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Triband-Mobiltelefon : Bunt, klein und kleidsam

Viele Farben für die Finnen: Das Nokia-Handy 6100 Bild:

Das 6100 ist das bisher kleinste Nokia- Handy, und es ist deutlich besser verarbeitet als das 6610 und 7210. In der Größe eines Siemens S55 oder T68i von Sony Ericsson und mit einem Gewicht von nur 76 Gramm, paßt es ideal in die Hemden- oder Hosentasche.

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          Marktführer Nokia setzt derzeit mit seinen Mobiltelefonen auf bunte Vielfalt: Eine Handy-Software kommt mehr oder weniger identisch in drei verschiedenen Gehäuse-Varianten auf den Markt. Wer das Modell 7210 und das 6610 kennt, gewöhnt sich schnell an das neue 6100: Ausstattung und Bedienung sind den beiden anderen verblüffend ähnlich. Einige Unterschiede gibt es trotzdem. Das 6100 ist das bisher kleinste Nokia- Handy, und es ist deutlich besser verarbeitet als das 6610 und 7210. In der Größe eines Siemens S55 oder T68i von Sony Ericsson und mit einem Gewicht von nur 76 Gramm, paßt es ideal in die Hemden- oder Hosentasche.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das Display mit 4096 Farben hinterläßt einen sehr guten Eindruck und ist für multimediale Anwendungen wie geschaffen. So wundert kaum, daß dieses Triband-Gerät auch MMS verschicken kann, Multimedia-Kurznachrichten mit Bild und Ton. Allerdings fehlt die Möglichkeit, akustische Grüße oder Klänge mitzusenden, weil nur Bild- und Textelemente möglich sind, lassen sich keine Animationen aus mehreren Elementen programmieren. Das ist ebenso ärgerlich wie das Fehlen von Sprachwahl und -aufzeichnung, beides Funktionen, die Nokias 6er-Reihe für den Geschäftsmann üblicherweise mitbringt.

          Merkwürdig ist ferner, daß man Multimedia-Elemente wie Klingeltöne und Bilder nicht an andere Handys oder den PC schicken kann. Der Empfang von kleinen Fotos oder Midi-Tönen über die eingebaute Infrarot-Schnittstelle funktionierte mit unserem Gerät nicht. Der Business-Nomade wird gewiß Bluetooth, einen E-Mail-Client oder einen Antennenanschluß vermissen.

          Beim neuen Typ nutzt Nokia eine gelungene, eingängige Menüführung mit großen Symbolen. Die Programmiersprache Java wird genutzt, man kann also kleine Programme über Wap aus dem Internet laden. Leider ist der freie Speicher auf 225 Kilobyte beschränkt. Mit vielen Animationen sieht das Betriebssystem des 6100 sehr modern aus, ist aber etwas langsam, besonders beim Öffnen neuer Kurznachrichten. Gegenüber dem 7210 und 6610 fehlt das UKW-Radio. Beim Preis des jüngsten und kleinsten Finnen kann man aber nur den Kopf schütteln: 500 Euro, ohne Kartenvertrag. Wer ein Handy mit Vollausstattung sucht, fährt mit den Konkurrenten Siemens S55 oder T68i von Sony Ericsson deutlich besser: Beide sind genauso klein, aber jeweils 200 Euro billiger. Denn beim Nokia muß man für den guten Namen ein happiges Aufgeld zahlen.

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