. Seit jeher lässt sich mit ihr in guter Akustik telefonieren, sie zeigt zudem neue E-Mails oder Push-Nachrichten von iMessage und Signal. So ist die Apple Watch im Laufe der Jahre auch zu einem Mini-Smartphone fürs Handgelenk geworden.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Nun wird die Uhr aus Cupertino in dieser Hinsicht ein bisschen besser. Die Apple Watch Series 7 kommt vom 15. Oktober an in den Handel, und wir konnten sie bereits ausprobieren. Die Neuerungen fallen in diesem Jahr eher klein aus, wenn man mit der Vorgängerin Series 6 vergleicht. Es gibt keine neuen Sensoren, der Prozessor heißt zwar anders, arbeitet aber nicht schneller und die Unterstützung des Mobilfunkstandards 5G fehlt.

          Wer die Series 7 in die Hand nimmt und mit den Vorgängermodellen vergleicht, erkennt indes sofort, dass der schwarze Rand ums Display verringert wurde, und zwar um 40 Prozent im Vergleich mit der Series 6 auf nunmehr 1,7 Millimeter. Diese Maßnahme bringt einiges, nämlich eine größere Displayfläche und die Anzeige von mehr Informationen. Dass das Display üppiger wurde ist auch der insgesamt größeren Bauform geschuldet. Die Höhe der Uhr wächst auf 41 und 45 Millimeter, es gibt wie gehabt zwei Größen. Das Display erreicht damit eine Auflösung von 352 x 430 Pixel bei der kleinen Version und 396 x 484 Pixel bei der großen. Die Anzeige der Series 7 ist heller geworden: 1000 Nit, wenn sie aktiviert ist und selbst im Ruhemodus, der Uhrzeit und andere Daten mit geringerer Intensität zeigt, werden noch immer 500 Nit erreicht. Das ist mehr als manches Notebook schafft.

          Die größere Anzeige zeigt mehr Inhalte

          Nun sieht man deutlich mehr, etwa bei iMessage oder E-Mail oder der Navi-Karte, und es gibt neue Zifferblätter, die mehr Informationen mit den entsprechenden Komplikationen bieten. Einige ältere Zifferblätter wiederum müssten besser an die höhere Auflösung angepasst werden, das hat Apple leider versäumt. Als besonderen Pluspunkt stellt der Hersteller heraus, dass man nun auch ein Mini-Keyboard zum Tippen von Nachrichten oder E-Mails verwenden oder mit der Fingerbewegungstechnik Swype Worte malen kann. Eine KI berichtigt kleine Fehler automatisch. Das alles funktioniert derzeit aber nur mit der englischen Sprache. Deutsch wird angezeigt, aber nicht unterstützt. Es soll angeblich funktionieren, wenn man die Systemsprache der Uhr auf Englisch umschaltet, aber wir hatten mit diesem Trick keinen Erfolg.

          Zu früh gefreut: Neben dem Mini-Keyboard lassen sich Worte über die Fingerbewegungstechnik Swype malen. Ein Pluspunkt – sofern man auf Englisch schreibt. Deutsch wird noch nicht unterstützt.
          Zu früh gefreut: Neben dem Mini-Keyboard lassen sich Worte über die Fingerbewegungstechnik Swype malen. Ein Pluspunkt – sofern man auf Englisch schreibt. Deutsch wird noch nicht unterstützt. : Bild: Apple

          Die neue Bauform ist kompatibel zu den alten Armbändern, die sich ohne Werkzeug wechseln lassen. Blickt man allerdings seitlich auf die Series 7 mit einem alten Armband, sieht man sofort, dass dem Anstoß die entsprechende Breite fehlt. Das wirkt sehr unschön.

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