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Aldi-Notebook im Test : Preiswert statt billig

Für 350 Euro erhält der Kunde ein lautlos arbeitendes Notebook mit berührungsempfindlichem 13,3-Zoll-Display. Bild: Hersteller

Kann ein Notebook für 350 Euro etwas taugen? Das Aldi-Laptop Akoya E 3216 kostet so viel. Wie viel wert das Gerät ist, zeigt der Test.

          Ein Notebook für 350 Euro? Das kann ja nicht viel sein. Gute Geräte mit hochwertiger Verarbeitung, schnellem Prozessor und flinkem SSD-Laufwerk kosten von 800 Euro aufwärts. Nun haben wir einige Zeit den Akoya E 3216 ausprobiert, der zunächst bei Aldi Süd im Angebot war und ab 28. September in den Filialen von Aldi Nord zu finden sein wird. Für 350 Euro erhält der Kunde ein lautlos arbeitendes Notebook mit berührungsempfindlichem 13,3-Zoll-Display.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Anzeige lässt sich zudem vollständig nach hinten wegklappen, etwa für Präsentationen oder das Betrachten von Fotos. Der Bildschirm in Full HD mit 1920 × 1080 Pixel bietet eine gute Farbtreue und hohen Kontrast. Nur spiegelt er leider stark, und wenn man mit dem Finger den Touch-Modus nutzt, zeigen sich Schlieren. Der Medion ist kein Leichtgewicht, die Waage zeigt 1,5 Kilogramm. Das spricht auch gegen seinen Sofa-Einsatz als Tablet-PC nach Umdrehen der Anzeige.

          Zur gelungenen Ausstattung gehört indes ein biometrischer Fingerabdruckscanner im linken oberen Bereich des Touchpads. Er lässt sich für die Windows-Anmeldung mit Hello nutzen und arbeitet prima. Ein USB-C-Anschluss auf der linken Seite unterstützt Displayport, so dass man größere Monitore anschließen kann. Oder man nimmt den HDMI-Ausgang daneben. Zwei konventionelle USB-Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden. Die Tastatur gefällt, sie ist aber nicht beleuchtbar; wir würden die Schulnote „befriedigend“ vergeben.

          Der Bildschirm in Full HD mit 1920 × 1080 Pixel bietet eine gute Farbtreue und hohen Kontrast.

          Wo ist der Haken? Der Akoya E 3216 arbeitet auch deshalb lüfterlos und leise, weil er nur einen Einstiegsprozessor Pentium N 4200 von Intel verwendet. Mit seiner Taktfrequenz von 1,1 Gigahertz macht er keine großen Sprünge. Wer das Gerät als bessere Schreibmaschine und fürs Surfen im Internet einsetzt, der bekommt eine ausreichende Leistung. Für Spiele oder Videobearbeitung ist das Gerät jedoch nicht geeignet. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher genügen für die meisten Aufgaben. Der Massenspeicher schränkt jedoch das Einsatzspektrum des Medion ebenfalls ein: Statt einer SSD kommt ein günstiger Emmc-Speicher zum Einsatz, der das Tempo einer SD-Speicherkarte erreicht. 57 Gigabyte fasst das Laufwerk, nach Abzug des Bedarfs für Windows 10 Home bleiben nur 32 Gigabyte für eigene Daten. Immerhin: Der Speicher ist mit Micro-SD-Karten erweiterbar.

          Neben den wohl unvermeidlichen Aldi-Hinweisen sind nur wenige Crapware-Anwendungen aufgespielt, die man gleich während der Einrichtung deinstallieren sollte: Der McAfee-Kram gehört dazu, denn der in Windows eingebaute Defender reicht allemal aus. Der vom Anwender nicht zu wechselnde Akku hält vier bis fünf Stunden durch. Wenn man die Helligkeit der Anzeige ein wenig reduziert, verlängert sich die Laufzeit signifikant.

          Insgesamt ist dieses 350-Euro-Gerät ein schönes Nischenprodukt. Zwar eignet es sich nicht als Tablet mit Fingerbedienung und als Arbeitsmaschine für gehobene Aufgaben. Aber wer sein Notebook nur für E-Mail, Texte und das Surfen im Netz benötigt, erhält eine interessante Alternative.

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