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Vor der Apple Keynote : Das sind die Alternativen zur Apple Watch

Bild: Marco Dettweiler

Kurz vor dem Marktstart verrät Apple an diesem Montag mehr Details zu seiner Computeruhr. Die Konkurrenz hat sich mit eigenen Smartwatches gut vorbereitet. FAZ.NET zeigt, was die Wettbewerber zu bieten haben.

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          Die Flut der Smartwatches ist nicht mehr aufzuhalten. Schon auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigte nahezu jeder größere Hersteller ein Wearable auf seinem Stand. Huawei reiste sogar ohne neues Smartphone an und präsentierte „nur“ eine Computeruhr und zwei Fitnessbänder. Die Konkurrenz ist also gut vorbereitet auf die Keynote von Tim Cook an diesem Montag und den Marktstart der Apple Watch im April. Gut ist aber häufig nicht gut genug und so könnte es sein, dass erst das Apple-Produkt die neue Gerätekategorie massentauglich macht. Wir werden die Keynote in einem Liveblog begleiten.

          Die Alternativen zur Apple Watch haben meist das gleiche Betriebssystem: Android Wear. Insofern unterscheiden sich diese Produkte eigentlich nur durch das Gehäuse, die Armbänder und das Display. Das Navigieren im Menü und die Kopplung mit dem Smartphone sind häufig gleich. Wir haben nun eine Smartwatch mit Android Wear exemplarisch herausgegriffen und getestet. Es ist Sonys Smartwatch 3. Zudem durften wir auf dem MWC einige Computeruhren in die Hand nehmen und konnten uns ein erstes Urteil bilden. Fangen wir mit dem Test der Sony-Uhr an.

          Sony Smartwatch 3 im Test

          Dies hier ist reine Männersache. Die neue Smartwatch 3 von Sony braucht ein starkes Handgelenk am Körper und einen Nerd im Geist. Das matte Metallband mit dem großen Display zieht Blicke auf sich und den Arm nach unten. Wie momentan bei den meisten Computeruhren muss das Smartphone in der Nähe sein. Es versorgt über Bluetooth-Verbindung die Uhr mit Daten und Apps.

          Sony Smartwatch 3 : Reine Männersache

          Das Konzept, wie die Sony-Uhr funktioniert, ist schnell erklärt. Die Smartwatch stellt in gewisser Weise einen Second Screen dar, eine modifizierte Miniausgabe der Android-Welt, wie man sie von Smartphones kennt. Das Zusammenspiel zwischen Uhr und Telefon überwacht die App „Android Wear“. Sie aktiviert zunächst die Smartwatch, danach übernimmt sie die Installation und Verwaltung der Apps. Diese bezieht man über Googles Play Store, wo die auf Android Wear spezialisierten Apps zum Teil kostenlos angeboten werden. Das ist das eigentliche Pfund zu vergangenen Versionen der Computeruhren - auch bei der Konkurrenz. Seit Google Android Wear eingeführt hat, wächst die Zahl der Apps und damit die Funktionalität deutlich.

          Das Konzept ist in der Praxis aber keineswegs schnell anzuwenden. Wenn man ohne Anleitung an der Smartwatch herumspielt, versteht man anfangs nicht, welche Wischgesten was bewirken. Erst nach einer Weile stellt sich Routine ein. Es gibt eine vertikale Ebene, in der man von App zu App wischt, und horizontal erwischt man die Details. Letztlich verführen zwei Aktionen, den Arm mit der Uhr anzuheben, statt das Smartphone aus der Tasche zu ziehen: Ein Blick auf die Uhr zeigt rasch, von wem neue Mails, Nachrichten oder Anrufe angekommen sind.

          Meist bleibt einem der Griff zum Smartphone trotzdem nicht erspart, um diese vollständig zu lesen. Denn nach einem Wisch nach links empfiehlt die Uhr: „Auf Telefon öffnen“. Als Zweites lockt die Steuerung über Sprache. Uhrendisplay kurz antippen, „Okay Google“ sagen und der im Display erscheinenden Aufforderung „Jetzt sprechen“ folgen. E-Mail versenden, SMS schicken, Anruf starten. Alles ist theoretisch möglich. In der Praxis hakt es dann doch. Den Kollegen Michael Spehr wollte die Sony-Uhr nicht finden, obwohl er als Kontakt gespeichert ist, weil sie immer „Speer“ verstanden hat. Entwirft man eine Mail, kann man nur den Betreff sprechen.

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