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Heimkino-Beamer : Video vom Schönling aus Italien

  • -Aktualisiert am

Heimkino-Beamer Crystal Cube von SIM2 Bild: Hersteller

Das italienische Unternehmen SIM2 hat seinen jüngsten Beamer rundum in einen Kubus aus Glas verpackt. Er sieht sehr schön aus, ganz glücklich waren wir mit ihm aber nicht.

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          Wenn Italiener Heimkino-Elektronik konfektionieren, kommt Eleganz ins Spiel. Nicht nur Röhrenverstärker und Lautsprecher bestätigen das schöne Klischee, sondern neuerdings auch ein Heimkino-Projektor: SIM2, Spezialist für Wohnzimmer-Beamer, hat sein jüngstes Modell rundum in einen Kubus aus Glas verpackt. Deshalb heißt das in Schwarz und Weiß erhältliche Gerät auch so: Crystal Cube. Nicht einmal die Projektionsoptik stört die glatte Fassade.

          In seinem Inneren steckt ein DLP-Chip von Texas Instruments, der die Projektionsbilder durch Reflexion erzeugt - genauer: mit Millionen winziger, von Halbleiterzellen gesteuerter Spiegel. Er löst die Bilder im HD-Raster mit 1920 × 1080 Bildpunkten auf, im Vollbildmodus mit Bildwechselfrequenzen bis zu 144 Hertz. Die 220 Watt starke Lampe schafft Helligkeiten bis zu 2500 ANSI Lumen; das ist ein Wert, der fürs Wohnzimmer ausreicht, selbst dann, wenn der Raum nicht vollständig verdunkelt ist.

          Die maximale Bildgröße liegt bei 4,50 Meter. Die Videoanschlüsse auf der Geräterückseite reichen für alle Wechselfälle des Elektronik-Lebens aus: Zwei HDMI-Buchsen stehen digitalen Zuspielern zur Verfügung, ein VGA-Anschluss stellt analoge Verbindungen zum Computer her, analoge Videogeräte docken an Cinch-Buchsen für Komponentensignale, an eine S-Video- oder an eine Composite-Buchse an.

          Die Italiener sind Spezialisten für Wohnzimmer-Beamer
          Die Italiener sind Spezialisten für Wohnzimmer-Beamer : Bild: Hersteller

          Natürlich liegt auch das komplette Anschlussfeld hinter einer Glasscheibe, die sich zur Installation der Kabel hochschwenken lässt. Das feine Gehäuse hat allerdings auch Nachteile: Um die Projektionslinsen zu fokussieren und um mit dem optischen Zoom die Bildgröße einzustellen, muss man etwas mühsam in eine Öffnung auf der Unterseite des Beamers greifen und so die Objektivringe drehen. Und wenn mal ein Lampenwechsel fällig ist, muss der Operateur das gesamte Gehäuse abheben und dazu vier Schrauben auf der Unterseite des Beamers lösen. Ganz glücklich waren wir auch nicht über den eingebauten Lüfter: Er sollte ein bisschen weniger vernehmlich blasen.

          Zur Bildjustage gibt es ein Menü, das alle nötigen Einstellungen anbietet, darunter die Wahl der Farbtemperatur, die detaillierte Korrektur der Farbtöne und die „Keystone“-Korrektur, die trapezförmige Verzeichnungen berichtigt, wenn der Projektionsstrahl schräg von oben oder unten auf die Leinwand fällt.

          Das feine Gehäuse hat auch Nachteile
          Das feine Gehäuse hat auch Nachteile : Bild: Hersteller

          Die Bildqualität des italienischen Projektors gefällt: Gut produzierte Videos erscheinen gestochen scharf auf der Leinwand, die Farben - wir haben eine spezielle Sammeleinstellung für Kinofilme gewählt - wirken natürlich und angenehm. Ganz typisch für DLP-Projektoren: Das Pixelraster ist, anders als mit LCD-Beamern, praktisch nicht zu erkennen.

          Wer mag, kann sogar 3D-Filme gucken. Dazu liefert SIM2 spezielles Sonderzubehör in Form eines Infrarotsenders und zweier Shutter-Brillen. Mit seinem Preis von 3950 Euro ist der Crystal Cube nicht gerade ein Schnäppchen. Aber schön ist er.

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