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Vergleichstest : Das sind die besten Multiroom-Systeme

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Musikalische Würfel: Die Stereo Cubes von Raumfeld Bild: Foto Hersteller

Die Musik kommt aus dem Internet oder vom Computer. Mit der App spielt man die Lieder ab - auf Wunsch in jedem Zimmer ein anderes. Multiroom-Systeme können aber noch mehr.

          6 Min.

          Manche sagen Drahtloslautsprecher, andere sprechen von Multi-Room-Systemen, wieder andere bevorzugen W-Lan-Boxen als Gattungsbezeichnung. Gemeint sind in allen Fällen Gerätschaften, die derzeit einen veritablen Boom erleben: Aktivlautsprecher mit eingebauten Verstärkern, die Musik über ein drahtloses Heimnetzwerk beziehen.

          Im Prinzip funktioniert die Sache so: Die Musiksammlung ist auf Netzwerk- oder Computerfestplatten gespeichert, eine App auf einem Tablet oder Smartphone zeigt sie in grafischer Übersicht und bietet sie zur Auswahl an. Zum Abspielen genügt bloßes Antippen: Über das W-Lan-Netz strömen die tönenden Daten dann zur Box, sie werden dort dekodiert und wiedergegeben. Die Anbindung an das Heimnetz erschließt auch gleich noch den Zugang zum Internet. Praktisch bedeutet das: W-Lan-Lautsprecher bringen ein ganzes Universum an Internet-Radiostationen zu Gehör, ebenso Online-Musikdienste wie Spotify oder Wimp. Manchmal beherrschen die vernetzten Boxen zusätzlich noch den Bluetooth-Funk, über den sie Musik direkt, also ohne den Heimnetz-Umweg, aus einem Smartphone oder einem Tablet empfangen können. Und einige sind obendrein noch in der Lage, Musikdateien von USB-Sticks abzuspielen.

          Schöner roter Ballon: Lautsprecher Aerosphére von Geneva Bilderstrecke
          Schöner roter Ballon: Lautsprecher Aerosphére von Geneva :

          Größere Drahtloslautsprecher arbeiten zumeist in Stereo: Beide Kanäle tönen aus einem einzigen Gehäuse. Die kleinsten Modelle spielen in Mono; für die Stereowiedergabe lassen sie sich mit einem zweiten Exemplar kombinieren. Die Steuersoftware auf dem Tablet oder dem Smartphone weist ihnen dann die passenden Signale zu. Und nicht nur Zweikanal-Kombinationen sind möglich: W-Lan-Lautsprecher lassen sich auch zu größeren Ensembles fusionieren, die alle Räume im Haus beschallen - entweder mit identischem oder mit unterschiedlichen Musikprogrammen. Die Idee ist gar nicht so neu: Der amerikanische Hersteller Sonos hat sie schon vor einem Jahrzehnt in die Welt gesetzt und zu beachtlicher Reife entwickelt. Was jetzt in großer Vielfalt folgt, muss sich an den starken Vorbildern des Pioniers messen lassen.

          Die Anmeldung im Heimnetz ist ein Kinderspiel

          Wie haben uns dazu mit neun Lautsprechern von vier Herstellern beschäftigt und die jeweilige Systemlösung, aber natürlich auch den Klang beurteilt. Die hübscheste Gerätefamilie hört auf den Namen Aerosphère und stammt vom Schweizer Hersteller Geneva. Zwei Lautsprecher haben wir ausgesucht: die große Stereoversion „Large“ und die kleinere Monovariante „Small“. Beide sehen aus wie Pilzköpfe: Kreisrunder Grundriss und ein ballonartiger, textilbespannter Oberbau sind ihre Erkennungsmerkmale. Sie sind in Schwarz, Weiß und Rot zu haben und setzen damit originelle Wohnakzente. Die Genevas weichen ein bisschen vom beschriebenen Grundkonzept ab: Sie unterstützen das Apple-Übertragungsprotokoll Airplay und funken folglich direkt aus iTunes-Musiksammlungen auf dem Computer oder aus dem Musikplayer von iOS-Mobilgeräten. Android-Freunde müssen eine spezielle Steuersoftware aufs Smarthone oder Tablet laden, die das Protokoll UPnP unterstützt, etwa den Player Bubble UPnP. Er erkennt Musik aus NAS-Laufwerken oder auf Rechnern mit passender Serversoftware (zum Beispiel Twonky auf Macs).

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