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Lautsprecher im Test : Dreimal drahtlos gut

  • -Aktualisiert am

Die drei von der Funkstelle: Muo von Kef, Soundtouch 10 von Bose und Heos 1 von Denon Bild: Hersteller

Diese Drei bitten zum Funk-Konzert: in der Küche, auf dem Schreibtisch oder der Terrasse. Wir haben uns die drahtlosen Lautsprecher von Kef, Bose und Denon genau angehört.

          5 Min.

          Geht Musik noch ohne Apps und ohne Flurfunk? Eine Generation, die mit Smartphone und Tablet aufgewachsen ist, kann sich das nur schwer vorstellen, und so boomt das Geschäft mit kompakten, drahtlos vernetzten Lautsprechern, die ihren eigenen Verstärker an Bord haben und Musiksammlungen von Computern, Festplatten oder auch direkt vom Smartphone abspielen. Opas HiFi-Anlage ersetzen sie zwar nicht, aber auf dem Schreibtisch, in der Küche oder im Schlafzimmer machen sie eine gute Figur, lassen sich leicht transportieren, bereichern auch die Ferienwohnung oder geben Open-Air-Konzerte auf dem Balkon, auf der Terrasse und im Garten.

          Eines der jüngsten Modelle dieser Spezies hört auf den Namen Soundtouch 10 und stammt von Bose. Der kompakte Lautsprecher, er ist gerade einmal so hoch wie eine ausgestreckte Hand, nutzt gleich zwei Funkwege: Über W-Lan verbindet er sich mit dem Heimnetzwerk und zapft so alle Musikvorräte an, die in iTunes- oder Windows-Media-Bibliotheken vernetzter Computer lagern. Auch Musik auf NAS-Laufwerken kommt als digitaler Rohstoff in Frage. Über eine Steuer-App auf dem Smartphone oder dem Tablet verbindet er sich auch mit den Musik-Streaming-Diensten Deezer oder Spotify. Außerdem bringt er ein ganzes Universum an Internet-Radiostationen zu Gehör. Wer mag, kann die Musik aber auch über den kurzen Weg einer Bluetooth-Verbindung direkt vom Smartphone senden. Der Clou: Der Bose-Wicht leitet, wenn er soll, den so empfangenen Sound über W-Lan an weitere, in verschiedenen Räumen vernetzte Lautsprecher des Herstellers weiter. So lässt sich ein ganzes Haus mit dem Repertoire aus dem Mobiltelefon beschallen.

          Ein weiterer Pluspunkt: Auf seinem Oberdeck trägt der Lautsprecher sechs Programmtasten. Sie lassen sich mit Quellen aller Art belegen - einer Playlist zum Beispiel, mit dem Lieblings-Radiosender oder mit einem Streaming-Dienst. Man hält dazu während eines laufenden Musikprogramms einfach die gewünschte Speichertaste lange gedrückt, und die Sache ist erledigt. Als weitere Alternative zur Steuerung via App gibt es obendrein noch eine kleine Fernbedienung. Sie ruft die Speicherplätze auf, regelt die Lautstärke, verordnet der Musik Pausen oder löst den Sprung zum nächsten Musikstück aus.

          Und wie klingt Boses Junior? Auf Stereowiedergabe muss man mit diesem Gerät verzichten: Es spielt in mono und lässt sich leider auch nicht mit einem zweiten Exemplar zum Stereo-Set koppeln. Trotzdem macht es Spaß, ihm zu lauschen: Er unterfüttert stimmige, ausgewogene Mitten- und Höhenwiedergabe mit einem überraschend saftigen Bass, der so üppig geriet, dass die Bedien-App vorsichtshalber einen Tieftonregler bereithält, um, falls nötig, drosselnd einzugreifen. Der eingebaute Breitband-Lautsprecher bündelt hohe Töne allerdings hörbar; am besten klingt der kleine Bose also, wenn er etwa in Ohrhöhe steht. Dennoch: Alles in allem hat uns der Soundtouch 10 gut gefallen, nicht nur, weil er akustisch kräftig zur Sache geht. Seine beachtliche Ausstattung spricht ebenfalls für ihn - und der moderate Preis: Für etwa 190 Euro gibt es den Lautsprecher in den Farben Schwarz oder Weiß.

          Auch hier dient eine Smartphone-App als Fernbedienung

          Der zweite Musikant heißt Heos 1 und zählt als kleinstes Modell zur W-Lan-Lautsprecherfamilie von Denon. Es kann also allein oder in Multiroom-Anordnungen musizieren, Internetradio empfangen und spielen, was die Streaming-Dienste Deezer, Spotify, Napster und Tidal hergeben. Außerdem kann ein über eine Klinkenbuchse angeschlossener externer Player mitspielen. Auch hier dient eine Smartphone-App als Fernbedienung; bei der Netzwerk-Konfiguration der Box hilft eine originelle Datenverbindung, die zwischen dem Kopfhöreranschluss des Steuergeräts und dem Hochpegeleingang der Box mit einem Klinkenkabel hergestellt wird. Die Bedienelemente am Gerät selbst beschränken sich auf eine Einschalttaste und eine Wippe zur Dosierung der Lautstärke.

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