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Pentax X90 : Über diese Brücke kannst du gehen

  • -Aktualisiert am

Viel Zoom im Rohr: die typische Bridgekamera Pentax X90 Bild: Hersteller

Bridge-, All-in-one- und „Crossover“-Kamera: Die Pentax X90 kostet rund 270 Euro. Das Typische für eine Bridgekamera ist, dass die Funktionsfülle leicht beherrschbar bleibt. Die Qualität von Stand- wie Bewegtbildern ist in den Grenzen der Geräteklasse gut.

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          Mehr, als in eine Kompaktkamera hineinpasst, möchte man mit auf Reisen nehmen, aber doch nicht gleich ein ganzes System wie bei einer Spiegelreflexausrüstung (oder den neuen Kompaktkameras mit Wechseloptik): Das ist die Idee, die hinter einer Bridge-, All-in-one- oder „Crossover“-Kamera wie der Pentax X90 (rund 270 Euro) steckt.

          Das „Alles drin“ umfasst in diesem Fall zunächst ein 26fach-Zoom-Objektiv (14 Elemente in elf Gruppen, vier asphärische und drei ED-Elemente), das mit den Anfangslichtstärken 1:2,8-5,6 von 26 bis 676 Millimeter Kleinbild-Brennweite reicht. Der 1/2,33-Zoll-CCD-Sensor liefert bis zu 12 Megapixel große Bilder (maximal 3000 × 4000 Bildpunkte, im Format 16:9: 2256 × 4000) und wird mechanisch zur Bildstabilisierung bewegt. Videos liefert die Kamera in HDTV-Qualität (1280 × 720 Bildpunkte mit bis zu 30 Bildern je Sekunde), die Empfindlichkeit reicht automatisch oder manuell von ISO 80 bis 640. Die X90 hat einen 2,7-Zoll-Monitor (knapp 7 Zentimeter Diagonale, 230 000 Bildpunkte) und einen elektronischen Sucher (200 000 Bildpunkte).

          Eine Programm-Automatik, die man überspielen kann, und eine selbsttätige Einstellung von Motivprogrammen (Normal, Landschaft, Porträt, Nachtaufnahmen, Nachtporträt, Sport, Blumeneinstellung) machen es dem Benutzer leicht. Er selbst kann in noch mehr Motivprogrammen (zum Beispiel Strand & Schnee, Babys, Haustiere, Nahrungsmittel, Feuerwerk, Bühnenbeleuchtung, Sonnenuntergang) wählen und die Belichtung mit Zeit- und Blendenautomatik oder manuell steuern. Dass die Kamera Gesichter erkennt - bis zu 32 sollen es sein, aber wir haben es nie auf mehr als vier oder fünf gebracht - und dass sie auf ein Lächeln hin selbsttätig auslöst, warnt, wenn die Opfer mal wieder verschreckt die Augen schließen, dass sie Belichtungsreihen kann und Intervallaufnahmen und, wenn es denn unbedingt sein muss, Rahmen um die Fotos malt, wird hier nur noch zur Abrundung angefügt. Ein Letztes: Mit auf fünf Megapixel reduzierter Bildgröße schafft sie Bilder-Serien mit elf Aufnahmen in der Sekunde.

          Funktionsfülle leicht beherrschbar

          Das Schöne und auch Typische für eine Bridgekamera und speziell für die Pentax ist, dass diese Funktionsfülle leicht beherrschbar bleibt. Die Bedienungsoberfläche ist bunt, aber einfach, und, wie von Pentax gewohnt, sehr übersichtlich auch für den, der mal wieder seine Lesebrille nicht zur Hand hat. Man findet sich schnell zurecht und braucht kein Handbuch, um irgendwelche Einstellungsprozeduren zu pauken. Die Qualität von Stand- wie Bewegtbildern ist in den Grenzen der Geräteklasse gut. Und mit rund 400 Gramm ist die für die Tasche etwas zu gedrungene Kamera auch schön handlich.

          Zu guter Letzt: Eine Bridge ist auch immer eine Kamera, die nicht nur ganz und gar bierernst die Arbeit des Fotografierens in Profimanier erledigt. Ein wenig Spielzeug soll so eine Kamera auch sein: Abgesehen von den ziemlich kindischen Rahmen um Bilder reduzierter Größe, kann man die X90 zum Beispiel ziemlich echt miauen lassen. Das hebt zwar die Bildqualität kaum, hilft aber, Hundchen vorzüglich wachsam guckend zu porträtieren.

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