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Internet-Unternehmen auf der Cebit : Sie sind jung und bekommen das Geld

Bild: F.A.Z. - Andreas Brand

In Halle 16 der Cebit haben sich fünfzig junge Internetunternehmen versammelt. Wer wissen will, wie die Zukunft des mobilen Internet aussieht, sollte dort vorbeischauen. FAZ.NET stellt fünf Avantgardisten in Videos vor.

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          Junge Menschen mit modischen Frisuren sitzen vor ihren Computern in weißen T-Shirts, auf denen „Code_n 12“ steht. Die Stände in Halle 16 auf der Cebit sind großzügig mit Wänden in Form von riesigen Buchstaben voneinander abgetrennt. Geeint werden die Aussteller auf den 3500 Quadratmetern durch das Internet: Dort wollen sie innovativ sein. Der Stand kostet für sie keine Gebühr, weil der Veranstalter GFT und weitere Partner sie im Rahmen eines Wettbewerbs eingeladen haben.

          Andreas Brand
          Videoredakteur bei FAZ.NET.
          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG, hat etwas zu kräftig getrommelt für die Halle 16. Es mag zwar sein, dass er die „Avantgarde“ auf die Cebit geholt hat, die „völlig neue, innovative Ideen aus der ganzen Welt“ nach Hannover bringt. Doch die Halle wirkt als Verpackung für den Wettbewerb „Code-n 12“ eher bemüht und unfertig. Der Inhalt hingegen passt: Fünfzig innovative Unternehmen sind in der Halle versammelt, die aus 400 Teilnehmern aus 42 Ländern ausgewählt wurden und von denen eines am kommenden Donnerstag zum Code-N-Gewinner gekürt wird. Es macht Spaß, neugierig von Stand zu Stand zu schlendern, um sich bei den jungen, teils sichtlich nervösen Aussteller danach zu erkundigen, was sie Spannendes mit nach Hannover gebracht haben. Ein angenehmes Gegengewicht zu der routinierten Presseabfertigung bei den  großen IT-Firmen. Doch fangen wir zunächst mit den „Fast-Profis“ unter den Teilnehmern des  Code-N-Wettbewerbs an.

          App zum Taxi

          Intelligent Apps hat 65 Mitarbeiter. Ihre App „myTaxi“ wurde bereits eine Million Mal im App-Store heruntergeladen, und die Zahl derer, die mit ihr schon mal ein Taxi gerufen haben, wächst stetig. Entsprechend selbstbewusst tritt das Unternehmen in Hannover auf. „Am Anfang haben wir am Flughafen Taxifahrer angesprochen, um sie von unserer Idee zu überzeugen“, sagt Vertriebsleiter Reza Ghalamkarizadeh. Mittlerweile machen Taxifahrer in dreißig großen Städten mit, unter anderem in Wien, Zürich und Barcelona. Die App wird kontinuierlich erweitert. Demnächst soll die App um eine Funktion erweitert werden, mit der man ein Taxi vorbestellen kann. Car2go, ein Tochterunternehmen von Daimler, hat wie einige andere Unternehmen in myTaxi investiert. Der deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) schätzt das Unternehmen als ernsthafte Konkurrenz ein und hat bereits Stellung bezogen.

          i.Charge : Die App fürs Elektroauto

          Geplant zur Tanke

          Von einem so weit entwickelten Projekt kann Fabian Eckl von Swent nur träumen - vorerst. Der sympathische junge Mann aus dem Bayerischen Wald ist noch Student. Gemeinsam mit anderen Kommilitonen erst einmal „nur“ eine Idee für eine App namens „iCharge“ entwickelt. Die klingt jedoch so gut, dass sich Investoren finden dürften, die das Jung-Team aus Deggendorf unterstützt. Im Gegensatz zu „myTaxi„ setzt „iCharge“ auf Autos, die noch nicht allzu häufig durch die Gegend fahren. Die App soll nämlich dafür sorgen, dass das Tanken mit dem Elektro-Auto einfacher wird. iCharge berechnet anhand verschiedener Parameter wie Wetter, Verkehr, Terminkalender oder der Lage der Tankstation, wann es für den Fahrer am geschicktesten ist, zu tanken. Die App kann zudem die E-Zapfsäulen reservieren oder den Fahrer an privaten Stationen anmelden. iCharge wurde noch nicht mit Elektroautos getestet, und auch mit den Herstellern von Tankstationen haben Fabian Eckl und sein Team noch keinen Kontakt aufgenommen. Aber bald hat er seinen Abschluss in Elektrotechnik. Und dann soll es richtig losgehen.

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