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Kopfhörer im Test : Bessere Beats und magische Magnetostaten

Spielt in der Liga der besten Kopfhörer ganz vorne mit: der Audeze LCD-X Bild: Waldner, Amadeus

Kopfhörer liegen weiterhin im Trend. Das Angebot ist mittlerweile unüberschaubar. Wir helfen Ihnen und stellen sechs aktuelle Modelle vor: Von kabellos bis grandios.

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          Es ist ein ungebrochener Trend. Im vorherigen Jahr verkauften die Hersteller laut GfK-Studie in Deutschland über elf Millionen Kopfhörer. Die meisten Modelle werden im Preissegment weit unter 50 Euro verkauft. Doch es gab im Preissegment über 75 Euro ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr um knapp 19 Prozent.

          Der günstigste Kopfhörer in unserem Test kostet 100 Euro und ist von JBL. Der teuerste kommt aus Kalifornien vom Unternehmen Audeze. Der Preis von 1700 Euro erscheint sehr hoch, ist aber angemessen. Dazwischen finden Modelle von Phiaton, Focal und Sennheiser Erwähnung. Und einen Geheimtipp haben wir auch noch. Der HE-560 von Hifiman ist wie der Audeze ein Magnetostat und spielt wunderbar die Vorteile dieser Technik aus.

          Hier also eine kleine Auswahl an aktuellen Kopfhörer-Modellen: von kabellos bis magnetostatisch.

          Der JBL Synchros E40BT hat einen gewissen Charme, weil er nur 100 Euro kostet, kabellos betrieben werden kann und wertig aussieht. Interessant für Leute, die gelegentlich unterwegs Musik hören und mit Headset telefonieren wollen.
          Der JBL Synchros E40BT hat einen gewissen Charme, weil er nur 100 Euro kostet, kabellos betrieben werden kann und wertig aussieht. Interessant für Leute, die gelegentlich unterwegs Musik hören und mit Headset telefonieren wollen. : JBL Synchros E40BT – Der Kabellose für Gelegenheitshörer Bild: Amadeus Waldner

          JBL Synchros E40BT

          Kopfhörer mit kabelloser Technik werden beliebter. Der Namenszusatz „BT“ steht für Bluetooth: Der Kopfhörer nimmt über Funk Kontakt mit mobilen Geräten auf. Einmal den Bluetooth-Knopf drücken, schon erscheint der JBL als verfügbares Gerät. Einige Funktionen steuert man am Kopfhörer selbst. Außen auf der linken Schale lässt sich die Musik lauter oder leiser regeln sowie unterbrechen. Der JBL, mit 100 Euro eher preiswert, sieht mit seinen silberfarbenen und mattschwarzen Elementen flott aus.

          Die unübersehbaren Scharniere täuschen aber nur eine gut durchdachte Funktionalität vor. Die Aufhängung ist zu wenig flexibel, sodass die Muschel nicht gleichmäßig auf dem Ohr sitzt. Der Klang überrascht zunächst. JBL fügt sich nicht dem Beats-Trend und überdreht die Bässe nicht. Im Gegenteil. Leider hat JBL so viel Tiefgang herausgenommen, dass dem Klangbild Kraft und Druck fehlt. Die Mitten sind dominant, es mangelt oben und unten an Präsenz. Der Sound erinnert an den von günstigen Autoradios.

          Phiaton hat im Chord MS 530 ziemlich viel untergebracht: Bluetooth, Mehrfachverbindung, Telefoniefunktion, aktive Rauschunterdrückung. Er sieht gut aus, sitzt unendlich bequem und klingt gut. 300 Euro ist dafür viel, aber nicht zu viel Geld.
          Phiaton hat im Chord MS 530 ziemlich viel untergebracht: Bluetooth, Mehrfachverbindung, Telefoniefunktion, aktive Rauschunterdrückung. Er sieht gut aus, sitzt unendlich bequem und klingt gut. 300 Euro ist dafür viel, aber nicht zu viel Geld. : Phiaton Chord MS 530 – Der Multifunktionelle für Vielreisende Bild: Amadeus Waldner

          Phiaton Chord MS 530

          Der Phiaton Chord MS 530 ist besser - und teurer. Für 300 Euro bekommt man auch mehr. So meldet eine Frauenstimme, ob der Kopfhörer gekoppelt ist. Er merkt sich sogar mehrere Zuspieler. Der Call-Knopf ermöglicht das Annehmen eines Anrufs, während man Musik hört. Drückt man den Knopf, wählt das Smartphone die zuletzt gespeicherte Nummer. Im Flugzeug oder in der Bahn kann sogar eine Rauschunterdrückung aktiviert werden. Sie filtert die Störgeräusche nicht so stark wie andere Noise-Cancelling-Kopfhörer beispielsweise von Bose.

          Die Farb- und Materialauswahl ist äußerst gelungen, auf den Ohren sitzt er weich wie Watte. Im Vergleich zum JBL-Hörer klingt der Phiaton ausgewogener. Er hat mehr Wucht, bildet den Bassbereich hinreichend ab und rückt keinen Bereich zu stark in den Vordergrund. Ganz perfekt ist er nicht. Frequenzbereiche, wie etwa bei hohen Männerstimmen, weisen für unseren Geschmack etwas zu viel Pegel auf und treiben manchmal die Töne etwas zu eindringlich in den Gehörgang.

          Der Focal Spirit One S sucht anspruchsvolle Hörer. Damit sie seinen differenzierten Klang schätzen, die Konzentration auf den Tieftonbereich richten und das zurückhaltende Äußere beachten. Nur der Preis richtet sich an die breite Masse: 180 Euro.
          Der Focal Spirit One S sucht anspruchsvolle Hörer. Damit sie seinen differenzierten Klang schätzen, die Konzentration auf den Tieftonbereich richten und das zurückhaltende Äußere beachten. Nur der Preis richtet sich an die breite Masse: 180 Euro. : Focal Spirit One S – Der Anspruchsvolle für HiFi-Hörer Bild: Amadeus Waldner

          Focal Spirit One S

          Focal hat den Spirit One S mit großen Ambitionen entwickelt. So findet er in einschlägigen Fachmagazinen auch lobende Erwähnung. Sich in der Gattung der ohrumschließenden Kopfhörer zu etablieren ist nicht ganz einfach, weil sich einige hochrangige Hersteller auf dieses Segment konzentrieren. Denn Over-Ear-Hörer sind mittlerweile auch im mobilen Einsatz in der U-Bahn oder in der Fußgängerzone akzeptiert. Für 180 Euro kann der Spirit One S mit Konkurrenten aus höheren Preislagen locker mithalten.

          Freunde der tiefen Töne dürften besonderen Spaß haben. Die Stärke des Focal liegt im äußerst knackigen und differenzierten Bassbereich. Elektronische Musik kommt dadurch nie plump, sondern immer wertig daher. Bei Pop und Rock zeigt er kleine Schwächen. So ist der Focal doch häufig zu passiv, was die Abbildung der Stimmen betrifft. Er gibt ihnen nicht immer den Platz, den sie verdienen. Dennoch bietet der Focal für diesen recht geringen Preis viel anspruchsvollen Sound.

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