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Mobiler Kopfhörerverstärker im Test : Genuss für feine Ohren

Der Traveller von Lehmannaudio kostet 399 Euro Bild: Hersteller

Für den Einsatz unterwegs eignen sich hochwertige Kopfhörer nur bedingt, weil ein Smartphone nicht genügend Leistung bringt. Mit mobilen Verstärkern wie dem Traveller von Lehmannaudio funktioniert dies bestens.

          Wer gerne Musik zu Hause auf dem Kopfhörer genießt, hat vermutlich ein offenes, hochohmiges Exemplar an seiner Anlage stecken. Unterwegs eignen sich solche Kopfhörer nur eingeschränkt, weil ein Smartphone als Quelle der Töne nicht genügend Leistung bringt. Für diesen Fall ist ein mobiler Verstärker zu empfehlen, etwa der Traveller von Lehmannaudio. Dieser übernimmt die Funktion einer Endstufe, die das Smartphone - das nun als Vorverstärker agiert - mit entsprechender Kraft unterstützt.

          Norbert Lehmann kennt sich bestens aus mit dieser Gerätegattung. Seine stationären Kopfhörer- und Phonoverstärker sind in den Top-Listen der Fachzeitschriften vertreten, und Unternehmen wie Sennheiser und AKG führen auf Messen ihre Produkte mit seiner Verstärkung vor.

          Lehmann legt Wert darauf, dass seine Geräte in Deutschland entwickelt und gefertigt werden. Hinzu kommt sein Perfektionismus, der zum Beispiel am Verbindungskabel deutlich wird, das dem Traveller beiliegt. Es ist ein hochwertiges und teures Klinkenkabel des kleinen deutschen Unternehmens Audictive, mit dem Smartphone und Traveller verbunden werden.

          Einen Ein- und Ausgang gibt es nochmal auf der Rückseite

          Der Verstärker hat an der Vorder- und Rückseite jeweils einen Eingang und einen Ausgang. Dadurch ist der Kunde flexibel bei der Verkabelung von Kopfhörer und Quellgerät. Zudem können zwei Hörer von dem Verstärker profitieren. Ebenso lässt sich der Traveller als Vorverstärker für Aktivboxen einsetzen. Da das Klinkenkabel aufgrund seiner Stärke nicht beliebig biegsam ist, braucht man etwas Zeit, um die geeignete Position zu finden.

          Das iPhone stöpselt man am besten hinten ein, um es dann auf der Oberseite des Travellers abzulegen. Anschließend sollte man dieses Päckchen mit einem breiteren Gummiband zusammenschnüren, sonst drückt das starke Kabel das iPhone zur Seite. Das Gehäuse des Travellers ist exzellent verarbeitet. Das vordere Teil aus Kunststoff harmoniert mit der leicht angerauhten Aluminiumoberfläche des restlichen Körpers.

          Neben den Klinken-Ein- und Ausgängen lässt sich mit zwei Knöpfen die Lautstärke regeln. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil je Tastendruck die Lautstärke nur um 1 Dezibel gehoben oder gesenkt wird. Drückt man den Knopf dauerhaft, geht dies schneller. Drei LED zeigen den Betriebszustand an. Es ist sogar möglich, mit „Center Adjust“ den Pegel jeweils für die linke und rechte Seite getrennt zu justieren. Über USB wird der Traveller am Rechner aufgeladen. Der Akku hält etwa 20 Stunden, dann muss neu angschlossen werden.

          Wir haben den Traveller mit verschiedenen Kopfhörern getestet. Den größten Vorteil spielt das Gerät wohl an Hörern mit geringem Wirkungsgrad aus. Um diese an einem Smartphone zu betreiben, muss man es voll aufdrehen, was dem Klang schadet. Hier sorgt der Traveller dafür, dass das Quellgerät nicht überfordert ist. Im direkten Vergleich hörte sich die Musik mit Unterstützung einen Tick räumlicher und differenzierter an, hatte etwas mehr Bühne und eine höhere Auflösung. Der Traveller ist also etwas für feine Ohren.

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