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Apple gegen Samsung : Der Kampf der iGanten

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Der eine mag Apple, der andere Samsung. Zwei F.A.Z.-Redakteure schreiben, warum sie ihre Geräte so lieb gewonnen haben. Die Debatte auf FAZ.NET beginnt mit einem Bekenntnis für Apple.

          Wahrnehmung und Wirklichkeit sind zweierlei. Nicht wenige Besitzer von Smartphones halten das Genie Steve Jobs für dessen Erfinder. Dass es vor der Präsentation des smarteren iPhones der Funktion nach bereits - freilich umständlich zu bedienende - Smartphones gab, ist vergessen. Nicht wenige iPhone-Besitzer halten Apple für den größten Smartphone-Hersteller der Welt. Diejenigen, die es besser wissen, reklamieren für die Marke, der technisch führende Hersteller zu sein. Und alle, denen das schnurzegal ist, kommen kaum daran vorbei, dass selbst für technisch Ahnungslose Apple bei Notebooks wie bei Tablets oder Smartphones mehr Chic und Coolness als andere verbreitet. Nicht zuletzt deshalb, weil die Designer in Cupertino die smarteren Benutzer anlocken konnten: die Schönen und die Kreativen. Dass der wahre Riese Samsung heißt und knapp die Hälfte des Territoriums im Lande Android beherrscht, ist die Wirklichkeit. Aber die lässt sich nicht so leicht dingfest machen, weil es an Zahlen und Vergleichbarkeit herstellenden Bezugsgrößen weitgehend fehlt. Was die Quellen an Informationen zum Verhältnis von Samsung und Apple hergeben, zeigen die Grafiken.

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          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Zwei F.A.Z.-Redakteure schildern flankierend völlig subjektiv, warum sie als Käufer und Benutzer sich für den einen oder für den anderen Hersteller entschieden haben. Wir starten mit einem Beitrag über Apple von Michael Spehr.

          Ein Smartphone von Apple ist schick und gut. Man muss nicht an die Marke glauben, um sich für sie zu entscheiden. Qualität geht vor Ideologie.

          Wenn Samsung am 24. Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Flaggschiff vorstellt, das Galaxy S5, werden Hunderte von Journalisten und Bloggern das Großereignis medial begleiten. Sie werden live noch während der Veranstaltung auf ihren Internetseiten berichten, sie werden twittern, was das Zeug hält, und Facebook „bespielen“. Journalisten und Blogger benötigen robustes Equipment für ihre Berichterstattung unter Extrembedingungen. Ein Smartphone, das auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos macht, das genug Akkulaufzeit bietet für Telefonate vor dem Event, Fotografie und Internet während der Veranstaltung und weitere Gespräche zur heimischen Redaktion bis in die späten Nachtstunden hinein.

          Deshalb werden am 24. Februar die meisten Journalisten der interessierten Weltöffentlichkeit das neue Samsung Galaxy S5 mit einem iPhone zeigen. Es ist das Smartphone der Wahl. Natürlich hat man noch Zweitgeräte dabei, meist ein Windows Phone von Nokia, abermals wegen der Kamera. Und natürlich wird man auch viele Androiden von Samsung sehen, schon aus Gründen der Höflichkeit gegenüber dem Gastgeber.

          Die Entscheidung für das iPhone kann man als Fanboy treffen, als Anhänger der Marke Apple oder aus Gründen der Vernunft: Man muss bei Apple nicht lange überlegen, sich nicht mit Details beschäftigen, die Qualität stimmt. Dafür zahlt man gern ein bisschen mehr, zumal auch der Wertverlust geringer ist.

          Keine Smartwatch aus Kalifornien

          Apple bringt keine Schnellschüsse auf den Markt. Noch gibt es zum Beispiel keine Smartwatch aus Kalifornien, weil alle bisherigen intelligenten Armbanduhren unter der knappen Akkulaufzeit leiden. Man kann schon lange Murks für einige hundert Euro kaufen. Aber nicht von Apple. Und wenn Apple in diesem Jahr mit einer Smartwatch kommen sollte, wird sie gut sein: So in etwa funktioniert der Vertrauensvorschuss, der dem amerikanischen Hersteller entgegengebracht wird.

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