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Fahrbericht DS3 : Unter neuer Flagge

  • -Aktualisiert am

Bild: DS Automobiles

Der DS3 präsentiert sich mit französischem Chic und selbstbewussten Preisen. Für flottes Fahren sorgt ein Benzinmotor aus der Kooperation mit BMW.

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          Schickes Auto - ein Citroën? „Nein, das ist ein DS3.“ Also doch ein Citroën? „Nein, der heißt jetzt DS.“ Nicht nur einmal haben wir diesen Wortwechsel während unserer zwei Wochen mit dem DS3 geführt. Seit Juni 2014 firmiert DS innerhalb des PSA-Konzerns, den Peugeot und Citroën gemeinsam bilden, als eigene Marke, auch wenn das längst noch nicht jeder mitbekommen hat. Das traditionsreiche Kürzel ziert in Deutschland derzeit drei Modellreihen, die vor allem mit Design und höherwertiger Ausstattung überzeugen wollen, dabei aber allesamt auf den etwas braveren Citroën-Fahrzeugen basieren.

          Zur DS-Familie gehören außer dem Einstiegsmodell DS3, das es für 2800 Euro Aufpreis auch als DS3 Cabrio mit übergroßem Rolldach à la Fiat 500C gibt, der kompakte DS4 als Limousine und höhergelegter Crossback mit dezenter SUV-Anmutung sowie die Reiselimousine DS5. Nur in China erhältlich sind DS5 LS und DS6. Der 2010 als Citroën DS3 gestartete, nur als Zweitürer erhältliche Kleinwagen hat sich weltweit 390 000 Mal verkauft. Seit März ist der pfiffige Franzose, dem der viertürige Citroën C3 seine Gene spendete, mit eigenständiger Front und DS-Logo statt des Doppelwinkels, noch mehr Personalisierungsmöglichkeiten (78 Farbkombinationen für Karosserie und Dach, verschiedene Cockpit-Dekore) sowie zusätzlichen Konnektivitäts-Funktionen zu Preisen von 15 890 Euro an auf dem Markt.

          Leistungsspanne: 82 bis 208 PS

          Die Abmessungen des 3,95 Meter langen Fronttrieblers blieben unverändert, auch sein Erkennungszeichen, die „Haifischflosse“ hinter der B-Säule, die das leicht abfallende Dach wie frei schwebend wirken lässt, haben die Designer nicht angetastet. Fünf Benzinmotoren, Drei- und Vierzylinder mit einer Leistungsspanne von 82 bis 208 PS im DS3 Performance und zwei Vierzylinder-Diesel mit 99 und 120 PS sind im Angebot. Neu ist ein Dreizylinder-Ottomotor mit 130 PS für mindestens 20 490 Euro. Die Version mit 110 PS kann jetzt zum Preis von 20 790 Euro auch mit Sechsgang-Automatik geordert werden.

          Im Redaktionsfuhrpark angetreten ist der modisch-fesche DS3 mit dem flotten, gemeinsam von PSA und BMW entwickelten, 165 PS (121 kW) starken Turbobenziner in der höchsten Ausstattung „Sport Chic“ für mindestens 23 490 Euro. Die auffällige zweifarbige Lackierung (Karosserie in Belle-le-Blau-Metallic, Dach und Gehäuse der Außenspiegel in Opal-Weiß) kostet 940 Euro Aufpreis. Mit schwarzem Leder-Paket, Navigationssystem und weiteren Extras ausstaffiert, summiert sich der Tarif des Testwagens auf üppige 28 060 Euro - das ist sehr viel Geld für einen Kleinwagen.

          Das Interieur wirkt sportlich und ist bequem

          Dafür überzeugt er im Innenraum mit tadelloser Materialauswahl und -anmutung. Die bequemen Sportsitze, bezogen mit perforiertem Leder, geben ausgezeichneten Seitenhalt. Das griffige, unten abgeflachte Lederlenkrad mit Einsätzen in Aluminium-Look liegt gut in der Hand. Betont wird das sportlich wirkende Interieur auch durch Aluminium-Pedale und die kurz gestufte Sechsgang-Handschaltung. Gut gefallen hat uns die lederbezogene Abdeckung oberhalb der blendfrei ablesbaren Rundinstrumente. Vermisst haben wir eine digitale Geschwindigkeitsanzeige.

          Das Testfahrzeug zierte ein Lasergravur-Einsatz im Armaturenbrett, der mehrere exotisch aussehende Gebäude abbildete und sich auch als Siebruckmuster auf den dunkler getönten hinteren Seitenfenstern wiederfand - auf diese 250 Euro teure Zugabe würden wir verzichten. „Sport Chic“ umfasst eine zugfrei arbeitende Klimaautomatik und schicke, glanzgedrehte 17-Zoll-Leichtmetallfelgen; Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer und Rückleuchten kommen mit LED-Technik.

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