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IT-Messe : Cebit 2.0 - noch ein Versuch

Bild: F.A.Z.

In zehn Tagen öffnet die Cebit ihre Tore: Die größte IT-Messe der Welt kocht auf kleiner Flamme. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Besucher halbiert. Mit einem neuen Konzept soll die Messe nun wieder größer werden.

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          Der Countdown läuft, und Ernst Raue ist sich sicher: Der Start geht gut über die Bühne. Die Zeiten sind zwar schwer, die Lage ist zwar schwierig und das Geschäft knallhart. "Doch die Cebit hat sich in ihrer Geschichte schon mindestens einmal neu erfunden", meint der für die Ausrichtung des jährlichen Techniktreffs verantwortliche Vorstand der Deutschen Messe AG in Hannover. "Das wird sie wohl ein zweites Mal tun müssen, will sie weiterhin Trends bestimmen und Richtungen vorgeben", sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbandes Bitkom.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wenn die größte IT-Ausstellung der Welt in zehn Tagen ihre Tore öffnet, wird sie wieder Hunderttausende Besucher und Tausende Aussteller anziehen, werden Politik und Wirtschaft hochrangig, prominent und wortreich vertreten, werden Geschäfte im Wert von mehreren Milliarden Euro abgeschlossen sein. In Hannover gibt sich die Branche ihr Stelldichein. Dafür sind in den hangargroßen Messehallen schon dreißig Kilometer Teppichbelag verlegt. Der Umfang der Kabelstränge unter dem Medienzentrum reichte wohl aus, ganz Guatemala ordentlich zu verkabeln.

          Die Erwartungen sind bescheiden

          Am Ende der sechs tollen Techniktage werden die Besucherzahlen und die Einnahmen an den Würstchen-, Kaffee- und Taxiständen voraussichtlich abermals unter denen des Vorjahres liegen. Doch sie werden besser sein als von vielen prognostiziert. Denn die Erwartungen sind bescheiden. Die Krise zieht ihre Kreise, die Rezession dämpft die Stimmung. Die Messegesellschaft reagiert. Sie wird vom kommenden Jahr an mehr auf Anwender und Nutzer zugehen als bisher. Sie wird sich in vier Bereiche teilen: professionelle Nutzer, private Anwender, öffentliche Hand sowie Forschung und Entwicklung. Und sie wird wieder mehr auf das junge Publikum zugehen, ohne das Konzept einer Geschäftsmesse aufzugeben.

          Bild: F.A.Z.

          An dieser Vierteilung arbeitet Cebit-Chef Raue seit drei Jahren. Er rückte 2008 Nutzer und Anwender von IT wieder stärker ins Zentrum, verstärkte diese Tendenz im Wirtschaftskrisenjahr 2009 und will den Wandel 2011 vollzogen wissen. Dafür wird der beratende Fachbeirat der Cebit mit entsprechenden Vertretern aus den einzelnen Teilbereichen besetzt. Daran wird auch das messebegleitende Konferenzprogramm ausgerichtet. Raue hat es bereits aufpeppen, forcieren und mit hochkarätigen Rednern besetzen lassen. Das musste er auch. Steckt doch die Hightech-Branche in einem tiefen strukturellen Wandel. "Die technologische Entwicklung wird immer mehr von den Konsumenten und weniger von den Profianwendern aus der Industrie getrieben", sagte Jean François Fau, Europachef des Chipherstellers Texas Instruments.

          Das multimedial einsetzbare iPhone von Apple war Katalysator. Alles dreht sich um Nutzerfreundlichkeit, Agilität und Flexibilität. Apple geht vornweg, doch hält sich das Unternehmen selbst von allen großen Messen auf der Welt fern. Andere handeln anders: Ericsson und Motorola sind auf der Cebit wieder vertreten. Fujitsu hat gleich vier Stände. IBM ist traditionell groß vertreten. SAP nutzt die Cebit, um die eigentlich hauseigene Kundenmesse "World Tour" auszutragen. Die IT-Chefs (CIO) großer deutscher Unternehmen werden erstmals einen eigenen Gemeinschaftsstand haben.

          Seit fast zehn Jahren geht es schon bergab

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