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Am Tag der Apple-Präsentation : Auch Nokia drängt auf den Tablet-Markt

  • Aktualisiert am

Nokia-Chef Stephen Elop präsentiert das Tablet Lumia 2520. Bild: REUTERS

Dreieinhalb Jahre nach dem ersten iPad bringt nun auch Nokia einen eigenen Tablet-Computer auf den Markt. Der finnische Konzern setzt dafür auf die Plattform seines künftigen Besitzers Microsoft.

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          Bevor Apple am Dienstagabend seine neuen Produkte der Weltöffentlichkeit vorstellt, hat am Morgen bereits Nokia seine Neuheiten präsentiert. Der finnische Konzern will sein Geschäft mit einem ersten Tablet-Computer ankurbeln und springt auf den Trend zu extra-großen Smartphones auf.

          Die am Dienstag vorgestellten Computer-Handys Lumia 1520 und 1320 haben Displays mit einer Diagonale von 6 Zoll (15,2 cm). Mit solchen großen Smartphones konnten zuletzt Rivalen wie Samsung in der Gunst der Kunden punkten. Nokia setzt bei den neuen Geräten zudem verstärkt auf Kamera-Technik und Bildschirme mit hoher Auflösung.

          Das Tablet Lumia 2520 läuft mit dem aufgefrischten Betriebssystem Windows RT 8.1 des Nokia-Partners Microsoft. Es lehnt ans Design der Lumia-Smartphones an und hat einen großen Zehn-Zoll-Bildschirm sowie schnellen LTE-Datenfunk. Das Tablet kommt zunächst nur in Finnland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten auf den Markt.

          Hohe Auflösung und eine 20-Megapixel-Kamera

          Zudem wird das App-Angebot größer. So kommt demnächst eine Anwendung der beliebten Fotoplattform Instagram auf Geräte mit dem Microsoft-System Windows Phone. Das App-Angebot für das System Windows Phone ist bisher schmaler als für konkurrierende Apple-Geräte und die Google-Plattform Android. Für die großen Smartphones hat Nokia die eigene Foto-App „Storyteller“ entwickelt, die abwechslungsreichere Bildergalerien erlaubt. Das teurere Smartphone-Modell Lumia 1520 bekam eine Bildschirmauflösung wie beim Full-HD-Fernseher und eine 20-Megapixel-Kamera.

          Nokia stellte am Dienstag auch das neue Smartphone Lumia 1520 vor.

          Nokias Gerätesparte wird gerade von Microsoft übernommen. Der frühere Nokia-Chef Stephen Elop, der am Dienstag die neuen Modelle in Abu Dhabi vorstellte, soll im Zuge dessen die Gerätesparte von Microsoft übernehmen. Er wird auch als Kandidat für die Konzernspitze gehandelt.

          Aufholjagd im Smartphone-Geschäft

          Nokia, der einstige Handy-Marktführer, ist im Smartphone-Geschäft auf Aufholjagd. Zuletzt ist der Absatz der Lumia-Handys zwar stetig gewachsen, der Marktanteil ist aber nach wie vor gering. Im vergangenen Quartal seien mindestens acht Millionen Smartphones der Marke Lumia verkauft worden, schrieb das „Wall Street Journal“ am Montag. Das wäre ein neuer Bestwert. Allerdings setzt Samsung stabil um die 70 Millionen Computer-Handys pro Vierteljahr ab und Apple um die 30 Millionen iPhones.

          Eric Jamison nahm dieses Bild in Las Vegas auf. Bilderstrecke

          Zusätzlich zu den Lumia-Geräten schickt Nokia drei neue Modelle seiner Asha-Handys ins Rennen. Sie treten unter anderem gegen billige Android-Smartphones an. Die Asha-Geräte sind für die Internet-Nutzung ausgelegt, Marktforscher betrachten sie aber nicht als Smartphones, weil auf ihnen keine Apps installiert werden können.

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