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Sounddeck vom Raumfeld : Power unter dem Fernsehfuß

  • -Aktualisiert am

Der Lautsprecher von Raumfeld bietet neben der Zweikanal-Wiedergabe weitere Optionen wie „Arena“, „Theater“ und „Voice“ Bild: Hersteller

Das Multiroom-Sounddeck von Raumfeld gibt die Musik aus vielen Tonquellen wieder. Zudem ist es vorbereitet für Google Cast. Der Klang überzeugt.

          Je dünner der Bildschirm, desto dünner auch der Ton: Die Regel ist so platt wie die modernen Fernseher, aber leider ziemlich wahr. Abhilfe schaffen zum Beispiel Soundbars, schmale Zusatzlautsprecher, die man unter dem Bildschirm an die Wand schraubt, und die gern noch mit einem zusätzlichen Subwoofer zusammenspielen. Es gibt aber noch eine simplere Methode, den Ton aufzupeppen. Man schiebt einfach eine spezielle, besonders flache Lautsprecherbox, Sounddeck genannt, unter den Fuß des Fernsehers. Alle großen Hersteller haben solche Geräte im Programm. Jetzt bietet auch Raumfeld, der Berliner Spezialist für drahtlose Multiroom-Lautsprecher, solch einen Fernsehvertoner an.

          Ein dürres Stimmchen haben wir schon deshalb nicht erwartet, weil Raumfeld-Sounddeck letztlich ein ziemlich voluminöser Kasten ist, der deutlich höher geriet als viele seiner Artgenossen. Darin sitzen sechs Breitband-Chassis; vier strahlen den Ton nach vorn, zwei weitere zur Seite ab. Zwei größere Tief-Mitteltöner blasen nach unten. Für adäquaten Antrieb sorgen Schaltendstufen, die, wenn man den Datenblättern glauben darf, insgesamt 280 Watt leisten. Raumfeld steuert die frontalen und seitlichen Lautsprecher mit exakt definierten zeitlichen Vorgaben an, um eine Wellenfront zu erzeugen. Damit soll die Basisbreite des Klangeschehens weit über die Abmessungen des Lautsprechers hinausreichen, und der Hörer soll möglichst überall im Raum ein überzeugendes Stereo-Panorama wahrnehmen, das sich mit vier Klangprogrammen variieren lässt.

          Neben dem Fernseher kommen auch noch andere Tonquellen in Frage: Über einen optischen Digitaleingang und über ein analoges Cinch-Buchsenpaar können HiFi-Komponenten andocken, über ein Ethernet-Kabel oder über W-Lan greift das Gerät auf digitale Musik zu, die auf einer Netzwerk-Festplatte oder einem Computer archiviert ist. Eine übersichtliche, gelungene App für Android und iOS organisiert die Wiedergabe. Streaming-Dienste wie Spotify, Tidal oder Soundcloud lassen sich mit dem Sounddeck ebenfalls nutzen; weitere kommen hinzu, wenn der Hersteller demnächst die Gerätefunktionen um Google Cast ergänzt - eine Technik, die eine direkte Audioverbindung zwischen mobilen Android-Geräten und Lautsprechern herstellt.

          Mit seinem Klang überzeugt das Sounddeck: Ausgesprochen üppiges Volumen, souveräne Pegel, eine ausgewogene Abstimmung mit schönen, warmen Mitten gehören zu den wichtigsten Merkmalen. Die Höhenwiedergabe hängt ein bisschen von der Hörposition ab; am meisten Hochtonglanz genießt der Hörer, wenn er etwa auf der Höhe des Lautsprechers sitzt. Raumfelds TV-Veredler ist mit einem Preis von 1000 Euro nicht ganz billig, aber die Leistung passt hier zum Tarif.

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