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Wadia 170i Transport : Vom iPod zum HiPod

  • -Aktualisiert am

Steckspiel: 170i Transport mit iPod Bild: Hersteller

Ein digitales Signal gibt der iPod nicht her - es sei denn, Apple erlaubt es wie im Fall des innovativen amerikanischen Digitalexperten Wadia. Mit dem 170i Transport wird der iPod nun zur Musikquelle für HiFi-Anlagen.

          Apples iPod als Musikquelle für eine hochwertige HiFi-Anlage? Das war bisher nicht so angesagt, denn sein interner Digital-Analog-Wandler, der das resultierende (analoge) Signal an den Kopfhörer, ein übliches Dock oder an gestandene HiFi-Komponenten weitergibt, kann sich mit besseren Vertretern seines Fachs nur schwerlich messen. Ein digitales Signal gibt der iPod aber nicht her - es sei denn, Apple erlaubt es wie im Fall des innovativen amerikanischen Digitalspezialisten Wadia (www.wadia.com), der 1988 von ehemaligen Ingenieuren des 3M-Konzerns in Saline (Michigan) gegründet wurde.

          Dieses Unternehmen hat dafür seinen 170i Transport entwickelt: ein 7 × 20 × 20 Zentimeter kleines, 390 Euro kostendes Kästchen mit Aluminiumgehäuse, auf dessen Oberseite der iPod in einen Kontaktschlitz gesteckt wird. Adapter sorgen dafür, dass alle aktuellen Modelle angeschlossen (und zugleich geladen) werden können, auch der iPod Touch und das iPhone. Mit dieser Verbindung können der Wandler und der Analogausgang der Apple-Winzlinge umgangen werden, so dass die Qualität des Audiosignals nur noch von der Auflösung des im iPod gespeicherten Materials abhängt. Hat es die voll auflösenden Formate WAV oder Apple Lossless, ist mindestens CD-Qualität garantiert.

          Musik in einer grandiosen Qualität

          Den Wadia Transport verlässt das digitale Signal über einen S/PDIF-Ausgang in Richtung auf einen externen Wandler (es kann auch ein CD-Spieler mit Digitaleingang sein); das analoge iPod-Signal läuft, wenn es denn alternativ gewünscht wird, über Cinchbuchsen zu einem Verstärker oder Receiver. Für Video vom iPod stehen, je nach dessen Modellvariante, S-Video- und Component-Video-Ausgänge zur Verfügung. Ein Steckernetzteil stellt die Stromversorgung her, eine kleine Fernbedienung erlaubt Start/Pause, Titelsprung und das Umschalten zwischen digitalem und analogem Audioausgang. Die iPod-Fernbedienungen tun es aber auch.

          Wir haben einen iPod Nano über den Wadia an ein hochwertiges HiFi-Ensemble angeschlossen - nebenbei: dank dem Flashspeicher des Apple gab es in dieser Anlage keine mechanisch bewegten Teile mehr außer den Lautsprechermembranen - und ihn sofort zum HiPod ernannt: In iTunes mit WAV kodiertes Klassik-Material kam über die Boxen in einer grandiosen Qualität, die in keinerlei Kriterien einen nennenswerten Unterschied gegenüber der Original-CD-Darbietung erkennen ließ.

          Die neue iPod-Dimension

          Der scheckkartenkleine Nano wuchs in Kooperation mit dem 170i Transport und unserem Wandler DAC 1 von Benchmark zu einem exzellenten Zuspieler heran - kein Vergleich zu den klanglichen Möglichkeiten, die ihm über seinen analogen Ausgang gegeben sind. Und Digitalexperte Wadia kann sich diese neue iPod-Dimension ebenso auf die Liste der von ihm beanspruchten Innovationen schreiben wie die Entdeckung des Jitters als digitalen Klangverderbers, den ersten externen D/A-Wandler und die erste HiFi-taugliche digitale Lautstärkeregelung.

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