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Tech-Talk : Aus eigener Kraft

  • -Aktualisiert am

Seit 2015 sind in Deutschland bis 2018 rund drei Millionen Elektrofahrräder verkauft wurden. Es bedurfte keiner Daumenschrauben und auch keiner finanziellen Anreize.

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          535.000, 605.000, 720.000, 980.000 – was will uns diese Zahlenreihe sagen? Ganz einfach: Seit 2015 sind in Deutschland bis 2018 rund drei Millionen Elektrofahrräder verkauft wurden. Der Zweirad-Industrie-Verband, der diese Zahlen erhoben hat, sagt, dass im Berichtsjahr 2018 fast ein Viertel aller verkauften Räder elektrisch waren. Jetzt bleibe dahingestellt, ob diese weiter anhaltende Entwicklung nur positive Aspekte habe.

          Konzentrieren wir uns darauf, wie das bekanntlich tumbe und störrische Volk dazu gebracht wurde, sich in Massen vergleichsweise teure Elektrofahrzeuge mit zwei Rädern zuzulegen. Musste tagtäglich mit dem Erstickungstod in den Städten und der Klimakeule gedroht werden? Rollte eine Klagewelle gegen Muskelkraftfahrzeuge? Wurde nach einem Verbot von allen nichtelektrischen Fahrrädern gezetert? Hat jeder Käufer eines Elektrorads ein Fünftel der Anschaffungssumme als Rabatt bekommen, ein Geschenk, das sich der Steuerzahler und die Hersteller teilten? Gab es extra E-Bike-Parkplätze in City-Bestlagen? Hat sich die Hotellerie ihre Ladestationen großzügig fördern lassen und die Zweiradindustrie für jede in Deutschland gefertigte Batterie die Hand aufgehalten? Und ist die Kanzlerin freudestrahlend zu jeder neuen Produktionslinie von E-Bikes geeilt, um höchstpersönlich den Daumen zu heben?

          Von alldem war doch wohl nichts. Es bedurfte überhaupt keiner Daumenschrauben und auch keiner finanziellen Anreize. Es hat ausgereicht, Produkte mit einem im Verhältnis zu ihrem gesteigerten Nutzen vernünftig erscheinenden Mehrpreis anzubieten. So hat das auch schon am Beginn der Automobilgeschichte funktioniert, als das Pferdefuhrwerk das Auslaufmodell war.

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