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Lumix GX7 : Die Sucherkamera

  • -Aktualisiert am

Bild: Pardey

Panasonics Lumix GX7 ist ebenso komplex wie elegant. Ganz von fern erinnert die Formensprache an die Lumix L1, nur ist das aktuelle G-Modell viel zierlicher und aufgeräumter als der historische Brocken.

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          Anders als Wettbewerber wie etwa Fujifilm oder Olympus macht Panasonic mit seiner Kameramarke Lumix bei den spiegellosen Systemkameras nach dem Standard Micro-Four-Thirds (MFT) gestalterisch keine Anleihen bei der Vergangenheit. Die G-Serie von Lumix war die erste MFT-Baureihe des Marktes, und die allererste G sah aus wie eine kompakte Spiegelreflex. Inzwischen ist das Angebot weit aufgefächert: Von der besonders kleinen GM1 und der ebenfalls zierlichen GF6 reicht der Bogen bis zur nach wie vor einer DSLR ähnlich sehenden G6 und dem gleichfalls handfest erscheinenden 4K-Video-Profi GH4. Dazwischen existiert die GX7 als „Premium-Qualität im Designgehäuse“, wie Panasonic sich werbend ausdrückt.

          Von der GX7 wird formal keine Leica zitiert, geschweige denn eine analoge Lumix, denn die gab es ja nicht. Trotzdem entwickelt das an den für einen Rechtshänder richtigen Stellen zum einhändigen Halten angenehm gummierte Magnesiumgehäuse einen traditionell wirkenden Chic. Ganz von fern erinnert die Formensprache an die Lumix L1 aus dem Jahr 2006, nur ist das aktuelle G-Modell viel zierlicher und aufgeräumter als der historische Brocken.

          Dass die GX7 eine Sucherkamera ist, erschließt sich sofort, denn der bis in die Senkrechte stufenlos klappbare Sucher (2,76 Millionen Bildpunkte) ist über dem zur Betrachtung von unten wie von oben - nicht ganz in die Waagrechte - neigbaren 3-Zoll-Display unübersehbar. In Normalstellung ragt dieser ausgezeichnete Sucher rund zehn Millimeter über die Rückseite des Gehäuses hinaus. Aber das stört eher optisch, als dass es tatsächlich hindern würde, die GX7 in eine Jackentasche zu stecken, wenn der Kamera - wie auf den Fotos - das lichtstarke Objektiv Lumix G 1:1,7/20 mm ASPH angesetzt ist. Es entspricht einem 40-mm-Kleinbildobjektiv, was das „Pancake“ zu einem leicht weitwinkligen Normalobjektiv macht. Ein Annäherungssensor schaltet um zwischen Sucher und Display. Das lässt sich zum Beispiel mit der vierten von neun - wenn man fünf virtuelle auf dem Touchscreen mitzählt - Funktionstasten dauerhaft abstellen. Meist wurde die GX7 am Auge benutzt. Dabei ist das mit weichen Kanten umgebene, vor der Rückwand stehende Okular nur angenehm.

          Wer in der Typenbezeichnung des Objektivs die von manchen anderen Lumix-Optiken gewohnten Buchstaben „O.I.S.“ wie optische Bildstabilisierung vermisst, stößt damit auf eine weitere Besonderheit der GX7: Sie hat als erstes G-Modell die Bildstabilisierung im Gehäuse eingebaut. In dem stecken bei einem Gewicht von 490 Gramm (mit Objektiv) sowohl ein Schnappteufelchen von Miniblitz (Leitzahl 5) wie ein - allerdings sehr nahe am Sucher plazierter - Blitzschuh, ein Fernauslöser-Anschluss, USB 2.0 und HDMI mini als Schnittstellen, WiFi und NFC für die Kommunikation, 13 Szenenmodi und elf Digitalfilter und selbstverständlich auch eine elektronische Wasserwaage.

          Elektronischer Verschluss zum leisen Fotografieren

          Der 17,3 × 13 Millimeter messende 16-Megapixel-Sensor liefert maximal 4592 × 3448 Bildpunkte große Bilder und vom internen Mikrophon stereo vertonte Full-HD-Videos (MP4 und AVCHD). Der Knopf, der das Filmen auslöst, sitzt ebenso prominent wie erfreulicherweise gegen Fehlbedienung taktil getarnt neben dem Fotoauslöser. Der Schlitzverschluss schafft 1/8000 Sekunde und neun Bilder in Serie mit fünf Bildern in der Sekunde. Es lässt sich - etwa zu völlig leisem Fotografieren - auf den elektronischen Verschluss umschalten. Selbstverständlich kann die GX7 Rohdaten parallel mit Jpegs speichern. Beim Einschalten wie beim Scharfstellen legt sie ein flottes Tempo vor.

          Sich durch die rund 380 Seiten der Bedienungsanleitung zu arbeiten, kann sich ersparen, wer in den vollautomatischen iA-Modus schaltet. Die Bildergebnisse werden sicherlich mehr als zufriedenstellen. Aber wer sich für rund 1000 Euro ein Kit wie das ausprobierte leistet, will natürlich mit den Einstellmöglichkeiten spielen und seine Bilder selbst gestalten. Dabei kommt heraus, dass man sich diese Kamera in schier unglaublichem Maß „zurechtschneidern“ kann: Ich kann persönlich bevorzugte Funktionen auf die gewünschten Bedienelemente legen und mit insgesamt fünf benutzerspezifischen Konfigurationen sozusagen fünf ziemlich verschiedene Kameras mit der einen GX7 parat haben.

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