https://www.faz.net/-gy9-840q5

Notebook-Vergleich : Die neue Liebe zum leichten Laptop

Microsoft Surface 3 (links) mit Ansteck-Tastatur und das neue 12-Zoll-Macbook von Apple Bild: Hans-Heinrich Pardey

Es kommt doch auf die Größe an: Zwei besonders kompakte Notebooks, das Macbook im 12-Zoll-Format und das Surface 3 von Microsoft, im Vergleich.

          4 Min.

          Zwischen Notebook und Tablet PC sehen die Marketing-Experten der großen Hersteller immer neue Nischen. Besonders schicke Modelle bieten die Vorteile beider Welten: Sie sind klein und kompakt, haben aber eine vollwertige Tastatur und unterstützen die gängigen Office-Programme. Der Verzicht auf Größe und Geschwindigkeit wird mit einem originellen Design versüßt, die Bauform macht den Unterschied. So entstehen Alternativen zur typischen Notebook-Hausmannskost, kleine Objekte der Begierde, die in den Blick rücken, obwohl sie nicht unbedingt eine vernünftige Wahl sind.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir haben zwei ganz unterschiedliche Vertreter dieser Gattung einige Zeit ausprobiert: das neue 12-Zoll-Macbook von Apple, das nicht Air und nicht Pro heißt, und das neue Surface 3 von Microsoft, das ebenfalls auf den Namenszusatz Pro seiner Vetter verzichtet. Sie sind beide ähnlich groß, aber kleiner als ein DIN-A4-Blatt, beide wiegen in Vollausstattung weniger als ein Kilogramm: Das Surface 3 nur 620 Gramm, dazu kommen 260 Gramm für die abnehmbare Tastatur, das Macbook bringt es auf 920 Gramm.

          Während Apple hinsichtlich der Bauform auf gewohnten Notebook-Pfaden bleibt, präsentiert Microsoft einen Hybriden: Das Surface mit einer Bildschirmdiagonale von 10,8 Zoll kann man ohne Tastatur wie einen Tablet PC verwenden, das Display (1920 × 1080 Pixel) ist berührungsempfindlich und unterstützt die Bedienung mit einem Stift. Als Betriebssystem kommt nicht das Tablet-Windows mit dem Beinamen RT zum Einsatz, sondern das gewohnte Windows 8.1.

          Am Schreibtisch und unterwegs einsetzbar

          So entstehen vielfältige Nutzungsszenarien: Am Schreibtisch verhält sich der Surface mit angesteckter Tastatur wie ein Notebook, dank eingebautem Klappständer auf der Rückseite sind drei verschiedene Neigungswinkel wählbar. Die Tastatur mit sehr kleinem Touchpad liegt entweder plan auf dem Tisch oder nimmt eine leicht erhöhte Position ein. Mit einer Docking-Station lässt sich weiteres Zubehör via USB oder Ethernet anschließen. Am Gerät selbst stehen USB 3.0, Mini-Displayport und ein Micro-SD-Kartenslot zur Verfügung. Der Akku hält sieben bis acht Stunden, der Ladevorgang dauert leider ebenso lange, wenn man gleichzeitig mit dem Gerät arbeitet.

          Unterwegs verhält sich das Surface wie ein Tablet PC, der mit Finger oder Stift bedient wird. Das funktioniert unter Windows 8.1 recht gut, auch jenseits der Kacheloberfläche. Was sich jedoch nicht einstellt, ist das Gefühl, dass alles glatt läuft. In der ruckelnden Bahn sind Schaltflächen mit Stift oder Finger bisweilen schlecht zu treffen, und beim Sofa-Surfen daheim stört das hohe Gewicht, das dann ja doch einige hundert Gramm über dem eines reinen Tablet PC liegt. Der Umgang mit drei verschiedenen Komponenten (Stift, Tastatur, Ständer) ist auch nicht jedermanns Sache.

          Zudem ist das Surface mit seinem Atom-X7-Prozessor von Intel zwar nicht langsam, aber es stößt bei rechenintensiven Aufgaben immer wieder an Grenzen. Leider ist das Surface 3 nur mit maximal vier Gigabyte Arbeitsspeicher lieferbar, und auf unserem Testgerät waren 40 Gigabyte der 128er-SSD-Festplatte bereits belegt. In der kleinsten Variante hat das Surface 3 zwei Gigabyte Speicher und eine 64er SSD. Aktuelle Spiele und viele Grafikanwendungen sind nur eingeschränkt nutzbar.

          Weitere Themen

          Klasse Kombi-Flunder Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht Peugeot 508 SW : Klasse Kombi-Flunder

          Dem SUV-Trend zum Trotz bringt Peugeot seinen Kombi 508 in einer neuen, fast flunderartigen Version auf den Markt. Martina Göres hat ihn getestet und weiß, warum dieses Auto außen wie innen ein Schmuckstück ist.

          Topmeldungen

          Erledigen Sie die Spieler des gegnerischen Teams: Szene aus dem Handyspiel Call of Duty Mobile

          Anschlag von Halle : Vom Ballerspiel zum Mordanschlag

          Stephan B. wollte seine Attacke in Halle aussehen lassen wie ein Videospiel. Eine Spurensuche in einer Welt, in der alles nur ein Witz sein kann – oder bitterer Ernst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.