https://www.faz.net/-gy9-12la1

Medienplayer : Mobile Kleinkunst aus der Hosentasche

  • -Aktualisiert am

Ob Windows-Media- oder iTunes-Konserven: Der Player von Sony spielt in beiden Welten Bild: Hersteller

Es muss nicht immer der iPod sein: Auch andere Hersteller haben pfiffige Musik- und Multimedia-Knirpse im Programm. Wir haben, passend zur Saison, ein paar interessante neue Modelle für den Spaß im Freien ausgesucht.

          4 Min.

          Wenn der Wonnemonat selbst notorische Stubenhocker an die frische Luft lockt, haben auch die Hersteller von MP3-Playern Teil am gehobenen Lebensgefühl: Ihre Umsätze wachsen mit dem aushäusigen Treiben der Kundschaft. Wir haben, passend zur Saison, ein paar interessante neue Modelle für den Spaß im Freien ausgesucht: Musik- und Multimedia-Knirpse, die das Zeug haben, den Platzhirschen von Apple Paroli zu bieten. Dass die iPods nicht nur mit hübschem Design und tollen Bedienkonzepten, sondern auch mit ihrer nahtlosen Anbindung an die Musikdatenbank iTunes samt Internet-Laden für sich werben, ist bekannt. Die Komplett-Integration hat aber nicht nur Vorteile: Sie grenzt eben auch viele andere Internet-Quellen multimedialer Erbauung aus, und darin liegen die Chancen der Konkurrenz.

          Die beiden kleineren Taschenspieler, der Philips Gogear Ariaz und der Sony Walkman NWZ-E436, zeigen Informationen und Bilder auf einem fünf Zentimeter großen Display, ebenso wie der iPod Nano, der somit als Vergleichsmaßstab taugt. Die beiden größeren Apparate, Cowon S9 und Samsung YP-P3, sind eher Gegenstücke des iPod Touch. Ebenso wie das Apple-Flaggschiff lassen sie sich über berührungsempfindliche Displays steuern, die nur wenig kleiner gerieten als das Sichtfenster des großen iPod: Der Schirm des Cowon ist 8,4 Zentimeter groß, der des Samsung 7,6 Zentimeter.

          Für echten ambulanten Videogenuss

          Der Cowon, den es mit Speichergrößen von 8 und 16 Gigabyte von etwa 230 Euro an gibt, hat uns überrascht: Der Zögling der bisher wenig bekannten koreanischen Marke tritt mit einem auffällig leichten, schwungvoll-eleganten Gehäuse und mit vielen attraktiven Details an. Dazu zählt ein Bildschirm aus organischen Leuchtdioden (Fachkürzel: AMOLED), der sehr kontrastreiche Bilder mit kräftigen Farben zeigt: für echten ambulanten Videogenuss mit der Auflösung 480 × 272 Pixel. Praktisch auch: Nach dem Vorbild der iPod erkennt der Cowon seine Lage und richtet die Bilder für den Betrachter korrekt aus, entweder horizontal oder vertikal. Ebenso interessant: Als Rekorder bietet der Cowon drei Aufnahmemodi.

          Stark in Bild und Ton, Funkkontakt zum Handy: Samsungs YP-P3 ist ein potenter Generalist

          Akustisches fängt er über sein eingebautes Mikrofon ein, Radiosendungen schneidet er über seinen UKW-Empfänger mit, und über ein Adapter-Kabel (Sonderzubehör) archiviert er sogar Musik aus externen analogen Quellen. Zur Wiedergabe kann er Kopfhörer oder HiFi-Anlagen drahtlos über Bluetooth ansteuern. Weil sich der Player an jedem Rechner als USB-Massenspeicher mit frei zugänglicher Ordnerstruktur zeigt, lässt er sich von jedem Betriebssystem aus mit Bild und Ton betanken; komfortabler geht es über die mitgelieferte Medien-Verwaltungssoftware unter Windows. Neben Musik in MP3, WMA, Ogg, Flac oder WAV kommen Fotos in JPEG und Filme in AVI, WMA, DivX oder Xvid in Frage; Flash-Animationen funktionieren ebenfalls.

          Vom Player aus Anrufe entgegennehmen

          Weitere Themen

          Beats auf Balkonien

          Lautsprecher von Pure : Beats auf Balkonien

          Er kann Radio empfangen, mit Alexa kommunizieren, zum Wecker werden – und wachsen. Der gerade einmal faustgroße Bluetooth-Lautsprecher von Pure hat einiges zu bieten.

          Topmeldungen

          Unruhen wegen George Floyd : Ausgangssperre in Los Angeles

          Die Gewalt in Amerika eskaliert. In Detroit wird ein Demonstrant erschossen, in Oakland ein Polizist. Minnesotas Gouverneur entschließt sich zu einem einmaligen Schritt – und Trump gießt weiter Öl ins Feuer. Er beschuldigt linke Gruppen, hinter den Unruhen zu stecken.
          Der Start am Weltraumbahnhof in Florida

          Cape Canaveral : Erste bemannte SpaceX-Rakete erfolgreich gestartet

          Es ist der erste bemannte Weltraumflug Amerikas seit neun Jahren – die Privatfirma SpaceX hat ihre Crew-Dragon-Kapsel ins All geschickt. Der erfolgreiche Start der zweistufigen Rakete bedeutet eine grundsätzliche Abkehr von der Art und Weise, mit der Astronauten bisher in den Orbit befördert werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.