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Erpressung durch Hacker : Sind 559 Millionen Apple-Konten in Gefahr?

  • Aktualisiert am

Immer wieder im Fokus der Hacker: die iCloud Bild: dpa

Hacker erpressen Apple, weil sie angeblich die Passwörter von einer halben Milliarde Kunden kennen. Schuld daran ist nicht eine Sicherheitslücke, sondern die Bequemlichkeit der Nutzer.

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          Es klingt dramatisch, was auf dem Portal Fortune und dem Vice-Blog Motherboard berichtet wird. Hacker erpressen Apple, weil sie angeblich Zugang zu 559 Millionen Kundenkonten haben. Die „Turkish Crime Family“ kenne die Passwörter, sodass sie etwa alle Daten in der iCloud einsehen, verändern und vor allen Dingen löschen könnten. Damit dies nicht geschieht, wollen sie von Apple 75.000 Dollar in Krypto-Währung oder 100.000 Dollar in Form von iTunes-Gutscheinen.

          Für Apple sind das Peanuts. Und außerdem sieht das Unternehmen gar keine Bedrohung für seine Kunden, weil es momentan keine Sicherheitslücke gebe. Auch habe man keine Attacken auf Apple-IDs oder die iCloud feststellen können. Diese Aussage hat Fortune sogar schriftlich von Apple bekommen. Also viel Aufregung um nichts?

          Ja. Aber das Interessante an dem Fall ist die Methode, mit denen die „Turkish Crime Family“ angeblich an die Passwörter gekommen ist. Durch einen Hack des Netzwerkes LinkedIn, der schon fünf Jahre zurückliegt und bei dem mehr als 100 Millionen Kundendaten gestohlen wurden. Weil viele Nutzer ein Passwort für alles – oder zumindest für vieles – verwenden, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass die Kombination aus Mail und Passwort auch für die iCloud stimmt.

          Warum die Bande allerdings dadurch Zugang zu einer halben Milliarde Apple-Kundenkonten haben sollte, bleibt das Geheimnis von Fortune.

          Die Erkenntnis für den alltäglichen Umgang mit Passwörtern sollte dagegen jedem bekannt sein. Durch drei Maßnahmen kann man sich zumindest vor solchen Angriffen schützen:

          1) Ein sicheres, das heißt langes und aus Buchstaben sowie Ziffern bestehendes Passwort benutzen.

          2) Verschiedene Passwörter für die wichtigen Konten benutzen.

          3) Sofern das der Anbieter erlaubt, die Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden.

          Auch hier gibt es keine hundertprozentige Sicherheit, alles weitere zum Thema Passwort steht hier.

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