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Tech-Talk : Berlin 1961

  • -Aktualisiert am

Doppeltes Spiel für Oldtimer-Fans: Eine neue Agentenserie setzt die Hauptstadt von vor 60 Jahren in Szene. Die Autos, die dort über den Ku'damm brausen, geben aber Rätsel auf.

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          Das Streaming hat die eigenen Fernsehgewohnheiten drastisch verändert. Linear wird immer weniger geschaut, stattdessen wird im scheinbar unendlichen Angebot an Spielfilmen, Dokumentationen und Serien gewühlt, bis etwas Passendes gefunden ist.

          Zum Beispiel die neue, sechsteilige Serie „Spy City“. Sie spielt in Berlin im Frühjahr 1961 im Agentenmilieu und Spannungsfeld der vier Schutzmächte. Die Ausstatter haben sich reichlich Mühe gegeben, das Berlin von vor 60 Jahren auferstehen zu lassen, eingestreute Originalaufnahmen helfen dabei.

          Im Vergleich wird aber deutlich: Die Straßen in der Serie sind viel zu leer. Aber nicht nur das. Mit viel Liebe werden immer wieder Oldtimer in Szene gesetzt, die gewiss nicht einfach zu beschaffen waren. Allerdings werden Jaguar E-Types, im März 1961 erstmals vorgestellt, kaum im Sommer über den Ku’damm gefahren sein.

          Und das schöne Volvo-P-1800-Coupé kam auch erst 1961, zudem hat es die falschen Stoßfänger, die kamen später. Eine völlige Fehlbesetzung ist der Opel Rekord A, der in einer Szene kurz zu sehen ist. Der debütierte 1963. Aber so ist die Serie für den Oldtimer-Fan doppelt spannend. Er kann der Agentenhandlung folgen und selbst nach falschen Autos fahnden.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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