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MP3- und PC-Lautsprecher : Aktive Lautsprecher: Besser mit Baß

  • Aktualisiert am

Bild: Stiftung Warentest

MP3-Spieler mutieren mittlerweile zum tragbaren Musikarchiv. Wer nicht alleine mit dem Kopfhörer Musik hören will, braucht für die Raumbeschallung Lautsprechersysteme - stationär oder portabel. Ein Test von 11 Lautsprechern zeigt: Auf 2.1 kommt es an.

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          Sound vom MP3-Player gibt es auch ohne Ohrstöpsel: Aktive Lautsprecher motzen die tragbaren Minispieler im Handumdrehen zur Stereoanlage auf. Einfach den Player anstecken, einschalten und schon erklingt der Ton im Raum. Stiftung Warentest hat Minianlagen mit iPod-Anschluss sowie Lautsprecher für MP3-Spieler und PCs untersucht.

          Zwei Systeme

          Wer mit seinem kleinen MP3-Player groß rauskommen will, steht vor der Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Systemen: Tragbare Boxen mit Dockingstation für den iPod oder so genannte 2.1 Systeme mit zwei Lautsprechern, Bassbox und eingebautem Verstärker. Sowohl die Dockingstationen als auch die 2.1 Systeme funktionieren nicht nur mit iPods. Über Miniklinkenstecker lassen sich ebenso alle anderen Musikspieler, aber auch Laptops und PCs ebenfalls anschließen.

          Dockingstationen: Schwache Töne

          Wenig überzeugen die tragbaren Lautsprecher für den iPod: Die speziell für den wohl bekanntesten Musikspieler geschaffenen Dockingstationen sind meist teurer als 2.1 Systeme. Zudem liefern die Geräte im Test bestenfalls befriedigende Klänge. Wer sich das kleine JBL On Stage II anschaut, erwartet vielleicht auch nicht mehr. Das „Ufo“ enttäuscht mit dünnem Klang und schwachen Bässen. test-Qualitätsurteil: Ausreichend. Aber auch die anderen tragbaren Dockingstationen sind weit entfernt von Hifi-Anlagen. Lediglich der Altec Lansing erreichte gerade noch eine gute Gesamtnote. Allerdings vor allem dank seiner ordentlichen Haltbarkeit und dem niedrigen Stromverbrauch. Mit vier C-Batterien (Babyzellen) hält er auch eine längere Party durch. Sein Klang ist jedoch auch nur befriedigend.

          2.1-Systeme: Gute Klänge

          Guten Klang bieten dagegen die 2.1-Anlagen von Logitech, Harman / Kardon, Teufel und Creativ. Die beiden letzten sind sogar recht baßstark. Sie sind damit ein Tip für Filmfans, die ihre DVDs am Notebook abspielen möchten. Grundsätzlich lassen sich alle Lautsprecher-Sets auch an Laptop oder PC anschließen. Die Behringer-Boxen eignen sich zudem für anspruchsvolle Musikfans, die mit Musikprogrammen arbeiten. Diese Lautsprecher klingen trotz fehlender Baßbox bei Pop bis Klassik ausgewogen gut.

          Verschwendung im Standby

          Abzüge gibt es für den Stromverbrauch. Die sonst gelungene Anlage von Teufel zieht selbst im Standbymodus noch über sieben Watt pro Stunde. Der Netzschalter auf der Rückseite der Bassbox ist nur unbequem zu erreichen. Wer sich nicht verrenken will, setzt die Anlage mit einer schaltbaren Steckdosenleiste auf Nulldiät - wie auch die anderen Anlagen ohne trennenden Netzschalter: Creative, Harman / Kardon, JBL, Klipsch, Logic3 und Speed Link.

          Fazit

          Ordentlichen Sound gibt es nur mit 2.1-Anlagen. Sie eignen sich sowohl für MP3-Player als auch für Laptops und PCs. Die Dockingstationen sind dagegen vergleichsweise teuer und liefern schwachen Sound.

          Tips

          Beim Kauf

          Hörtest . Nehmen Sie zum Lautsprecherkauf Titel oder CDs verschiedener Musikrichtungen mit, die Sie gut kennen. Wichtig: Nur wenn die Lautsprecher gleich laut spielen, lassen sie sich objektiv vergleichen. Sonst halten Sie leicht die lautere Box für die bessere.
          Referenz
          . Fragen Sie nach den besten Lautsprechern im Vorführraum und vergleichen Sie damit die Boxen Ihrer Preisklasse. Kaufen Sie dann die, die am ähnlichsten klingen.
          Raumakustik
          . Einige Händler bieten auch an, zwei oder drei Lautsprecherpaare übers Wochenende auszuleihen. So können Sie den Klang der Lautsprecher in den eigenen vier Wänden ausprobieren. Schließlich trägt auch die Akustik des Raums zum Gesamtklang bei.

          Zu Hause

          Ohrhöhe . Stellen Sie die Satelliten der 2.1-Anlagen so auf, daß sie den Ton auf Ohrhöhe abstrahlen. Das ist bei Lautsprechern mit geneigter Front einfach, zum Beispiel bei Logitech und Creative. Sie richten den Schall auf die richtige Höhe. Das ist wichtig für den Stereoeffekt, ausgewogenen Klang und ordentlichen Schalldruck.
          Anschluß
          . Grundsätzlich können Sie an die Lautsprecher-Anlagen alle Laptops, PCs und MP3-Spieler anschließen. Einzige Voraussetzung ist ein Miniklinken- oder Cinchstecker. So können Sie den Klang Ihrer eingebauten Computerlautsprecher in den meisten Fällen verbessern.
          Standby
          . Schalten Sie die Anlage komplett aus, wenn Sie sie nicht benutzen. Das geht entweder über den Netzschalter oder über eine abschaltbare Steckdosenleiste. So sparen Sie im Jahr bis zu 12 Euro Stromkosten.

          Unterwegs

          Batterie . Achten Sie bei batteriebetriebenen Anlagen darauf, daß sie wenig Strom verbrauchen. Andernfalls ist die Freiluftparty vielleicht vorzeitig beendet. Mit Batterien funktionieren Altec Lansing und Logic3. Hama, Klipsch und JBL empfehlen sich ebenfalls als handliche Mitnahmegeräte. Sie spielen aber nur mit Netzstrom.

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