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Apple und sein Tablet : Was serviert Steve Jobs?

Was steckt hinter den Farbklecksen? Bild: Apple

Es könnte eine Revolution sein - oder nur ein weiteres Apple-Produkt: Steve Jobs wird am Mittwochabend in San Francisco wahrscheinlich einen Tablet-Computer präsentieren. Viele haben darauf gewartet und zuvor spekuliert. Wir tun es ein letztes Mal.

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          Nein, wir wissen nicht, was Jobs am Mittwochabend im Yerba Buena Center for the Arts Theater enthüllen wird. Ja, wir beteiligen uns an den Spekulationen. Warum? Weil wir hippen Technik-Journalisten Apple lieben und Aktien besitzen? Nein. Weil Steve Jobs in dieser Woche wieder einmal eine Revolution präsentieren wird? Vielleicht. Es muss nicht so kommen, aber es kann. Das iPhone war eine Revolution. Der Tablet-Computer könnte es auch werden.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Steve Jobs selbst hat die Latte sehr hoch gelegt. Das Technologie-Blog TechCrunch zitiert den Apple-Chef mit den Worten, das neue Produkt sei „das Wichtigste, was ich bisher gemacht habe“. Und in einer Pressemitteilung lässt sich Jobs zitieren: „Die neuen Produkte, die wir in diesem Jahr präsentieren werden, sind sehr gut. Wir starten in dieser Woche mit einem neuen wichtigen Produkt, was uns wirklich begeistert.“ Genug Gründe also, um sich über das bevorstehende Event im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen.

          Ballmers Blamage

          Eines vorneweg: Ein technisch revolutionäres Gerät muss nicht zwingend ein Produkt sein, dessen Merkmale und Funktionen allesamt neu sind und die es vorher nicht gab. Das iPhone hat den Mobilfunkmarkt revolutioniert. Das dürfte niemand bezweifeln. Dass es davor Smartphones gab, die ähnliche Hard- und Softwaremerkmale aufweisen konnte, sollte ebenso niemand bezweifeln. Weil das Besondere am iPhone häufig reduziert wird auf das Touch-Display, laden solche Behauptungen die Kritiker dazu ein, haufenweise Produkte zu nennen, die das schon lange können, was das iPhone jetzt erst kann.

          Servus, Steve! Was hast du denn dieses Mal in der Tasche?
          Servus, Steve! Was hast du denn dieses Mal in der Tasche? : Bild: REUTERS

          Apple kann es sich nicht leisten, ein Produkt zu präsentieren, das mittelmäßig ist. Steve Ballmer hat diesen Fehler Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gemacht, als er schneller sein wollte als sein Konkurrent Jobs und eine Prototypenfamilie namens Slate präsentierte. Die Vorstellung des Microsoft-Chefs verpasste nur knapp die Peinlichkeitsfalle. Ballmer wirkte hilflos, weil weder der im Hintergrund mächtig aufgeblasene Trailer von Hewlett-Packard noch die wenige Minuten dauernde Produktpräsentation nur annähernd beweisen konnten, dass da wirklich gerade ein innovatives Gerät in die schöne digitale Welt geboren wird.

          „One more thing“

          Möglicherweise steht uns diese Geburt am Mittwochabend bevor. Sicher ist, dass Steve Jobs wieder wie der Heiland auftreten wird. Er wird nicht an semantischen Superlativen sparen, auch wenn er den Tablet-PC wahrscheinlich mit der gewohnten Understatement-Rhetorik „One more thing“ einführen wird. Es wurde schon so viel in Blogs und Medien über das unbekannte Apple-Objekt geschrieben, dass sich die Informationen in drei Kategorien einteilen lassen. Bei der Namensspekulation liegt „iSlate“ ganz vorne; ebenfalls nett, aber eher unwahrscheinlich sind „MagicSlate“, „iPad“, „iGuide“, „Flat Mac“ oder „iTablet“. Überhaupt taugt „Tablet-PC“, der Ausdruck, auf den sich die Fachwelt schon vorab geeinigt hat, kaum als Gattungsbegriff. Schließlich hat Apple noch nie einen PC präsentiert.

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