https://www.faz.net/-gy9-80s9z

Apple Keynote : Das eigentliche Schmuckstück ist das neue MacBook

Was war nochmal das MacBook Air? Das neue MacBook dürfte dem luftigen den Rang ablaufen Bild: Apple

Auf die Apple Watch haben alle während der Keynote gewartet, auch ein neues MacBook wurde erwartet. Und es ist so fein und schick geworden, dass manch einer die Uhr aus dem Blick verloren haben dürfte.

          2 Min.

          Als Tim Cook und Phil Schiller bei der vorherigen Keynote im September mit dem iPad Air 2 das „schnellste und dünnste“ Tablet von Apple präsentierten, fragte man sich noch, warum die Innovation darin besteht, ein eh schon dünnes und leichtes iPad weiter in Richtung Superlativ zu drücken. An diesem Montagabend sprachen beide wieder in Superlativen. Das neue MacBook sei das „dünnste und leichteste“ MacBook, das Apple je gebaut hätte. Und dieses Mal konnte Apple begeistern.

          Marco Dettweiler
          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Für viele Freunde der Marke dürfte das neue MacBook von Apple ein Objekt der Begierde werden, weil bei Notebooks die Reduktion von Gewicht und Größe immer noch sinnvoll ist. Das neue heißt zwar nicht „Air“, fügt sich aber durchaus in die bisherige Modellreihe ein. Spektakulär ist die kompakte Bauform, und es ist mit einem Gewicht von 900 Gramm und einer Höhe von 13 Millimeter eben das bisher dünnste und leichteste MacBook. Neben diesen eher äußerlichen Faktoren steckt im Inneren eine wichtige Neuheit. Weil Apple den neuen Intel Core M verbaut hat, kommt das Gerät ohne Lüfter aus.

          Bisher hatten die leichten Notebook-Modelle von Apple den Nachteil, das ihr Bildschirm in der Auflösung nicht mehr ganz auf Stand war. Im Gegensatz dazu glänzte die MacBook-Pro-Reihe mit Retina-Display, war allerdings deutlich schwerer. Man musste sich bisher also entscheiden zwischen leicht und dünn oder Retina-Ausstattung. Das Problem ist nun gelöst. Das Display des neuen MacBook mit einer Diagonale von 12 Zoll löst mit 2304 x 1440 Pixel im Seitenverhältnis 16:10 auf.

          Der Bildschirm ist 12 Zoll groß... Bilderstrecke

          Ebenfalls überzeugend war die Vorstellung der neuen Tastatur inklusive Trackpad. Die Tasten sollen stabiler und präziser sein, weil sie an jeder Stelle gleich auf die Fingereingabe reagieren. In einem Video führte Apple vor, dass herkömmliche Tasten normalerweise etwas kippen, wenn man sie an der Seite trifft. Jede Taste hat eine eigene LED bekommen, sodass sich die Helligkeit gleichmäßig verteilt. Das Trackpad mit dem Namen „Force Touch“ nimmt auf der gesamten Fläche Klick-Befehle an. Es kann zudem aufgrund seiner Drucksensoren erkennen, wie stark die Finger drücken. Dies kann in Quicktime etwa genutzt werden, um die Vorspul-Geschwindigkeit anzupassen.

          Das Gerät hat als weitere Innovation einen Kombi-Anschluss auf der linken Seite, der verschiedene Funktionen gleichzeitig übernimmt: Er dient zum Laden des fest eingebauten Akkus sowie als Ausgang für Display Port, HDMI und VGA (mit Adaptern) sowie als USB-Anschluss nach dem neuen USB-C-Standard. In der kleinsten Modellvariante hat das neue MacBook einen Dual-Core-M-Prozessor von Intel mit 1,1 Gigahertz, die Intel-HD-Grafikeinheit 5300, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine 256-Gigabyte-Festplatte. Es kostet von 1450 Euro an. Eine zweite Variante mit 512 Gigabyte Speicher und schnellerem Prozessor ist von 1800 Euro an erhältlich.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.