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Huawei Mate 8 : Schickes Smartphone mit langem Atem

Schwierig auf der Bühne zu präsentieren: ein Smartphone Bild: Marco Dettweiler

Eigentlich eignet sich die Messe in Las Vegas nicht, um neue mobile Geräte vorzustellen, weil schon Ende Februar der Mobile World Congress wartet. Doch Huawei konnte es nicht abwarten.

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          Die Chinesen können einfach nicht klein. Pressekonferenzen von Huawei in Las Vegas sind zwar nicht ganz so groß und aufwändig, wie die mächtigen Shows, die im Rest des Jahres in den gleichen Hotels stattfinden, wo jetzt tausende Journalisten Schlange stehen, um eine Stunde später CEOs in schwer verstehbaren Englisch zuzuhören. Doch bei Huawei gibt es laute Musik, tanzende Scheinwerfer, attraktive Ansagerinnen und Videos auf riesigen Leinwänden. Das ist auch verständlich. Denn das, was auf der Bühne präsentiert wird, ist aus Besucherperspektive kaum zu erkennen. Lediglich die Leinwand macht das Smartphone, die Smartwatch oder das Tablet groß.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Spannend wird es eigentlich erst, wenn man nach der Show zum Hands-on hetzen darf, um das vorgestellte Produkt anfassen und ein paar Snapshots machen zu können. Wir haben es unter anderem beim Mate 8 von Huawei getan, das bereits im November in China auf den Markt kam.

          CES in Las Vegas : Huawei stellt neues Smartphone Mate 8 vor

          Die Frequenz, mit der Huawei seine Smartphones aktualisiert, ist beeindruckend, mitunter auch befremdlich. Erst auf der IFA im Herbst hatte das Unternehmen das Mate S gezeigt, schon gibt es hier in Las Vegas das Mate 8. Auch wenn der Name es suggeriert, ist das Mate 8 nicht der Nachfolger des Mate S, sondern des Mate 7. Wie auch immer. Sie sind sich doch ähnlich. Ihr Gehäuse ist aus Edelstahl, beide sind sehr dünn und leicht.

          Ein echtes Phablet

          Das neue Mate 8 ist allerdings ein echtes Phablet. Mit 6 Zoll Bildschirmdiagonale gehört es zu den größeren der er schon großen Phablets. Hält man es in den Händen, wirkt es gar nicht so mächtig, obwohl es mit 185 Gramm nicht das leichteste und mit einer Dicke von knapp 8 Millimeter nicht das dünnste Phablet ist.

          Bei einigen Herstellern führt dies zu Abstrichen bei der Leistung des Akku, weil dieser eben kleinere Ausmaße aufgrund des Designs haben muss. Huawei hat es dennoch geschafft – im Test müsste dies noch bewiesen werden – einen Akku mit 4000 Milliamperestunden unterzubringen, der auch unter extremer Benutzung zwei Tage halten soll. Auf der Bühne erscheinen dazu die üblichen Zahlen zum möglichen Dauer beim Schauen von HD-Videos (17 Stunden), Surfen im LTE-Modus (20 Stunden) oder Musik hören (98 Stunden). Dass dennoch mal Schluss sein kann mit dem Akku, hat nun Hersteller wie Samsung und Huawei dazu gebracht, diese so zu konstruieren, dass sie sehr schnell aufgeladen werden können. Laut Huawei bekommt das Mate 8 in einer halben Stunden genug Saft für einen Tag Nutzung.

          Huawei fährt auf seiner Pressekonferenz groß auf. Bilderstrecke
          Huawei fährt auf seiner Pressekonferenz groß auf. :

          Das Display ist rein von den Zahlen her betrachtet eher Standard. Im Vergleich zu Smartphones der Konkurrenz löst es nur mit Full-HD, also mit 1.920 x 1.080 Pixeln, nicht sehr hoch auf. Die Pixeldichte von 368 ppi ist somit geringer als etwa die des iPhone 6s Plus. Dafür erscheint es beim Hands-on sehr hell und hat knackige Farben. Die Kamera macht Bilder mit 16 Megapixeln und hat einen optischen Bildstabilisator. Der interne Speicher ist mit 32 Gigabyte an der unteren Grenze angesetzt, lässt sich allerdings mit einer Micro-SD-Karte auf 128 Gigabyte erweitern. 

          Fingerabdrucksensor für Selfies

          Wie auch das Mate S verfügt das Mate 8 über einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite unterhalb der Kameralinse. Damit lässt sich das Gerät nicht nur entsperren, sondern unter anderem auch die Kamera auslösen. Selfies sollen so besser gelingen. Auch die Huawei-Software Emui 4.1, die auf dem aktuellen Android aufsetzt, hat wieder nette Zusatzfunktionen. So kann durch doppeltes Klopfen auf den Bildschirm ein Screenshot erzeugt werden, was im Hands-on auch gut klappte.

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          Nach dem kurzen Hands-on kommt uns der Preis von 599 Euro angemessen vor. Es ist ein elegantes, hochwertig verarbeitetes Phablet mit ausdauerndem Akku und guter Software. Und es ist sogar in der Farbe „Mokkabraun“ zu haben, die laut Huawei noch kein anderer Hersteller auf der Welt in Angebot hat. Na dann.

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