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Soundbars im Test : Nur der Teufel lässt es richtig krachen

Die Cinebar 52 THX von Teufel (in diesem Bild ohne Abdeckung) bringt das Kino nach Hause Bild: Hersteller

Fernseher haben meist einen bescheidenen Klang. Hersteller lassen keinen Platz mehr für ordentliche Lautsprecher. Das kann man ändern. Wir stellen vier Soundbars von 240 bis 1000 Euro vor.

          Es klingt nicht gut, wenn Fernseher immer dünner werden. Die riesigen Flachbildschirme haben einen Nachteil. Sie lassen keinen Platz für ordentliche Lautsprecher. Abhilfe schaffen hier externe Surround-Anlagen.

          Wer sich nicht fünf Lautsprecher und einen Subwoofer ins Wohnzimmer stellen will, sollte sich eine Soundbar zulegen. Sie hängt oder steht unterhalb des Fernsehers, den Subwoofer kann man in der Ecke verstecken. Wir haben uns vier Produkte von 240 bis 1000 Euro mit und ohne Subwoofer angehört.

          Yamaha YAS-103

          Ein Produkt der Einstiegsklasse ist die YAS-103 von Yamaha. Diese Soundbar kostet 240 Euro. Sie ist die minimalistische Variante, weil sie ohne externen Subwoofer auskommt. Unterhalb des Gehäuses sitzen zwei Membranen, die für tiefe Töne sorgen. Links und rechts an der Front übernimmt jeweils eine Membran die restlichen Frequenzen. Trotz dieser reduzierten Ausstattung macht das Gerät von Yamaha einen ordentlichen und beachtlichen Sound. Das Klangbild ist nicht allzu differenziert, sodass einzelne Soundereignisse nicht auffällig aus der gesamten Geräuschkulisse hervortreten. Auch sind höhere Frequenzen eher unterrepräsentiert. Doch der Yamaha-Riegel macht überraschend viel Druck und gefällt gerade beim Fernsehen und gelegentlichem Filme schauen. Man sollte allerdings nicht allzu laut aufdrehen, weil das Plastikgehäuse dann stark vibriert, was dem Klangbild nicht allzu gut tut.

          Die YAS-103 von Yamaha ist ein gutes Einstiegsmodell für 240 Euro. Das Design ist recht gewagt und dürfte nicht jedem gefallen.

          Das Design ist sehr gewöhnungsbedürftig, und das Gehäuse fühlt sich etwas billig an. Bei der Ausstattung sucht man vergeblich nach einem HDMI-Anschluss. Dafür nimmt die Soundbar die Signale optisch, elektrisch oder analog an. Ganz nützlich: „Uni volume“ gleicht die Lautstärkesprünge zwischen Film oder Sendung und Werbung aus. Dank Bluetooth-Schnittstelle lässt sich die YAS-103 mit dem Smartphone steuern. Das ist praktisch, weil diese Soundbar kein Display, sondern nur eine Reihe grüner LEDs hat.

          Sony HT-CT370

          Für etwa 100 Euro mehr bekommt man eine Soundbar mit Subwoofer wie etwa die HT-CT370 von Sony. Sie sieht schick aus. Im Vergleich zum Yamaha-Gerät wirkt sie sehr fein und zurückhaltend im Design. In der Mitte hinter der gitterartigen Verkleidung befindet sich das Display. An der Rückseite stehen drei HDMI-Eingänge sowie ein optischer und analoger Eingang zur Verfügung, sodass sich mehrere Zuspieler anschließen lassen. Die beiliegende Fernbedienung reagiert gut, mit ihrer Hilfe richtet man auch die Verbindung zum Subwoofer ein. Beide verstehen sich kabellos per Bluetooth. Die Einrichtung ist sehr einfach und dauert nur wenige Minuten. Dass ein Subwoofer keine Spielerei ist, zeigt die HT-CT370 deutlich. Sie heizt bei Actionszenen ordentlich ein, in unserem Testraum hat es spürbar gerummst.

          Sonys HT-CT370 ist optisch und klanglich recht ansprechend. Für 350 Euro ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

          Leider hat es Sony versäumt, den restlichen Frequenzen ähnliche Bedeutung zu verleihen. Zur Mitte hin fällt der Pegel etwas ab und nimmt in den Höhen wieder zu, sodass bei Szenen mit einem breiten Klangspektrum den Dialogen etwas die Substanz fehlt. Man kann dies durch die Voice-Taste leicht korrigieren. Je nach Quellmaterial entsteht ein etwas spitzer, scharfer Klang, es fehlt mitunter der Kick, wenn der Subwoofer nicht mithilft. Insgesamt löst sich der Klang gut von der Soundbar.

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