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VDSL-Anschlüsse : Telekom knüpft Glasfasernetz

Das superschnelle Internet der neuen Generation sendet Daten über Glasfaserkabel Bild: dapd

Die Deutsche Telekom beginnt mit dem seit langem angekündigten Aufbau eines Glasfasernetzes für besonders schnelles Internet. Bis zum Jahresende will sie damit in zunächst zehn Städten etwa 160.000 Haushalte erreichen. Die Glasfaserleitungen sollen dort möglichst bis in die Wohnungen verlegt werden.

          Die Deutsche Telekom beginnt mit dem seit langem angekündigten Aufbau eines Glasfasernetzes für besonders schnelles Internet. Bis zum Jahresende will sie damit in zunächst zehn Städten etwa 160000 Haushalte erreichen. Die Glasfaserleitungen sollen dort möglichst bis in die Wohnungen verlegt werden. Telekom-Kunden könnten dann mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit in der Sekunde surfen.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Deutschland-Chef Niek Jan van Damme rechnet mit einer zunächst eher zurückhaltenden Nachfrage. Er hofft, dass sich bis Jahresende 10 Prozent der angeschlossenen Haushalte für das superschnelle Internet entscheiden werden. Die Preise für die Hochgeschwindigkeitsanschlüsse stehen noch nicht fest. Marktuntersuchungen zeigen eine sehr begrenzte Zahlungsbereitschaft, weil es bisher kaum Anwendungen gibt, die derart große Bandbreiten erfordern. Selbst hochauflösendes Fernsehen aus dem Internet funktioniert auch mit weitaus langsameren Anschlüssen. Die Telekom rechnet aber mit rapide steigendem Bedarf an Bandbreite. Studien zufolge wird der Datenverkehr im Festnetz bis 2013 um das Fünffache wachsen.

          Zudem zwingt die Konkurrenz des Fernsehkabels, das schon Bandbreiten von 100 Megabit je Sekunde ermöglicht, die Telekom dazu, das eigene Netz aufzurüsten. In der Glasfasertechnik haben bisher Stadtnetzbetreiber wie Netcologne in Köln oder die Münchener M-Net die Nase vorn. Das leistungsstärkste Angebot der Telekom sind die 50 Megabit schnellen VDSL-Anschlüsse. Glasfaser wird dabei nur bis in die Schaltkästen gezogen, während die letzte Meile in die Kundenhaushalte weiterhin über eine Kupferleitung führt. Diese Technik ist in fünfzig Städten mit rund zehn Millionen Haushalten verfügbar. Im laufenden Jahr sollen rund 600000 Haushalte hinzukommen, in der Regel durch Kooperationsvereinbarungen mit Kommunen, die sich an den Ausbaukosten beteiligen. Das neue Glasfasernetz bis in die Häuser sollte nach den vor einem Jahr vorgestellten Plänen der Telekom bis Ende 2012 bis zu 10 Prozent der rund vierzig Millionen deutschen Haushalte erreichen. Van Damme ruderte nun zurück. Das Ausbautempo hänge auch von einem investitionsfreundlichen Umfeld ab, sagte er.

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