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Musik digital : Der I-Pod und seine Freunde

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Der kleine I-Pod verwandelt sich im Bose Sounddock zu einer richtigen Musikanlage Bild: Hersteller

Er ist der Inbegriff zeitgemäßen mobilen Musikhörens. Trotzdem macht ein I-Pod allein nicht glücklich. Anders als weiland der Walkman ist nämlich der MP3-Spieler von Apple ein geselliges Wesen. Ein Blick durch den Dschungel der Ergänzungsgeräte.

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          Was der Walkman von Sony in den achtziger Jahren war, ist der Apple I-Pod heute: der Inbegriff von Musikhören, jederzeit und überall. War der Walkman ein Einzelgänger, ist der I-Pod ein geselliges Wesen.

          Für kein anderes Musikspielgerät gab und gibt es mehr Zubehör: Lautsprecher, Fernbedienungen, Autohalterungen, Mikrofone, Zusatzbatterien und selbst ein Unterwassergehäuse. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Täglich kommt neue „weiße Ware“ hinzu - darunter viel Tinnef, aber auch eine Menge Dinge, die schon längst mal hätten erfunden werden sollen.

          Unterwasser-Klang

          Zu welcher Kategorie das Unterwassergehäuse von H2O-Audio (im Vertrieb von Higoto) gehört, muß jeder für sich selbst entscheiden. Sicher ist, daß nun niemand mehr auf Musik unter der Dusche zu verzichten braucht. Selbst zum Schnorcheln ist das durchsichtige Gehäuse samt Kopfhörer geeignet. Bis drei Meter Tiefe bleibt das Wasser außen vor. Dabei läßt sich der I-Pod wie gehabt bedienen. Das Daumenrad zur Einstellung der Lautstärke und zum Durchblättern der Menüs reagiert allerdings etwas träge.

          Über einen kleinen Receiver läßt sich der I-Pod mit der NaviPod-IR-Fernbedienung steuern
          Über einen kleinen Receiver läßt sich der I-Pod mit der NaviPod-IR-Fernbedienung steuern : Bild: Hersteller

          Und zum Aufsetzen des Nackenbügel-Kopfhörers mit seinen wasserdichten Stöpseln braucht es ein wenig Geduld und Übung. Falsch ins Ohr gesteckt, dichtet das Gummi perfekt ab, und man hört nichts. Mit seinem mageren Klang ist der H2O-Audio SV-I-Mini dann auch eher etwas für Enthusiasten, die im nassen Element partout nicht auf ihre Lieblingslieder verzichten können.

          Lautstärke ist nicht alles

          Massentauglich sind hingegen die zahlreichen Musikanlagen für den I-Pod. Die Spannweite reicht vom teuren Bose-Brummer bis zur batteriebetriebenen, zusammenklappbaren Klangmaschine fürs Picknick im Grünen. Alle Geräte, die wir ausprobiert haben, besitzen einen Dockinganschluß für I-Pods. Darüber gelangt die Musik in die Anlage und der Ladestrom in den I-Pod. Dank austauschbarer Schalen sitzen die diversen I-Pod-Varianten, die mal dicker und mal dünner sind, stets sicher im Gerät.

          Das Bose Sounddock (rund 400 Euro) ist der König unter den I-Pod-Musikanlagen. Mit einem Gewicht von 2,1 Kilogramm und einem voluminösen Gehäuse taugt er aber nicht zum Mitnehmen. Zur Beschallung der eigenen Party reicht die Leistung des Sounddock - dem eine Infrarotfernbedienung beiliegt - allemal. Doch Lautstärke ist nicht alles. Beim Klang hat Bose geschludert. Die Bässe sind zwar kräftig, die Mitten und Höhen aber mager.

          Gutes Kassettenrekorder-Niveau

          Auch bei den Anschlüssen hat der Hersteller gespart: Weder lassen sich I-Pods der ersten Generationen - ohne Dockinganschluß - über einen handelsüblichen Klinkenstecker anstöpseln, noch ist eine USB- oder Firewire-Verbindung mit dem Computer und dem dort installierten Apple I-Tunes möglich. Gerade bei einem Standgerät wie dem Sounddock würde es sich anbieten, die neueste Musik direkt auf den I-Pod zu laden. Alle nachfolgend genannten Musikanlagen haben Audio- und Computeranschlüsse.

          Den Reigen der kleinen I-Pod-Anlagen eröffnet die JBL On Stage, ein Gerät. Nur 500 Gramm wiegt der weiße Musikkranz mit seinen vier winzigen Lautsprechern. Der Klang ist auf gutem Kassettenrekorder-Niveau, aber auch nicht mehr. Die fehlenden Bässe und Mitten sind ein Tribut an die kompakte Bauform. Zur Zimmerbeschallung reicht's. Im Freien ist das JBL On Stage (rund 200 Euro) ohnehin nicht benutzbar, denn es braucht einen Stromanschluß.

          Grundrauschen trübt Musikgenuß

          Fürs Picknick eignet sich eher das etwa gleich teure Altec Lansing in Motion IM3. Vier Mignon-Zellen sorgen auch abseits von Steckdosen für Musikbeschallung. In Räumen übernimmt ein kompaktes Steckernetzteil die Stromzufuhr. Dank seiner Klappmechanik läßt sich das 425 Gramm schwere IM3 auf handtaschentaugliche Größe falten. Der Klang, der aus den vier kleinen Lautsprechern kommt, ist etwas dumpf, da hier vor allem die Höhen fehlen. Der I-Pod Photo, der dickste aller I-Pods, paßt zudem nicht ins IM3.

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