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Consumer Electronics Show : Die Invasion der Ultrabooks

  • -Aktualisiert am

Die sehr dünnen Notebooks von Samsung der Serie 9 Bild: AFP

Apple hat mit seinem MacBook Air hauchdünne Rechner marktfähig gemacht. Der Chiphersteller Intel will mit Ultrabooks das leidende PC-Geschäft gegen die Flut der Tabletcomputer beleben.

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          Das muss man Intel lassen: Der amerikanische Mikrochiphersteller hat es geschafft, ein von ihm angestoßenes Laptopsegment mit dem Namen Ultrabooks zu einem der beherrschenden Themen auf der CES zu machen. Ultrabooks waren überall auf der Messe, fast alle großen Personal-Computer-Hersteller zeigten mindestens eines dieser dünnen und flachen Notebooks. Man konnte fast etwas misstrauisch werden, denn diese kollektive Ultrabook-Offensive weckte Erinnerungen an die Flut von Tabletcomputern, die im vergangenen Jahr das Geschehen auf der Messe bestimmte. Bei den Tablets kehrte freilich schnell Ernüchterung ein, kaum eines der damals vorgestellten Geräte konnte dem marktführenden iPad von Apple auch nur annähernd das Leben schwermachen. Jetzt hoffen die Hersteller, dass bei den Ultrabooks nach dem großen CES-Auftritt nicht wieder ein Kater folgt.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Für Intel und seine Partner unter den Herstellern ist der Vorstoß mit den Ultrabooks ein Versuch, dem PC-Markt neues Leben einzuhauchen. Denn das Geschäft lahmt seit einiger Zeit, während mobile Geräte wie Tablets und internetfähige Handys (Smartphones) gewaltige Wachstumssprünge schaffen. In diesen Geräten ist Intel mit seinen Chips trotz vieler Bemühungen bislang nur schwach vertreten. Vor diesem Hintergrund rief Intel im vergangenen Jahr seine Ultrabook-Kampagne ins Leben. Intel meldete den Namen „Ultrabook“ als Warenzeichen an und legte Spezifikationen dafür fest, nach denen sich die Partner unter den Geräteherstellern zu richten haben.

          Dünner und leichter als herkömmliche Notebooks

          Die Ultrabooks lehnen sich stark an das erfolgreiche MacBook Air von Apple an. Sie sind dünner und leichter als herkömmliche Notebooks, sie sind fast direkt nach dem Starten betriebsbereit, und sie haben eine längere Batterielaufzeit. Üblicherweise haben sie ebenso wie das MacBook Air kein optisches Laufwerk für CD oder DVD. Mooly Eden, Vice President der PC-Sparte von Intel, stellte Ultrabooks in einer Pressekonferenz auf der CES als Geräte für Verbraucher vor, die nicht in erster Linie Medieninhalte konsumieren wollen. „Konsumieren ist gut für Kühe, aber Menschen wollen Dinge kreieren“, sagte er in einem Seitenhieb auf Tablets, die mangels physischer Tastatur vor allem als Geräte für den Konsum von Inhalten gelten.

          Eden gab aber zu, dass die Ultrabooks bislang noch zu teuer sind, um für ein Massenpublikum in Frage zu kommen. Viele der bisher verkauften Geräte kosten in Amerika um 1000 Dollar, liegen also auf ähnlichem Niveau wie das billigste MacBook Air. Eden versprach, dass die Preise schnell nach unten gehen werden, je mehr solcher Ultrabooks auf den Markt kommen. Tatsächlich wurden auf der CES auch schon einige Ultrabooks gezeigt, die für 699 Dollar oder weniger verkauft werden sollen. Dell zeigte ein Ultrabook mit dem Namen XPS für rund 1000 Dollar, Hewlett-Packard stellte das Modell Spectre vor, das 1400 Dollar kostet. Beide Unternehmen wollen künftig Geräte in allen Preisstufen anbieten.

          Weder auf dem Gerät noch auf der Verpackung

          Den Ultrabook-Begriff propagiert Intel um einiges aggressiver als manche seiner Partner, die ihre eigenen Marken hervorheben wollen. „Wir sehen unser Spectre gar nicht so sehr als Ultrabook, auch wenn es die Spezifikationen erfüllt“, sagte Carlos Montalvo, der Technologievorstand der Personal-Computer-Sparte von HP. Auch für Dell stehe der eigene Modellname im Vordergrund, sagte Steve Felice, der im Konzern unter anderem für das Geschäft mit Endverbrauchermärkten betreut ist. Der Begriff Ultrabook werde zwar in der Werbung auftauchen, aber er sei weder auf dem Gerät noch auf der Verpackung.

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