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Michael Spehr (misp.)

Tech-Talk : Microsoft 1984

  • -Aktualisiert am

Bitte lächeln: Wer in der Teams-Videokonferenz glücklich, traurig oder einfach nur gelangweilt ist, das wollen Microsoft-Forscher mit den Gesichtsausdrücken und Künstlicher Intelligenz ermitteln.

          1 Min.

          Es könnte sich lohnen, während der nächsten Videokonferenz die Kamera des Notebooks auszuschalten. Nicht etwa um den anderen Teilnehmern der Runde den Anblick des Chaos im heimischen Arbeitszimmer zu ersparen. Sondern weil Forscher von Microsoft jetzt für ihre Teams-Besprechungssoftware ein Tool entwickelt haben, welches die emotionalen Reaktionen der Konferenzteilnehmer auswertet. Affective Spotlight zeigt dem Chef der Runde oder dem Präsentator die ausdrucksstärksten Reaktionen der Zuhörer und Zuseher. Mit Künstlicher Intelligenz würden Gesichtsausdrücke wie Traurigkeit, Glück und Überraschung identifiziert, außerdem werden Bewegungen wie Kopfschütteln oder Nicken erkannt. Ein Augenbrauen-Erkennungssystem soll in Verbindung mit einer gerunzelten Stirn auch verwirrte Teilnehmer der Konferenz identifizieren. Alle 15 Sekunden zeigt Affective Spotlight dem Moderator die Person mit der höchsten positiven Punktzahl. Das alles sei ein wertvolles Feedback, meint Microsoft. Wir meinen, dass es mal wieder Zeit ist, „1984“ von George Orwell zu lesen. Den „Telescreen“ hat Orwell 1949 viel zu vorsichtig gedacht.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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