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Echo als Festnetztelefon : Freispruch für Alexa

Klemmt am Router als Analogtelefon: Echo Connect Bild: Hersteller

Alexa wird zur Telefonistin. Sie braucht dafür nur ein schwarzes Kästchen namens Connect von Amazon. Die Sache hat nur einen Haken.

          Jetzt wird Alexa zur Telefonistin: Die smarte Helferin mit Sprachsteuerung aus dem Hause Amazon will nun das Festnetztelefon ersetzen. Das funktioniert in Amerika schon lange, nun kommt die passende Hardware namens Echo Connect auch nach Deutschland. Das kleine schwarze Kästchen für 40 Euro wird mit dem Festnetzanschluss und dem heimischen Netzwerk verbunden. Puristen können auf ihr klassisches Telefon verzichten und Connect direkt mit der TAE-Dose verbinden, in der normalerweise das Telefon oder der Router inklusive Modem stecken. Dann gehen alle Gespräche über die Amazon-Lautsprecher als Freisprechanlage.

          Wer das nicht will, schließt Echo Connect an den Router an. Entweder mit TAE oder an der flachen RJ11-Buchse, beides hat zum Beispiel eine Fritzbox eingebaut, Echo Connect liegen die erforderlichen Adapter bei.

          Das Amazon-Gerät muss auf zweierlei Weise angemeldet werden. Alle anderen eventuell im Haushalt vorhandenen Echos müssen wissen, dass Connect da ist, was sie über die Alexa-App erfahren. Dort ist also Echo Connect einzutragen, was mit ein paar Klicks schnell gemacht ist. Etwas aufwendiger ist die zweite Prozedur: Connect muss im Router aktiviert werden, man trägt einen Namen und eine Rufnummer ein. Wir haben unsere normale private Festnetznummer genommen.

          Es klingelt und klingelte und klingelte

          Der erste Anruf galt dem Vater. Nachdem das Echo-Gerät mit dem Kommando „Alexa“ aktiviert wurde, muss der Name der Person gesprochen werden, die angerufen werden soll – natürlich so, wie sie in den Kontakten hinterlegt ist. Sind unter einem Namen mehrere Rufnummern gespeichert, fragt Alexa, welche von diesen gewählt werden soll. Als der Angerufene das Gespräch angenommen hatte, irritierte zunächst der Hall. Allerdings ist der Effekt verständlich: Im Test befanden sich Anrufer, Angerufener und Echo in unmittelbarer Nähe zueinander, so dass sich der Schall überlagerte.

          Es folgte der umgekehrte Versuch, der Vater rief zurück. Nun hat aber nicht nur Alexa durch blaues Leuchten und einen Ton auf den Anruf aufmerksam gemacht. Auch das Festnetztelefon klingelte. Nimmt jemand den Hörer dort ab, kann wie gewohnt telefoniert werden. Allerdings hatte Alexa das offenbar nicht mitbekommen und hörte folglich ihrerseits nicht mehr auf zu klingeln. Davon ließ sie sich mit keinem Kommando, von „Alexa, stop“ bis „Alexa, auflegen“, abbringen. Am Ende half nur: Stecker ziehen.

          Dass sowohl das Festnetztelefon als auch Alexa den Anruf signalisieren, ist zunächst logisch. Schließlich hatten wir in der Fritzbox beiden Geräten dieselbe Nummer zugewiesen. Dass Amazons Sprachassistent nicht mehr aufhört, auf sich aufmerksam zu machen, leuchtet hingegen nicht ein. Schließlich half in unserem Fall nur, Alexa eine zweite verfügbare Festnetznummer zuzuweisen. So klingelte entweder das Telefon oder das Echo-Gerät, aber eben nicht beide zugleich. Das funktioniert.

          Damit Alexa allerdings als wirkliche Telefon-Helferin in Erscheinung treten kann, müssten die potentiellen Anrufer auch die neue Durchwahl wissen. Echo Connect empfiehlt sich als Freisprechanlage für Räume, in denen telefoniert wird und beide Hände gebraucht werden, wie etwa in der Küche – aber nicht als vollständiger Festnetztelefonersatz.

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