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Fototechnik : Zwei nur schwer vergleichbare Charaktere

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Zwei, die nur so aussehen, als seien sie DSLR: Lumix G70 (links) und Fujifilm X-T10. Bild: Pardey

Preislich auf ähnlichem Niveau, sind die Lumix G70 von Panasonic und die Fujifilm X-T10 ziemlich verschiedene Systemkameras ohne Spiegel. Trotzdem wurden und werden sie verglichen.

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          Auf manche Sachen muss man erst mit der Nase gestoßen werden. Nie wäre dem Verfasser eingefallen, die Lumix G70 und die Fuji X-T10 miteinander zu vergleichen, nachdem er sie einmal in der Hand gehabt hatte. Für jemand, der Haptik als kaufentscheidend, aber eben auch als Ausschlusskriterium empfindet, sind diese beiden Kameras unvergleichbar. Dass sie sich völlig unterschiedlich anfassen, fiel auch anderswo auf. In dem Fachmagazin „Colorfoto“ schrieb dessen Redakteurin Annette Kniffler den Satz, zu dem sich nur ganz heftig nicken lässt: „Wenn es in diesem Test ausschließlich um die Bildqualität oder um die Haptik ginge, gäbe es mit der Fujifilm X-T10 einen klaren Sieger.“ Und im Fotomagazin stand über die G70: „Das Kunststoffgehäuse macht einen nicht ganz so hochwertigen Eindruck wie der Magnesium-Body der Fuji.“ Das ist sehr höflich ausgedrückt. Das Beste, was sich dem Gehäuse der Lumix nachsagen lässt, ist, dass es oberflächlich und also nur optisch nicht ungeschickt brüniertes Metall imitiert.

          Allenfalls Einsteiger in die Welt der spiegellosen Systemkameras (DSLM) können sich tatsächlich vor die Wahl Lumix oder Fuji gestellt sehen. Und auf sie zielen diese beiden Kameras auch, die jeweils als Kit mit einem einfachen Standard-Zoomobjektiv knapp 800 Euro kosten. Beide Kameras rangieren im eigenen Markenumfeld als Mittelklasse, und beide geben sich den Anschein, Spiegelreflexen zu sein. Diese Mimikry ist bei der X-T10 stärker ausgeprägt, weil sich ihre Form an der teureren X-T1 orientiert. Die Kantigkeit fällt aber bei der Lumix wesentlich mehr auf, weil Panasonics andere G-Modelle stärker abgerundete Umrisse haben.

          Beide Kameras verfügen über 16-Megapixel-Sensoren

          Die G70 - sie heißt anderswo G7 - ist eine Micro-Four-Thirds-Kamera mit einem 17,3 × 13 Millimeter großen 16-Megapixel-Sensor. In der X-T10 steckt ein CMOS-Sensor ohne Tiefpassfilter im APS-C-Format 23,6 × 15,6 Millimeter, der ebenfalls 16 Megapixel hat. Diesen nutzt die Fuji beim Hybrid-Autofokus, der Kontrastmessung (77 Felder) und Phasendetektion mittels Pixeln auf dem Sensor (15 Felder) miteinander kombiniert. Die G70 verfügt nur über einen Autofokus mit Kontrastmessung (49 Felder). Aber der ist nicht ohne: DFD wie Depth of Defocus nennt Panasonic die Technik, bei der die Unschärfekreise eines Bildes ausgewertet werden, um zu bestimmen, wie weit und in welche Richtung scharfgestellt werden muss. Das funktioniert beschleunigend allerdings nur mit eigenen Objektiven. Der neue Zonen-Autofokus der Fuji beschert ihr eine gute Fokusnachführung bei Serienbildern: Auf dem Papier schafft sie kontinuierlich fokussierend acht Bilder in der Sekunde.

          Beide Kameras haben einen mechanischen Verschluss, der 1/4øøø Sekunde schafft; die Fuji hat 1/32øøø und die Lumix 1/16øøø Sekunde als kürzeste elektronische - und völlig lautlos auszulösende - Verschlusszeit. Beide Kameras haben einen hundert Prozent des Bildfeldes zeigenden OLED-Sucher mit 2,4 Millionen Bildpunkten und Augensensor, der für die Umschaltung zwischen Monitor und Sucher bei Annäherung sorgt. Der 3-Zoll-Monitor an der G70 lässt sich zuklappen und ist bis zur Selfie-Position in alle Richtungen drehbar; der gleich große Monitor der Fuji ist lediglich kipp- und neigbar.

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