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Apple Watch Series 6 im Test : Wie die Stunde schlägt

Jetzt auch in Rot: Apple Watch Series 6. Bild: Hersteller

Sie misst jetzt auch den Sauerstoffanteil im Blut: Wie gut ist die neue Apple Watch Series 6 und ihre kleine Schwester, die Watch SE?

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          Die seit fünf Jahren erhältliche Apple Watch ist eines der Zugpferde des amerikanischen Konzerns; mit ihr wurde er zum größten Uhrenhersteller der Welt. Alljährlich wird mit dem jeweils neuen iPhone auch eine verbesserte Apple Watch präsentiert. 2020 ist Corona-bedingt alles anders: Die Apple Watch Series 6 kommt vor dem iPhone 12, und es gibt eine weitere Modellvariante, die Watch SE. Wir haben beide ausprobiert.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Series 6 ist optisch kaum von Series 4 und 5 zu unterscheiden, hat allerdings einen schnelleren Prozessor, der 20 Prozent mehr Leistung bringen soll. Man merkt es unter anderem an der Reaktionsgeschwindigkeit auf Eingaben und beim Hochfahren. Die Anzeige ist wie jene der Series 5 „always on“, also auf Wunsch permanent eingeschaltet, sie reduziert die Darstellung im Ruhezustand minimal. Das Display ist deutlich heller geworden, im Einsatz draußen bei Sonnenschein ist das klar erkennbar.

          Wie gehabt ist die Series 6 in zwei Größen mit einer Höhe von 40 und 44 Millimetern erhältlich, bisherige Armbänder lassen sich weiterverwenden. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, Edelstahl oder Titan, eine teure Keramikvariante gibt es nicht mehr. Das kleinste Modell aus Aluminium startet bei 420 Euro, für die Variante in Edelstahl zahlt man mindestens 710 Euro, Titan ist ab 810 Euro erhältlich. Die teureren Varianten haben ein Mobilfunkmodul eingebaut, das nicht nur für Daten und SMS gedacht ist, sondern auch Telefonie allein mit der Uhr in bester Akustik erlaubt. Erstmals gibt es eine Apple Watch in den Farben Rot und Blau. Wir bekamen zum Test eine Uhr im goldfarbenen Edelstahlgehäuse. Im Vergleich zur Series 5 fällt der Goldfarbton deutlich heller und damit dezenter aus.

          Bunte Mischung: Die Apple Watch SE zum kleinen Preis.
          Bunte Mischung: Die Apple Watch SE zum kleinen Preis. : Bild: Hersteller

          Die E-Sim zieht mit um

          Die erste große Überraschung während der Einrichtung war die nahezu automatische Übernahme unserer Mobilfunk-E-Sim aus der alten Uhr in die neue. Bislang musste man mit jedem Wechsel von seinem Netzbetreiber ein neues E-Sim-Profil anfordern.

          Alles andere bleibt mit der Series 6 zunächst wie bei den Vorgängern: Die Apple Watch ist eine Generalistin, die Nachrichten des Handys anzeigt, viel Kommunikation ganz ohne iPhone möglich macht, Sporteinheiten aufzeichnet und sich mit der Messung von Vitalparametern als Gesundheitscoach profilieren will. Wer eine Sportuhr mit Profi-Funktionen und viel Analytik sucht, ist bei Garmin besser aufgehoben. Aber im Gesundheitssektor ist Apple stark wie nie. Nicht nur mit der hier ebenfalls verfügbaren Aufzeichnung eines Einkanal-EKGs, das zuverlässig Vorhofflimmern erkennt.

          Neu ist die Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes mit optischen Sensoren. Das können andere Sportuhren schon lange, aber Apple macht es besser und schneller. Während man bei Garmin oder Samsung rund eine Minute je Messung rechnen darf und ein Großteil der Versuche scheitert, legt die Apple Watch ihr Ergebnis nach 15 Sekunden vor und bricht eher selten mit einem Fehler ab.

          So wird der Sauerstoff gemessen

          Allerdings ist die Aussagekraft der Pulsoximetrie begrenzt. Gesunde Menschen haben Werte zwischen 90 und 100 Prozent. Liegt man darunter, merkt man es auch ohne Messung und Uhr. Eine kontinuierliche Erfassung ist also nicht erforderlich. Andererseits kann eine nächtliche Messung der Sauerstoffsättigung auf Phasen von Schlafapnoe hinweisen. Das macht die Apple Watch, wenn man sie nachts trägt.

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