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Multimedia : Ein Spielzeug mit seriösen Talenten

  • -Aktualisiert am

Mit einem Gadget kann man mehr als nur digitale Bilder schießen. Der Panasonic SV-AS10 ist ein Multimedia-Zwerg mit einem 2-Megapixel-Sensor.

          2 Min.

          Das Unwort des Jahres 2004 wird erst am 18. Januar verkündet. Vielleicht haben wir da noch eine sportliche Chance, die einschlägigen Diskussionen um einen Vorschlag aus unserem Themenumfeld zu bereichern. Unser Wort heißt Gadget, kommt nur etwas mühsam über die hiesige Zunge, ist semantisch schwer dingfest zu machen und fiel uns dauernd ein, als wir mit dem Gegenstand dieses Beitrags hantierten. Ein Gadget ist nämlich etwas, von dem man nicht recht weiß, was es eigentlich ist, also eine Art Dings, aber eines, das irgendwie Spaß macht und das man irgendwie gern hätte.

          Ein besonders schöner Name für ein Gadget ist D-snap. So steht es in roten Lettern auf unserem Gadget geschrieben, und es bringt uns einem Definitionsversuch schon etwas näher. Snap - das klingt nach Schnappschuß, das D steht natürlich für digital. In der Tat: Unser D-snap - es hat auch noch den industrieüblich profanen Zweitnamen SV-AS10, stammt von Panasonic und kostet um 250 Euro - ist eine Digitalknipse, aber eben keine ganz richtige, denn dafür ist sie eigentlich viel zu klein respektive flach, nicht einmal ganz 10 Millimeter dick. Außerdem ist der SV-AS10-Knirps auch noch eine Art Kamkorder, aber keiner für mattscheiben- und abendfüllende Filme, sondern eher fürs Daumenkino an PC-Schirm oder für den E-Mail-Versand an die Lieben daheim. Und dann ist unser Flachmann, den es nicht nur im smarten Silbergehäuse, sondern auch in kühlem Blau oder in knalligem Orange gibt, ein MP3-Player, der zusätzlich die moderneren und effizienteren Digitalkodierungen AAC und Windows Media Audio beherrscht.

          Als ob dies nicht alles schon genug wäre, funktioniert das D-Snap-Gadget obendrein noch als Diktiergerät. Es wäre freilich voreilig, den D-Snap-Zwerg nicht so ganz ernst zu nehmen. Fotografisch nämlich leistet er viel mehr als ähnliche Spielzeuge: Das eingebaute Objektiv, ein um 180 Grad drehbares Aggregat mit Makro-Funktion für Schüsse aus zehn Zentimeter Distanz, projiziert die Motive auf einen veritablen 2-Megapixel-Chip, der sich sogar auf die Serien-Fotografie versteht: Immerhin drei Bilder in der Sekunde sind machbar. Das größte Bildformat umfaßt 1600 x 1200 Pixel, das reicht für die formatfüllende Darstellung auf einem 20-Zoll-Monitor oder für scharfe Fotoausdrucke im Format 18 x13 Zentimeter. Und wenn das Licht reicht - notfalls hilft der eingebaute Mini-Blitz -, sehen die D-Schnappschüsse erstaunlich gut aus.

          Natürlich: Die D-Snap-Videos haben mit ihren 320 x 240 Pixel und mit ihren 15 Bildern je Sekunde eher dokumentarischen Charakter, aber wenn es darum geht, die verfänglichsten Situationen auf einer Party festzuhalten oder die Highlights vom Kindergeburtstag, dann sind auch Videoclips aus dem Flachmann nicht zu verachten. Sie lassen sich, ebenso wie die Fotos, gleich vor Ort goutieren, auf dem eingebauten Winzig-Monitor, der es mit seinem Diagonalmaß von 38 Millimeter immerhin auf 76800 Pixel bringt. Dann wäre da noch die Musik-Funktion. Sie kann sich mit den Fähigkeiten wirklich guter MP3-Player ohne weiteres messen; dazu leistet der mitgelieferte, wie üblich ein wenig baßschwache, aber ansonsten recht ausgewogen klingende Kopfhörer einen respektablen Beitrag.

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