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Apples iPads und iMac : Hauchdünn und hochauflösend

Das neue iPad Air 2 ist vor allem dünn Bild: Hersteller

Apple stellt die superschlanken iPad Air 2 und iPad Mini 3 vor, und der neue iMac mit Retina-Display debütiert als Display-Pixelmeister. Gewagt ist das alles nicht, aber konsequent.

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          Die ersten Fotos hatte Apple unfreiwillig bereits vor der Premiere ins Netz gestellt, doch nun ist es offiziell: Das iPad Air 2 und das iPad Mini 3 sollen dem Tablet-Markt neuen Schwung geben. Apple modernisiert seine Flachrechner nur vorsichtig, der große Paukenschlag blieb aus. Beide behalten im Großen und Ganzen das Design ihrer Vorgänger bei, sind jedoch dünner und folgen damit der Schlankheitskur der neuen iPhone-Modelle mit der Versionsnummer 6.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das iPad Air 2 ist die sechste Generation der iPad-Familie mit großer Bildschirmdiagonale (9,7 Zoll). Es verzichtet auf den Seitenschalter, mit dem man das Gerät stumm schalten oder eine Ausrichtungssperre aktivieren konnte. Das erfolgt nun allein mit Software. Beibehalten wird das Retina-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel. Das neue iPad Air 2 wiegt 470 Gramm, also 30 Gramm weniger als der Vorgänger und hat nur noch eine Dicke von 6,1 statt bisher 7,5 Millimeter.

          Die rückseitig eingebaute Kamera löst nun mit 8 statt 5 Megapixel auf und bietet die Zeitraffer- und Zeitlupen-Funktionen des iPhone 6. Als ebenfalls neuer Prozessor kommt der A8X zum Einsatz. Das „X“ steht für mehr (Grafik-) Leistung als im A8, der in den beiden jungen iPhone-6-Modellen arbeitet. Auch das Display sei mit Schutz vor Spiegelungen und Reflexionen grundlegend verbessert worden.

          Am Montag startet Apple Pay in Amerika

          Aus der iPhone-Welt übernommen ist der Fingerabdruckscanner Touch ID, der erstmals in einen Tablet von Apple kommt. Er befindet sich in der Home-Taste und erlaubt das Entsperren sowohl des Geräts wie auch mancher Apps. Und in Amerika startet zum am Montag das neuartige Bezahlsystem Apple Pay, das ebenfalls den Fingerabdruckscanner zur biometrischen Authentifizierung verwendet. Mehr als 500 Banken seien dabei.

          Wie gehabt erscheint das iPad Air 2 in einer Modellvariante mit W-Lan und einer zweiten mit W-Lan plus Mobilfunk. Die Mobilfunkabteilung unterstützt nun mehr LTE-Frequenzbänder. Wie beim iPhone 6 und 6 Plus ist der nicht erweiterbare Speicher in Größen von 16, 64 und 128 Gigabyte erhältlich. Als Akkulaufzeit verspricht Apple 10 Stunden. Das iPad Air 2 ist von der kommenden Woche an zu Preisen zwischen 490 bis 809 Euro erhältlich.

          Auch das kleine Tablet von Apple mit einer Bildschirmdiagonale von 7,9 Zoll wird modernisiert. Das Neue heißt iPad Mini 3, bringt „nur“ den A7-Prozessor mit und bleibt bei der bekannten Bildschirmauflösung von 2048 x 1536 Pixel. Auch hier debütiert der Fingerabdruckscanner. Mit identischen Speichergrößen kostet es zwischen 390 und 709 Euro, lieferbar ist ebenfalls in der kommenden Woche. Beide Geräte haben das leicht verbesserte Betriebssystem iOS 8.1 bereits aufgespielt, es erscheint am Montag für alle anderen.

          Der erste iMac mit Retina-Display

          Geht es um schiere Größe, lohnt ein Blick auf den ersten iMac mit Retina-Display. Mehr Auflösung auf gleicher Fläche ist das Stichwort, und die Idee kennt man bereits von den Macbook-Pro mit Retina-Display. Deren Pixelzahl liegt derzeit bei maximal 2880 x 1800. Der All-in-One-Schreibtischrechner von Apple konnte hier nicht mithalten. In der größten Variante mit 27 Zoll lag die Auflösung bislang bei 2560 x 1440 Pixel.

          Das soll nun anders werden: Spektakuläre 5120 x 2880 Pixel zeigt der neue iMac mit 5K-Retina-Display. In der Windows-Welt sind die sogenannten 4K-Displays nicht neu, sie haben eine typische Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten, wobei allerdings die Pixeldichte in der Regel deutlich unter 200 ppi liegt, während Apple für seinen neuen iMac eine faszinierende Detailtreue verspricht. In den Vereinigten Staaten beginnt der Preis bei 2500 Dollar, in Deutschland bei 2600 Euro. Auch der Mac Mini ist von sofort an in einer modernisierten Version im Handel.

          Yosemite ist ab sofort erhältlich

          Das bereits im Sommer vorgestellte Mac-Betriebssystem OS X 10.10 alias Yosemite ist jetzt erhältlich und wird unentgeltlich bereitgestellt. Das erste Erkennungsmerkmal ist sein reduziertes und flaches Design mit vielen transparenten Elementen, bei denen der Hintergrund durchscheint. Zu den zahlreichen Verbesserungen im Detail gehört „Cloud Drive“, das fortan wie Dropbox & Co. als Online-Festplatte arbeitet und den Datenaustausch erleichtert. Mail Drop erlaubt das Versenden von Nachrichten-Anhängen bis zu 5 GByte über die iCloud. Yosemite-Nutzer bekommen den Anhang als Link zur iCloud angezeigt.

          Die neue Nachrichtenzentrale hat nun eine Tagesansicht, sie nimmt Widgets auf und lässt sich flexibler vom Nutzer anpassen. Die hauseigene Systemsuche Spotlight öffnet sich nun in der Mitte des Bildschirms, eine Auto-Vervollständigen-Funktion ist integriert, und weitere Internetquellen wie die Wikipedia werden bei der Suche einbezogen.

          Der Internet-Browser Safari enthält eine Sucheingabe direkt in der Titelleiste, und die Suche findet auch Informationen über Spotlight. Die Tab-Übersicht wurde verbessert, sie zeigt zum Beispiel jetzt die Unterseiten zu einer geöffneten Webseite. Spektakulär soll die Möglichkeit sein, ein iPhone-Telefonat auf dem Mac zu führen. Das Telefon muss dazu nur in dasselbe W-Lan eingebucht sein, kann also zum Beispiel in einem anderen Stockwerk auf der Ladestation liegen.

          Einen Austausch zwischen Mac und iOS-Geräten bietet auch das neue Airdrop, mit dem sich Dateien verschicken lassen. Mit der Handoff genannten Funktion kann man am Mac weiterarbeiten, wo man am iPhone oder iPad aufgehört hat.

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